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Wildbiene des Jahres
Weltbienentag
Mähen im Mai
Lebensraumvernetzung
  
Streckt gern im Mai seine langen Fühler aus: das Männchen der Mai-Langhornbiene, Wildbiene des Jahres 2021. Quelle: Gilles San Martin - eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Wikimedia commons
Newsletter Mai 2021

Liebe Freundinnen und Freunde einer blühenden Landschaft,

der Flugmonat der Wildbiene des Jahres ist angebrochen: die Mai-Langhornbienen sind los! Was sonst los ist im Netzwerk und wofür wir uns diesen Monat besonders einsetzen, lesen Sie im Folgenden:

Wildbiene des Jahres: Mai-Langhornbiene

Getreu ihrem Namen ist die Art vor allem in diesem Monat zu beobachten. Die Männchen der Mai-Langhornbienen (Eucera nigrescens) schlüpfen ab Ende April und warten mit einer imposanten Fühlerlänge (engl. "Longhorn") den Weibchen auf. Die Weibchen sammeln bis in den Juni hinein den Pollen für die Versorgung ihrer Brut. Sie sammeln dabei ausschließlich an Schmetterlingsblütlern wie z. B. Zaun-Wicke, Vogel-Wicke, Weiß- und Rotklee sowie Luzerne und sind damit eng spezialisiert. Mai-Langhornbienen nisten, wie 75% aller Wildbienen, im Boden. Sie benötigen freie bis schütter bewachsene, sandig-lehmige Offenbodenstellen.
Steckbrief Mai-Langhornbiene
Videoansicht Mai-Langhornbiene (Arbeitskreis Wildbienen-Kataster)
 

Weltbienentag: 20. Mai

Der Weltbienentag wurde erstmals am 20. Mai 2018 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen ausgerufen. Damit wird der weltweite Rückgang der Bienenpopulationen von der Weltgemeinschaft anerkannt, sowie auf deren Schutzbedürftigkeit aufmerksam gemacht. Unser Netzwerk möchte mit seinen Regionalgruppen an diesem besonderen Tag bundesweit präsent sein und hat Aktionen und Veranstaltungen verschiedenenorts geplant.
Schließen Sie sich uns an, pflanzen und säen Sie mit Ihren Kindern, stellen Sie einen "Bienenschmaus" vor die Tür, legen Sie eine Blühfläche an oder überlassen Sie uns diese Arbeit und verschenken Sie einen Gruß aus der Blumenwiese. Hängen Sie ein Plakat zu heimischen Pflanzen für Blütenspezialisten aus oder warten Sie einfach, welche Biene Ihnen vor die Linse fliegt oder krabbelt – jeder Flügelschlag zählt!
 

Mähen im Mai?

Mähen oder nicht mähen, das ist ab Mai die Frage. Vielgenutzte Spiel- und Liegeflächen bedürfen oftmals einem regelmäßigen Schnitt, aber auch dort können bei knöchelhoch geduldetem Aufwuchs u. a. Gänseblümchen, Braunelle, Gundermann, Ehrenpreis und Günsel mehrmals zum Blühen kommen.
Mäßig betretene Wiesen werden ein- bis dreimal jährlich gemäht, je magerer der Boden, umso weniger Schnitte sind insgesamt nötig. Ab Mitte Mai bis spätestens Mitte Juni erfolgt nun der erste Schnitt – zur schönsten Blütezeit der Flächen. Stehen Margerite, Wiesenpippau, Witwenblume, Wiesenglockenblume und Bocksbart in voller Blüte, ist die Zeit reif für die erste Mahd. Lassen Sie mindestens 8 Wochen zwischen dem ersten und dem zweiten Schnitt verstreichen, kommen die Wiesenpflanzen zu einer zweiten wunderschönen Blüte sowie zur Samenreife. Der zweite Schnitt wird ab August nach Bedarf angesetzt.
Egal welche Fläche Sie sich vornehmen: mähen Sie wenn möglich immer staffelweise, lassen Sie das Mähgut ein paar Tage liegen und räumen Sie es unbedingt ab – die Insekten werden es Ihnen summend und flügelschlagend danken.
Wiesen-Pflegemahd
 

Lebensraumvernetzung für Insekten

Einzelne Blühbrachen umgeben von intensiv genutzten Äckern sind für Insekten wie Inseln im Ozean: schwer erreichbar. Einer der wichtigsten Gründe hierfür liegt in der geringen Flugdistanz der Insekten, gemäß ihrer Körpergröße. Viele Wildbienen beispielsweise fliegen nur 50 bis 100 Meter weit. Daher ist die Lebensraumvernetzung in der Agrarlandschaft von besonderer Bedeutung. Nach unserem Projekt "Bienen-Highways" zeigen wir mit unserem weiteren Projekt “Lebensraumvernetzung für Insekten”, wie sich Naturschutz und landwirtschaftliche Produktion sinnvoll verbinden lassen. Blühstreifen, Altgrasstreifen, Hecken und andere Maßnahmen spielen hierfür eine besondere Rolle. Jedoch sind für einen flächendeckenden Naturschutz nicht nur die Ränder der Äcker und des Grünlandes von Bedeutung. Auch innerhalb der landwirtschaftlichen Produktionsflächen sollen Maßnahmen ergriffen und umgesetzt werden.
Projektseite "Lebensraumvernetzung für Insekten"

Einen ersprießenden, (wild)bienenreichen Mai wünscht
 
Marie Holler
im Namen des Teams Netzwerk Blühende Landschaft
 

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