Copy
NEWSLETTER MÄRZ 2018

HÖRTIPP 1 | Radiofeature über schwangere Schulmädchen in Tansania

 
In Tansania gilt für schwangere Mädchen nicht nur Schulverbot - sie werden sogar verhaftet. Das Motiv der Regierung scheint auf den ersten Blick hehr: Sie will, dass die Kinder die Schule beenden, um bessere Zukunftschancen zu bekommen. Doch genau die wird den Mädchen damit genommen.
In vielen tansanischen Schulen werden alle Mädchen ein Mal im Monat auf eine Schwangerschaft getestet. Wenn dieser positiv ausfällt, müssen die Mächen damit rechnen, verhaftet zu werden. In diesem Deutschlandfunk-Radiofeature erzählt Bettina Rühl die berührende und traurige Geschichte von Maida. Als sie 18 Jahre alt war und kurz vor dem Abitur stand, wurde sie schwanger. Ihr Wunsch Ärztin zu werden, scheint damit unerreichbar geworden.

POLITIK | Stellungnahme von VENRO zu Entwicklungspolitik im Koalitionsvertrag

 
Am 14. März wurde Angela Merkel zum vierten Mal zur Bundeskanzlerin gewählt. Der Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe deutscher Nichtregierungsorganisationen e.V. (VENRO) hat die Fortsetzung der Großen Koalition zum Anlass genommen, den nun gültigen Vertrag zwischen Union und SPD zu analysieren und im Hinblick auf die Themen Nachhaltigkeit, Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe zu bewerten.
VENRO begrüßt, dass die Umsetzung der Agenda 2030 und die Förderung nachhaltiger Entwicklung im vorliegenden Vertrag als Maßstab des Regierungshandelns bezeichnet werden. Die Umsetzung beschränke sich jedoch lediglich auf die Umwelt-, Außen- und Entwicklungspolitik. Nach Ansicht von VENRO müsse die Agenda 2030 jedoch als ganzheitliches globales Rahmenwerk für nachhaltige Entwicklung die Richtschnur für das Handeln aller Ressorts sein.
VENRO sieht außerdem große Kritikpunkte bei der Asyl- und Migrationspolitik, weil sie vor allem auf Abschottung und Abschreckung setze. Trotz des Bekenntnisses zum Grundrecht auf Asyl stünden die im Koalitionsvertrag beabsichtigten Maßnahmen in deutlichem Widerspruch zu einem an den universellen Menschenrechten ausgerichteten Umgang mit geflüchteten Menschen und Migrant*innen.

HÖRTIPP 2 | Radiokommentar zu Deutschlands kolonialer Verantwortung

 
Der neue schwarz-rote Koalitionsvertrag thematisiert Deutschlands koloniale Verantwortung. Da verändere sich politisch etwas, meint die Journalistin Arlette-Louise Ndakoze. Aber nur, weil Nachfahren der Opfer nicht locker ließen:
„Wenn die Bundesregierung jetzt an den deutschen Kolonialismus erinnern will, dann vor allem aus einem Grund: Sie wird daran erinnert. Und das seit Dekaden: Von den Nachfahren all jener geschätzt 300.000 Widerständigen aus dem heutigen Tansania, die das deutsche Kaiserreich umbringen ließ, von den Hinterbliebenen der rund 75 000 Ovaherero und Nama, die von deutschen Offizieren umgebracht wurden. Von denen, die ihre Ahnen heute in Deutschland suchen – unter den Tausenden Schädeln, die in den Depots deutscher Museen lagern.“
Ein weiterer Grund für die Thematisierung kolonialer Verantwortung im Koalitionsvertrag sei Frankreich. Emmanuel Macron will in seiner Amtszeit Voraussetzungen dafür schaffen, die einst nach Frankreich entführte afrikanische Raubkunst zurückzugeben. Das erschwere Deutschland weiter zu schweigen.
Ein hörenswerter Kommentar!
 
