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dokumentarfilmwoche hamburg 2017


Programm der dokumentarfilmwoche hamburg 2017


Liebe Freunde und Freundinnen der dokumentarfilmwoche,

von Mittwoch, 19. bis Sonntag, 23. April präsentiert die 14. dokumentarfilmwoche hamburg bisher nicht Gesehenes und Perlen der Filmgeschichte. Wir öffnen neue Blickwinkel auf den Dokumentarfilm und schaffen Raum für Diskussionen und Diskurse. Wir wünschen nicht nur eine gute Projektion, sondern hoffen auch auf Widerstände, Spannungen und Perspektivwechsel, denn nicht zuletzt scheint die Frage nach einer Vermittlung der Wirklichkeit durch die Medien relevanter denn je.

Wir beziehen Positionen, fördern den Austausch und freuen uns, zu fast allen Filmen in unserem internationalen Filmprogramm die Macher*innen begrüßen zu dürfen. Produktionen aus und über unsere Stadt haben wieder einen festen Platz in unserem Programm –  Dokland Hamburg.
Die diesjährige Retrospektive widmen wir Peter Nestler, einem der bedeutendsten wie umstrittensten deutschen Dokumentarfilmer, der diesen Sommer seinen 80. Geburtstag feiert.

Wir wünschen viel Spaß beim Stöbern im Programm auf unserer neuen Webseite!

Das Programmheft gibt es auch zum Download als PDF.

Herzliche Grüße,
das Team der dokumentarfilmwoche hamburg e.V.
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Trailer_dokumentarfilmwoche hamburg_2017
Trailer der 14. dokumentarfilmwoche hamburg e.V.
Akkreditierung für die 14. dokumentarfilmwoche hamburg
Internationales Filmprogramm
Egal, ob Handkamera oder Stativ, ob geplante Abläufe oder zufällige Ereignisse: Das dokumentarische Bild ist nie neutral. Es ist gelenkt von einem Interesse, dem Wunsch, zu erkennen und zu verstehen. In einer Zeit, in der die Angst vor dem und den Fremden zur globalen Krise erklärt wird, erlauben es die Filme im diesjährigen Programm, mit ihnen zu erkunden und zu entdecken. mehr...
Veranstaltungsreihe "Positionen"
Im vergangenen Jahr riefen wir mit unserer neuen Veranstaltungsreihe Positionen zum Reden und Nachdenken über Dokumentarfilm auf. Den Austausch über die vielseitigen Ansätze des dokumentarischen Arbeitens möchten wir fortführen und laden zur Diskussionsrunde, zu Filmgesprächen, ins Kino und erstmalig auch zu einer Installation. mehr...
Dokland Hamburg
Dokumentarische Produktionen aus und über die Hansestadt, zeigen wir mit Unterstützung der Hamburgischen Kulturstiftung      .

Retrospektive Peter Nestler – Indirect Cinema

„Die Ohren der Leute, die Filme sehen, sind verstopft vom Dreck, den man ihnen liefert, und die Ohren der Leute, die Filme machen, sind verstopft vom Dreck aus ihren Hirnen.“ (Peter Nestler, 1966)

Peter Nestler, das ist der Filmemacher, von dem der französische Filmkritiker Michel Delahaye sagte, er sei der größte gegenwärtige Dokumentarist. Das war 1965 und Peter Nestler hatte gerade einmal fünf Kurzfilme fertiggestellt. Das Erstaunliche an dieser Einschätzung ist, dass sie in eine Zeit fällt, in der das Direct Cinema mit seinem neu entdeckten Einsatz von Handkamera und Synchronton als Befreierin des Dokumentarfilms gefeiert wird. Man hoffte, sich nun mittels Kamera und Tonbandgerät einer „reinen Beobachtung“ anzunähern und sich endlich von der vorherrschenden und als autoritär empfundenen Kommentarstimme befreien zu können. Das grundsätzliche Misstrauen gegenüber der Kommentarstimme hat sich bis heute erhalten, ebenso der blinde und taube Glaube an einen direkten Zugang zur Realität mittels synchronen Bild- und Tonaufzeichnungen – Ersteres unter Dokumentarfilmer*innen, Zweiteres unter Hersteller*innen und Konsument*innen von Nachrichtenmedien. Peter Nestler scheint dies nie so recht überzeugt zu haben. Er macht es anders – und das seit mehr als 50 Jahren und rund 70 Filmen. Nahezu singulär ist die Qualität seiner Kommentare, die zwar von ihm selbst eingesprochen, doch nie privatistisch geraten. Aussagen Dritter werden häufig in indirekter Rede wiedergegeben, hin und wieder bleibt offen, wo wessen Statement beginnt und aufhört. Nicht etwa, um wichtige Spuren zu verwischen, sondern vielmehr, um zu einer größeren inhaltlichen Präzision zu finden, mitunter gar, um die Protagonist*innen zu schützen. Wo die Mehrheit der Filmemacher*innen auf „Continuity“ und somit auf Anschlüsse bedacht ist, verzichtet Nestler auf diese und macht ein Fest daraus, Töne auf Bilder treffen zu lassen oder einfach Bilder auf Bilder. Und so lässt Nestler die Gedanken über Bande laufen, ohne je die Achtung vor den Protagonist*innen, vor sich selbst und seinem Publikum zu verlieren. mehr...
Die 14. dokumentarfilmwoche hamburg bedankt sich herzlich bei ihren Förderern
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