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NEWSLETTER APRIL 2016

NEUES HABARI | Korruption – gekaufter Erfolg, verkaufte Moral

 
Korruption, abgeleitet vom lateinischen Verb corrumpere = verderben, zusammenbrechen, beschädigen, hat viele Gesichter und grassiert seit Menschengedenken wie ein Virus rund um den Globus – ob in Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Kirche oder Sport. Kulturunabhängig bedeutet Bestechung den Versuch, die Handlungsweise eines anderen durch Gewährung oder Versprechen von Vorteilen zu beeinflussen, so der Althistoriker Karl Leo Noethlichs. Altorientalische Sprachen kannten für „Geschenk“ und „Bestechungsgabe“ dasselbe Wort.

Große Staatsmänner können bestechlich sein – ebenso wie kleine Beamte, Regierungen, Parlamente, Parteien, Gewerkschaften oder Kirchen. So war und ist nicht nur Deutschland, sondern auch Tansania von Korruption gebeutelt. Da oft nur spektakuläre Fälle an die Öffentlichkeit kommen, bleibt die Dunkelziffer hoch. Manchmal allerdings verschwimmen die Grenzen. Das belegt der interessante Beitrag von Harrison Mwilima, der aus eigener Erfahrung schildert, wie unterschiedlich Gastfreundschaft und Korruption in beiden Ländern bewertet werden. Einen ebenfalls persönlichen Zugang zum Thema wählt Arnold Kiel, indem er uns an Erinnerungen an seine Zeit als Pfarrer in Tansania teilhaben lässt. Wo ein Pfarrer ist, da ist die Kirche nicht weit: Volker Schauer beleuchtet das brisante Problem von Korruption in Kirchen. Christiane Fischer widmet ihre Aufmerksamkeit dem Fehlverhalten im Gesundheitswesen. In einem sehr verdienstvollen Grundsatzartikel setzt sich Uwe Bach mit Korruption als Entwicklungshindernis auseinander.

Im letzten HABARI beschäftigte uns die Wahl von John Magufuli zum tansanischen Präsidenten. Jetzt – ein halbes Jahr später – macht der neue Amtsinhaber weltweit Schlagzeilen mit seiner knallharten Politik. Der Hashtag #WhatWouldMagufuliDo ist in aller Munde und gibt Anlass zur Hoffnung. Denn der Präsident geht entschlossen gegen Missstände vor und kann bereits beachtliche Erfolge verbuchen. Seinen Führungsstil analysierte Julian Friesinger und nahm dabei besonders die Wirtschaft in den Fokus. Nicht zuletzt gibt Melanie Deter Einblick in die Arbeit der Behörde für Prävention und Bekämpfung von Korruption (PCCB) und lässt den Politiker Godwin Mzurikwao im Interview Bilanz ziehen.

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ARTIKEL | Umbenennung von Straßennamen: Wen wir ehren

 
In seinem Artikel "Wen wir ehren" geht Christian Kopp der Frage nach, warum KolonialverbrecherInnen und SklavenhändlerInnen immer noch vielen Straßen ihren Namen geben, ohne dass dabei jegliche Form der kritischen Auseinandersetzung mit den NamensgeberInnen erfolgt oder gar eine Umbenennung der Straßen von öffentlicher Seite in Erwägung gezogen wird. Dies ist verwunderlich, da Straßennamensände-rungen etwa nach dem Ende der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) massenhaft stattgefunden haben. Diese Vorgehensweise sollte der historischen Aufarbeitung und den Opfern der DDR gerecht werden sowie das Kapitel DDR endgültig abschließen. Eine ähnliche Vorgehensweise in Bezug auf die koloniale Geschichte Deutschlands steht noch aus.

