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piqs der Woche
Hallo zusammen!
Stressige Woche gehabt? Viel Zeit vor dem Rechner verbracht? Keine Lust, auf Buchstaben zu starren? Wir haben da etwas für Sie vorbereitet! Zusätzlich zu unseren besonders empfehlenswerten Texten werden wir künftig zum Wochenende alle Videos der Woche zusammenfassen. Mit der Form sind wir noch nicht so ganz glücklich. Vielleicht ergibt eine YouTube-Playlist mehr Sinn? Für Feedback und Anregungen sind wir dankbar. Jetzt aber zu den piqs der Woche!
 

Neue piqer:
Anne Sauer (Games)
Ist spätestens seit Baldur’s Gate dem Medium Computerspiel verfallen. Schreibt als Teil der Redaktion von spielbar.de - der Plattform der Bundeszentrale für politische Bildung - über Spielkultur, Indie- und Serious Games und führt regelmäßig Workshops zu Computerspielen durch. Entwickelt bei der outermedia GmbH Spiele zur Vermittlung von Lerninhalten, unter anderem zu historischen, gesellschaftspolitischen und medizinische Themen.
 
Meike Leopold (Arbeit und Zukunft)
Kommunikationsexpertin mit Wurzeln im Journalismus. Unternehmensbloggerin der ersten Stunde. Buchautorin und Speakerin. Seit 2016 selbstständige Beraterin für (digitale) Unternehmenskommunikation. Bloggt auf www.start-talking.de.


Pressespiegel:
Frank Schmiechen, der Chefredakteur von Gründerszene hat sich zwei journalistische Innovationen angeschaut. Die neue Quartz-App und, ähm, uns.
“Schon nach wenigen Sekunden bekommt der interessierte Leser Geschichten aus aller Welt, die er ohne Piqd wahrscheinlich nicht so schnell gefunden hätte.”


Frohes Finden wünscht
Frederik Fischer, Chefredakteur
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Kanal: Zeit und Geschichte
piqer: Dirk Liesemer
Lesezeit: 40 Minuten

"Sie machen es mir mit Ihrem Brief sowohl sehr leicht als auch sehr schwer"

Ist es nicht so, dass wir gerne links reden und tatsächlich rechts leben? Mit dieser Frage beginnt ein ungewöhnlicher Briefwechsel: Der Münchner Soziologieprofessor Armin Nassehi und ein Protagonist der neuen Rechten, Götz Kubitschek, diskutieren über die Möglichkeit politisch rechter Konzepte im 21. Jahrhundert. Es geht um libertäre Freiheitsbegriffe, die Abgrenzung vom Fremden und die integrative Kraft offener Gesellschaften. Man kann den Briefwechsel nicht einfach nebenbei lesen, zumal die Autoren sich oft genug nicht sicher sind, wie die Begrifflichkeit des Anderen zu verstehen ist - gleichwohl gibt er einen ersten Einblick in die Logik und das Fundament einer rechten Weltanschauung.
 
Kanal: Medien und Gesellschaft
piqer: Simon Hurtz
Lesezeit: 5 Minuten

Was ist guter Journalismus? Revolutionäre Idee: Fragen wir doch mal die Leser!

Eine der Lieblingsbeschäftigung von Journalisten scheint es zu sein, über den Niedergang des "Qualitätsjournalismus" zu diskutieren (zu diesem fürchterlichen Begriff ein wunderbares Interview mit Constantin Seibt). Die Leser werden dabei nur selten nach ihrer Meinung gefragt. Viele Medienmacher gehen davon aus, dass online eh nur Katzenbilder, Promiklatsch und reißerische Überschriften funktionieren.
Der Tagesanzeiger hat die Leser selbst zu Wort kommen lassen und um ihre Meinung gebeten. In der verlagseigenen 12-App wurden sie am Ende jedes Textes gefragt: "Ist dieser Artikel lesenswert?"

Datenjournalisten haben die Antworten ausgewertet und grafisch aufbereitet - mit bemerkenswerten Ergebnissen:

"Hoch taxiert werden: Auslands-, Wissens-, Politik­themen; Reportagen, Interviews, Analysen. Lange Texte schneiden besser ab als kurze. Und: Textqualität ist den Usern wichtiger als Bildstrecken oder Videos."