Der Radiokommentar zum Nachhören

STUDIE | EU-Vergleich: Schwarze in Deutschland stärker benachteiligt

 
Einem Artikel im Tagesspiegel zufolge sehen sich Schwarze Menschen in Deutschland noch öfter Herabsetzung und Gewalt ausgesetzt als im übrigen Europa. Das sei eines der Ergebnisse der jüngsten Untersuchung, mit der die Europäische Grundrechte-Agentur (FRA) Diskriminierungserfahrungen von Minderheiten in den 28 Mitgliedsstaaten der EU abgefragt habe. Während im europäischen Durchschnitt ein knappes Viertel (24 Prozent) der Menschen mit einem Familienhintergrund im Afrika südlich der Sahara von solchen Erfahrungen in den vergangenen zwölf Monaten berichteten, klagten darüber ein Drittel (33 Prozent) von ihnen, die in Deutschland lebten.
Die Studie zu den Diskriminierungserfahrungen von Minderheiten belege darüber hinaus, dass sich EU-weit Menschen aus Nordafrika, aus der Subsahara und Roma am meisten diskriminiert fühlten. Diskriminiert würden die Menschen am häufigsten bei der Arbeitssuche und am Arbeitsplatz, gefolgt von Problemen bei der Wohnungssuche. Hierzu gebe es für Deutschland bereits einige Untersuchungen, die das sehr klar bestätigten.
 
Zum Tagesspiegel-Artikel

VERANTWORTUNGSVOLLER KONSUM | Onlineportal " Der Nachhaltige Warenkorb"

 
Wie können Verbraucher*innen aktiv etwas für das Klima tun? Wie gelingt ihnen umweltbewusster und sozialer Konsum? Woran erkennen sie nachhaltige Angebote? Antworten auf diese und viele weitere Fragen liefert "Der Nachhaltige Warenkorb" des Rates für Nachhaltige Entwicklung. Das Onlineportal wurde komplett überarbeitet und aufgefrischt, um weiterhin unabhängig und serviceorientiert über mehr Nachhaltigkeit im Alltag zu informieren. Unter www.nachhaltiger-warenkorb.de erhalten Nutzer*innen mit wenigen Klicks Informationen zu Essen und Trinken, Strom und Heizen, Elektronik, Mode und Kosmetik, Wohnen und Haushalt, Reisen und Mobilität, Spielzeug sowie nachhaltiger Geldanlage. 
 
Zum Onlineportal

PRESSESCHAU

Jeden Monat stellen wir eine Presseschau zu den Themen Entwicklungszusammenarbeit, Entwicklungspolitik sowie Afrika mit besonderem Augenmerk auf Tansania zusammen

Presseschau Februar 2018

HABARI – das Magazin

AKTUELLE AUSGABE | Dezember 2017

SPENDEN

 
Unterstützen Sie uns! Mit einer Spende können Sie einen wichtigen Beitrag zu unserer vielfältigen Arbeit und unseren Service- und Informationsdiensten leisten. Gemeinsam engagiert für faire globale Verhältnisse - wir freuen uns über Ihre Spende!

TERMINE

 
Zahlreiche aktuelle Termine finden Sie auf unserer Homepage.

 
Facebook
www.tanzania-network.de

KONTAKT


Tanzania-Network.de e.V.

Kameruner Straße 1

D-13351 Berlin



Tel +49 (0)30 - 4172 3582 

Fax +49 (0)30 - 4172 3583

Bürozeiten

Montag bis Donnerstag
jeweils 10 - 12h und 13 - 15h

Email
ks@tanzania-network.de


WERDEN SIE MITGLIED


als Gruppe, Institution oder Einzelperson
 
Karibuni wote - alle sind willkommen! 
Mit Ihrer Unterstützung ermöglichen Sie die kulturelle, bildungs- und entwicklungspolitische Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Tanzania.
 
mehr Infos
NEWSLETTER ABBESTELLEN

Email Marketing Powered by Mailchimp