Artikel auf Zeit Online

VERANSTALTUNGSHINWEIS | African Diaspora Youth Women Seminar in Bonn / 26. bis 29. Mai 2016

 
In diesem Seminar beziehungsweise Workshop geht es darum verschiedene Aspekte zu beleuchten, die für die afrikanische Diaspora junger Frauen (18- bis 35-Jährige) in Deutschland relevant sind. Es wird zum Beispiel die Frage besprochen, welche Möglichkeiten sich für junge Frauen, die aus Afrika nach Deutschland migriert sind, bieten. Ziel ist es, erstens, das Netzwerk der afrikanischen Diaspora junger Frauen in Deutschland zu stärken. Zweitens, soll der soziale Entrepreneurship-Geist unter den jungen Frauen der afrikanischen Diaspora in Deutschland so gestärkt werden, dass ihre soziale Partizipation und Inklusion verbessert werden. Drittens, soll eine permanent zugängliche Online-Ressource der Mobilisierung und ein Kapazitätsbildungs-Tool entworfen und etabliert werden. Die Reisekosten werden durch Migrafrica und African Diaspora in Kooperation mit der "European Youth Foundation (Council of Europe)" getragen.

VERANSTALTUNGSHINWEIS | WeltWeitWissen Kongress / 14. bis 16. April 2016

 
Beim WeltWeitWissen Kongress geht es darum, in Vorträgen, Diskussionen und Workshops nach der konkreten Ausgestaltung des Globalen Lernens und der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BnE) angesichts der weltweiten Herausforderungen wie z.B. Migration und Klimawandel, zu fragen.

Welche Strukturen bedarf es zur Umsetzung, welche „Weltbilder“ werden durch Medien und Bildungsarbeit produziert? Welche Methoden eignen sich gut, wie sehen beispielhafte Projekte aus? Und ganz wichtig: Welche Perspektive haben junge Engagierte?

Anmeldung

Weitere Informationen

AUSSCHREIBUNG | Wettbewerb: Abschlussarbeiten zum Thema Migration

 
Der World University Service (WUS) zeichnet im Jahr 2016 erstmals Abschlussarbeiten von Studierenden aus. Ausgezeichnet werden Studienabschlussarbeiten – ganz gleich welcher Fachrichtung – die sich mit den Themen Migration, Flucht, Menschenrecht auf Bildung, Globales Lernen oder Bildung für nachhaltige Entwicklung auseinandergesetzt haben. Die Arbeiten können bis zum 30. Juni 2016 eingereicht werden.

STUDIE | Allianz der Zäune: Großflächige Agrarinvestitionen in Tansania

 
In dieser Studie von MISEREOR werden Agrarinvestitionen in Tansania untersucht. Im Fokus steht dabei das Modell privater Agrarinvestitionen der „Southern Agricultural Growth Corridor of Tanzania“ (SAGCOT). Beim SAGCOT wird mit der Unterstützung großer privater Investitionen eine sogenannte „moderne“ Landwirtschaft vorangetrieben, die etwa zwei Millionen Menschen aus der Armut führen soll. Im Wesentlichen werden in der Studie die folgenden beiden Untersuchungsschwerpunkte analysiert:
  • Welche Auswirkungen haben ausländische Agrarinvestitionen auf die kleinbäuerliche Landwirtschaft in den südlichen Regionen Tansanias?
     
  • Ist zu erwarten, dass SAGCOT zur Verringerung von Hunger und Armut beiträgt, beziehungsweise stärkt oder behindert SAGCOT das Recht auf Nahrung?

Link zur Kurzfassung der Studie auf Deutsch


Umfassende Studie auf Englisch (English version)

INFO | TKZ – Transportkostenzuschuss

 
Der Transportkostenzuschuss (TKZ) der Organisation Engagement Global richtet sich an Menschen, die gerne Sachspenden in weit entfernte Staaten transportieren wollen und denen das Geld dazu fehlt. Unter der Bedingung, dass die Sachspende dazu dient, die Lebensbedingungen besonders benachteiligter Bevölkerungsgruppen in einem Partnerland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit zu verbessern, kann der Transportkostenzuschuss nach individueller Abwägung bewilligt werden.

Mehr Informationen

PRESSESCHAU

Jeden Monat stellen wir eine Presseschau zu den Themen Entwicklungszusammenarbeit, Entwicklungspolitik sowie Afrika mit besonderem Augenmerk auf Tansania zusammen

PRESSESCHAU MÄRZ 2016

HABARI - das Magazin

AKTUELLE AUSGABE | MÄRZ 2016

Korruption – gekaufter Erfolg, verkaufte Moral

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