Und was fällt bei den Lesern durch?

"Themen wie Lifestyle, People, aber auch einzelne Sportarten (Ausnahme: Tennis) führen zu einer tiefen Wertung. Ebenfalls nicht geschätzt wird ein aggressiver, polemischer Ton."

Natürlich verzerrt eine solche Umfrage. Wie bei Wahlprognosen gibt es einen Effekt der "sozialen Erwünschtheit". Und selbst wenn Leser eine Analyse des Syrien-Konflikts höher bewerten als eine Fotostrecke mit Hollywood-Stars, bringt Letztere garantiert ein Vielfaches an Klicks.

Dennoch zieht der Tagesanzeiger folgende Konsequenzen aus der Leserbefragung:

"Lifestyle-Storys etwa bieten wir kaum mehr an, aus den Bereichen Sport und Digital wirklich nur noch die allerbesten Geschichten. Bei der Verwendung von Videos und interaktiven Grafiken sind wir zurückhaltender. Dafür setzen wir noch entschlossener auf erklärende und einordnende Texte mit einem hohen Nutzwert."

Das ist keine Revolution des Online-Journalismus - aber trotzdem erfreulich.
 
Kanal: Fundstücke
piqer: Kurt Tutschek
Lesezeit: 9 Minuten

Ein Licht in der Nacht – wie Solarlampen das Leben in Afrika und Indien verändern

Etwa 1,1 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu elektrischem Strom. Mit Solarlampen wird für viele möglich, was bisher undenkbar schien – die Nacht zum Tage zu machen.

Selbstverständlich profitieren jene Firmen davon, die den Menschen in Indien und Afrika die Lampen zur Verfügung stellen, aber wer das Leben in der Dunkelheit mit der Möglichkeit, die Finsternis zu erhellen, getauscht hat, möchte meist nicht wieder zurück. Auch Prashant Mandal, der süßen Chai-Tee an Reisende verkauft, schätzt an den Lampen, dass er nun sein Geschäft viel länger geöffnet lassen kann, und überweist sein Geld regelmäßig an SimpaNetworks, eine Firma, die spezielle Leasingpläne für einkommensschwache Bevölkerungsgruppen anbietet. Dennoch bezahlt Mandal annähernd 20 Prozent seines Einkommens für Lampen und Solareinheit – ein 40-Watt-Solarpanel.

Heute erhellen Solarlampen die Arbeitsplätze von Motorrad-Mechanikern, vertreiben die Nacht aus Kirchen und Friseurgeschäften oder helfen beim Fischfang.
Eine Fotoreportage von National Geographic.. 
 

Die piqd-Playlist für Videos und Multimedia-Reportagen

 
Community-piq
piqer: Marc Schnau
Lesezeit: 11 Minuten

Hunde des Krieges – Was es bedeutet, ein Söldner zu sein

Die "Außensicht" auf Söldner ist häufig durch die Rezeption mehr oder minder populärer Filme geprägt: Kämpfer, die sich verdeckt hinter feindlichen Linien durch Massen bösartiger Feinde arbeiten, bereit und willens, "unsere" Werte zu schützen, wo das klassische Militär versagt.

Was bedeutet es aber tatsächlich, als "Gun for Hire", rekrutiert von hochspezialisierten Unternehmen wie z.B. Academi (vormals Blackwater), im Auftrag von Großunternehmen in einen Krieg zu ziehen? Wie rechtfertigt ein Private Military Contractor (PMC), dass nicht mehr vermeintlich für "höhere Ziele", also beispielsweise die Verteidigung westlicher Werte im Nahen Osten, eingetreten wird, sondern dass man für die wirtschaftlichen Interessen westlicher Unternehmen tötet? Was treibt diese Menschen – jenseits der relativ guten Bezahlung von bis zu 10.000 £ – an? Darauf versucht der verlinkte Artikel Antworten zu finden.

Weitere Informationsquellen:
John Geddes – Highway to Hell (Buch, Google Books)
Großbritannien als Zentrum der globalen Söldnerindustrie (Artikel, The Guardian)