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Newsletter der Anlaufstelle für Sans-Papiers Basel
Januar 2017

Das vergangene Jahr hat mit einer sehr erfreulichen Nachricht geendet: drei weitere Sans-Papiers der Kampagne Nicht ohne unsere Freund*innen! haben ihre Bewilligungen erhalten. Wir freuen uns sehr für sie und gratulieren herzlich! Mit diesen Bewilligungen zeigt sich nun definitv, dass sich die Härtefallpraxis in Basel endlich öffnen muss. Weitere Informationen unten.


Um auch weiterhin Sans-Papiers darin zu bestärken, ihre Rechte auf eine Bewilligung wahrzunehmen, rufen wir auf: Bringen Sie jugendliche Sans-Papiers auf Lehrstellensuche sowie Arbeitgeber*innen, die bereit sind, mit einer*m Jugendlichen ein Gesuch um eine Aufenthaltsbewilligung einzureichen, mit uns in Kontakt. Die Zeichen stehen gut, dass Ausbildungen für Jugendliche ermöglicht werden. Mehr dazu unten.

Im letzten Newsletter haben wir bereits auf die Veranstaltung zu Racial Profiling im Dezember hingewiesen. Am Montag, den 23. Januar, um 19.00 Uhr findet nun das nächste Treffen statt. Details unten.


Einen guten Start ins Jahr und viele Grüsse
von der Anlaufstelle für Sans-Papiers Basel


Rebgasse 1, 4058 Basel
061 681 56 10
basel@sans-papiers.ch
www.sans-papiers.ch
PC-Konto: 40-327601-1



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Endlich Bewilligungen

Kurz vor Jahersende ist die lange ersehnte Nachricht eingetroffen: Auch das Staatssekretariat für Migration (SEM) heisst die Härtefallgesuche von Beto, Marta und Meire gut. Für die drei ist damit also die letzte Hürde geschafft und nach einer gefühlt unendlichen Zeit des Wartens und Hoffens erhalten sie endlich Bewilligungen. Herzliche Gratulation!

Die Entscheide des SEM in diesen Fällen kamen angesichts der Vergleichsfälle aus anderen Kantonen wenig überraschend. Sie sind aber umso wichtiger, da nun endlich die Härtefallpraxis im Kanton angepasst werden kann. Nach einer aufwändigen Öffentlichkeitskampagne und unzähligen Begutachtungen der Dossiers ist dies ein grosser Erfolg, der in Zukunft auch weiteren Sans-Papiers zu gute kommen wird.

Wir gehen davon aus, dass klar ist, dass die Härtefallpraxis nun angepasst werden muss. Um bezüglich der Veränderungen und der geltenden Standards Klarheit und Transparenz zu schaffen, suchen wir als Anlaufstelle nun nochmals das Gespräch mit dem Migrationsamt und dem JSD.

Die Stellungnahme des Komitees Nicht ohne unsere Freund*innen! zu den eingetroffenen Bewilligungen findet sich hier.

Lehrstellen für jugendliche Sans-Papiers

Seit einigen Jahren ist es gesetzlich verankert, dass jugendlichen Sans-Papiers der Weg einer beruflichen Ausbildung offen steht. Wenn Jugendliche ohne Aufenthaltsbewilligung bestimmte Kriterien erfüllen und ein Lehrstellenangebot vorweisen können, wird ihnen eine Bewilligung erteilt.

In der Praxis ist es leider so, dass Lehrstellen oft über Praktika, Schnupperlehren oder Ähnliches gefunden werden und diese für Sans-Papiers nach wie vor nicht zugänglich sind. Die Suche nach einer Lehrstelle gestaltet sich also oft nicht ganz einfach. Die Zeichen von den Behörden sind aber gut, dass Gesuche von Jugendlichen wohlwollend beurteilt und für Lehrstellen Bewilligungen erteilt werden.

Nun brauchen wir Ihre Unterstützung: Kennen Sie Jugendliche ohne Aufenthaltsbewilligung, die auf Lehrstellensuche sind? Kennen Sie Arbeitgeber*innen, die dabei wären, eine*n Jugendliche*n anzustellen und beim Gesuch zu unterstützen? Bitte treten Sie in Kontakt mit uns, damit wir die Menschen zusammenbringen und den Jugendlichen eine Ausbildung ermöglichen können.

Kontakt: Anlaufstelle für Sans-Papiers Basel, basel@sans-papiers.ch, 061 681 38 86.

 
STOP RACIAL PROFILING - Austauschtreffen
Montag, 23. Januar, 19.00 Uhr, Neues Kino, Hinterhaus (Klybeckstrasse 247, 4057 Basel)

Im vergangenen Newsletter haben wir bereits auf das Austauschtreffen zum Thema Racial Profiling in Basel hingewiesen, das im Dezember stattgefunden hat. Etwa fünfzig Personen haben über rassistische Personenkontrollen aufgrund äusserer Merkmale diskutiert und dabei viele eigene Erfahrungen ausgetauscht. Eines wurde klar: das Problem Racial Profiling, aber auch das Bedürfnis, etwas dagegen zu tun, sind gross. Am 23. Januar findet nun ein zweites Treffen statt.

Auch am zweiten Austausch wird folgenden Fragen nachgegangen, wobei nun der Fokus eher auf den Handlungsmöglichkeiten liegen soll:
- Welche gesetzlichen Vorgaben und gesellschaftlichen Erwartungen an die Polizei begünstigen rassistische Kontrollen?
- Wo und in welcher Form beobachten wir diese in Basel?
- Was lösen diese bei den Betroffenen aus?
- Und wie wollen wir uns dagegen organisieren?
- Welche Aktionen wollen wir planen und wie wollen wir das Thema breiter lancieren?

Gerne weiterleiten und Interessierte einladen.
Impressum
Anlaufstelle für Sans-Papiers Basel
Rebgasse 1, 4058 Basel
basel@sans-papiers.ch
www.sans-papiers.ch
PC-Konto: 40-327601-1

Januar 2017

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