Liebe Arthouse Kino-Gäste

Heute möchten wir Ihnen unser "jüngstes" Kino vorstellen, das Duplex Movie 1 + 2.

Der kleine Platz hinter dem Rüdenplatz hiess bis ins 19. Jahrhundert Nägelihöfli, benannt nach dem Anwohner und Hausbesitzer Heinrich Nägeli.
Mitte der 1970er Jahre wurden die Häuser Rüdenplatz 5, 7, 8 und 9 (heute Nägelihof 1–4) durch den Architekten Jochen Uhl renoviert und umgebaut. Die Bauherren wollten die alte Grundsubstanz der teilweise bis ins 13. Jahrhundert zurückdatierenden Häuser erhalten. Das alte Wohnhaus am Nägelihof 4 mit einer ehemaligen Schlosserei im Erdgeschoss wurde ausgekernt, im Sockel wurde ein Ladenlokal, in den drei Obergeschossen zwei Kinosäle eingebaut, im 1. Stock der Saal 1, im 2. Stock der Saal 2  und im 3. Stock der kleine Balkon des Movie 2 mit 31 Plätzen.
 
Eröffnung des Kinos Movie 1 und 2 war im November 1977 mit den beiden Filmen „Padre Padrone“ der Gebrüder Taviani und „Les Indiens sont encore loin“ von Patricia Moraz, die zusammen mit der damals blutjungen Isabelle Huppert bei der Eröffnung anwesend war.
 
2003 stand eine erste Renovation an, im Movie 2 wurden als Wandschmuck eine Fotoinstallation mit Bildern des Zürcher Fotografen und Grafikers Walter Pfeiffer angebracht.
 
2010 wurden im im Movie 1 Fotos und Standbilder aus Filmen von Jean-Luc Godard montiert: Brigitte Bardot, Jean-Paul Belmondo, Jean Seberg, Michel Piccoli und Jean-Luc Godard schmücken seither die Wand.
 
Im Parterre finden sich in einer Vitrine zwei Originalpreise für den Film "The Search" (Die Gezeichneten) – USA / CH 1948, Drehbuch Richard Schweizer, Regie Fred Zinnemann, mit Montgomery Clift in der Hauptrolle:

  • Ein OSCAR für „Best Writing, Motion Picture Story“ für Richard Schweizer (diese Kategorie gibt es heute nicht mehr).
  • Ein GOLDEN GLOBE für „Best Screen Play – Motion Picture“ für Richard Schweizer

Die Preise sind Leihgaben des Präsidialamtes der Stadt Zürich.
 
Für einen Absacker nach dem Kino schenkt die Bar „Le Philosophe“ am Nägelihof von Bier über prickelnde Crémants bis hin zu Cocktails alles aus, was das Herz begehrt.
Wenn der Hunger ruft – womöglich auf französisch? – dann serviert das Restaurant „Mère Catherine“ erlesene Gerichte aus seiner klassisch südfranzösischen Küche - im Sommer im lauschigen Nägelihof, im Winter im gemütlichen Restaurant. Bon Appétit!


Herzlichst

++ 50 JAHRE FRAUENSTIMM- UND WAHLRECHT ++

1848 garantierte die neue Bundesverfassung den Schweizern das allgemeine Stimm- und Wahlrecht. Frauen waren nicht mitgemeint.
 
1868 verlangten erstmals die Zürcher Frauen anlässlich der kantonalen Verfassungsänderung das Wahlrecht – vergebens.
 
1948 feierte die Schweiz das 100jährige Bestehen der Bundesverfassung und die Schweiz als „ein Volk von Brüdern“. Die Schwestern warteten immer noch auf das Wahlrecht. Zu diesem Zeitpunkt hatten bereits alle europäischen Länder das Frauenwahlrecht eingeführt – ausser die Schweiz, Liechtenstein und Portugal.
 
1971, genauer am 7.2. – nach mehr als 100 Jahren Kampf – erhielten die Schweizer Frauen endlich das Stimm- und Wahlrecht.

Zu diesem Anlass möchten wir gerne drei Filme vorstellen:


An oberster Stelle steht hier natürlich „Die göttliche Ordnung“, der erste Spielfilm über das Schweizer Frauenstimmrecht und dessen sehr späte nationale Einführung. Drehbuchautorin und Regisseurin Petra Volpe nimmt das Publikum mit auf eine emotionale Reise in die ländliche Schweiz der 1970er Jahre und diese bahnbrechende Zeit.
 

Anfang des 20. Jahrhunderts radikalisierte sich die Frauenbewegung in Grossbritannien nach jahrzehntelangem friedlichen Kampf und war bereit, das Gesetz zu brechen, um endlich zu ihrem Recht zu gelangen.
Das britische Drama "Suffragette" (2015) von Sarah Gavron zeigt den Kampf dieser Suffragetten für das Wahlrecht, gerechte Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen.

 

„Die Hälfte der Welt gehört uns - Als Frauen das Wahlrecht erkämpften"  von Annette Baumeister ist ein historisches TV-Dokudrama aus dem Jahr 2018 und folgt der britischen Frauenrechtlerin Emmeline Pankhurst, der französischen Journalisten und Suffragette Marguerite Durand, der deutschen Sozialreformerin und Frauenrechtlerin Marie Juchacz und der deutschen Juristin und Aktivistin Anita Augspurg auf ihrem langen, steinigen Weg für eine gerechtere Welt.

 
Instagram
Facebook
Website






This email was sent to <<E-Mailadresse>>
why did I get this?    unsubscribe from this list    update subscription preferences
Arthouse Kinos · Nägelihof 1 · Zurich 8001 · Switzerland