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Diesmal: Im ÖFB tobt ein gefährlicher Machtkampf.
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Hallo!

Da sind wir mal wieder. Und es ist wichtig.

Marcel Koller ist nach der WM-Qualifikation weg, und plötzlich steht Willi Ruttensteiner ebenfalls vor dem Aus im ÖFB. Fix ist das unseren Infos nach zwar noch nicht (andere Medien sind sich da schon sicher), aber sehr wahrscheinlich durchaus. Unsere aktuelle Podcast-Folge setzt sich mit dem Thema (und der weltweiten WM-Qualifikation) auseinander.

Absurderweise könnte seine Zukunft von jener Stimmung abhängen, die das Ergebnis eines bedeutungslosen Spiels gegen Serbien erzeugt. Das ist fast so blöd, wie die Zukunft des Landes von Pollern am Ballhausplatz abhängig zu machen. Fast.

Aber das was Fußball-Österreich hier droht, ist auch nicht weniger als der Rückfall ins erbärmliche letzte Jahrzehnt. Gegen die professionalisierten, sportlichen Strukturen, die in den vergangenen Jahren vor allem dank Ruttensteiner aufgebaut wurden, läuft  seit geraumer Zeit und jetzt besonders aktiv eine GegenreformationEinige Landespräsidenten (also welche der Leute, die wir hier befragt haben) wollen primär ihre Macht demonstrieren und sich die Top-Positionen künftig wieder auspackeln können.

Auch diese Leute haben natürlich nichts gegen die Erfolge der letzten Jahre bei A-Team, Nachwuchs und - last but not least - den Frauen (immerhin füllt der Erfolg die sonst gern klammen Kassen). Aber sie haben auch nicht die Kompetenz einzuschätzen, woher diese Erfolge überhaupt kommen und wie sie nachhaltig sein können. Persönliche Eitelkeiten und Verhaberung stehen stattdessen als Verbandsprinzip vor einem Comeback, denn "mit dem Spielermaterial kanns ja eh jeder schaffen", oder? 

Peter Altmann hat bei Laola1 auch einen lesenswert wütenden Kommentar dazu geschrieben. Auch Marc Janko, Marko Arnautovic und Julian Baumgartlinger haben sich in den letzten Tagen öffentlich gegen diese Farce positioniert. Gut und ungewöhnlich, dass Führungsspieler des Teams (die Top-Strukturen aus ihren Vereinen im Gegensatz zu vielen heimischen Amateur-Funktionären tatsächlich kennen) öffentlich ein klares Stopsignal hochhalten und sich hinter Ruttensteiner stellen. Der ist natürlich nicht unfehlbar, aber wenn er schon ersetzt wird, dann müsste gelten, was - egal wer schließlich der Sportdirektor wird - auch beim Teamchef gelten muss: Es muss etwas Besseres nachkommen.

Das ist - ohne den da inmitten eines Konflikts gelandeten Peter Schöttel für gänzlich unfähig erklären zu wollen (sein Pitch soll nicht schlecht sein) - nicht in Sicht. Dass sich manche vielleicht einen katastrophalen Teamchef dadurch ersparen wollen, dass sie als Bauernopfer für die Revoluzzer beim Sportdirektor nachgeben, kann keine Ausrede sein. Fähigkeit und Konzept sind in allen Fällen die einzig akzeptablen Kriterien.

Es wird spannend sein, zu sehen, ob auch die Fans im Stadion gegen Serbien Haltung zeigen - und wenn ja, welche. Die Zeit, etwas zu sagen, wäre jetzt. Das Präsidium tagt am Samstag.

Viele Grüße und bis zum nächsten Mal,
Tom

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