Liebe Arthouse Kino-Gäste

Heute stellen wir Ihnen gerne unser elegantes Arthouse Alba am Central vor.

Anfang der 1950er Jahre erfüllte sich der Zürcher Architekt Giovanni Zamboni einen langgehegten Traum und baute ein Hotel mit Theater im Herzen Zürichs. Die trapezförmige Liegenschaft oberhalb des Centrals wurde am 12.10.1951 eröffnet. Der Betrieb des Variétés unter dem Namen „Theater am Central“ spielte meist gehobene Boulevardkomödien und Kammerspiele. Namhafte Schauspieler*innen wie Maria Becker, Anne-Marie Blanc und Heinz Rühmann standen auf der Bühne und übernachteten im Hotel. Da Zamboni für das Theater keine Subventionen erhielt, war der Betrieb von Anfang an defizitär und so entschloss er sich, das Theater zu schliessen und in ein Kino umzuwandeln.
Nach geringfügigem Umbau wurde das Kino Alba am 15.11.1958 mit dem Film „This Happy Feeling“ von Blake Edwards eröffnet.
Der Kinosaal wurde unter Denkmalschutz gestellt und 1999 von der Arthouse Gruppe übernommen.

2007 wurde das Kino mit viel Aufwand und dem Ziel, die historischen Besonderheiten zu erhalten sehr sorgfältig renoviert. Eine Auflage der Denkmalpflege war, die vorhandene Goldtapete zu ersetzen. Dies sollte ein grösseres Unterfangen werden und 5 Jahre dauern, denn dafür mussten eigens in Deutschland zwei Walzen à je 500 kg neu gegossen werden und die Tapete wurde schliesslich – nach unzähligen Papierproben – in Italien gedruckt. Das charakteristische Merkmal des Saals, die organisch geformte Raumschale und das schmale, elegante Foyer konnten vollumfänglich erhalten werden.
 
So bietet die qualitätsvolle 50er-Jahre-Architektur des Alba behagliche Vertrautheit und Beständigkeit in einer sich rasant wandelnden Stadt.
 
Ein Katzensprung vom Alba entfernt, über das Central hinweg und in die Stampfenbachstrasse hinein, offeriert das Restaurant Commihalle italienische Küche mit hausgemachter Pasta, inklusive der legendären Spaghettata und Tavolata. Ein perfekter Ort also, den Kinobesuch ausklingen zu lassen!


Herzlichst

++ 75 JAHRE DAVID LYNCH ++


David Lynch wurde am 20.1.1946 in Montana geboren. Neben Regie, Drehbuch und Produktion beschäftigt er sich auch mit Malerei, Fotografie, Bildhauerei und Lithografie, ein vielseitiger Künstler auf verschiedenen Ebenen.
Bekanntheit erlangte Lynch jedoch vor allem mit seinen Filmen, von denen wir heute gerne zwei – eher frühere Werke – vorstellen möchten.
 
THE ELEPHANT MAN entstand 1980, wurde in schwarzweiss gedreht und basiert auf der realen Geschichte von Joseph Merrick. John Hurt spielt den von einer Krankheit grausam entstellten Elefantenmenschen John Merrick, den der Arzt und Chirurg Frederick Treves, gespielt von Anthony Hopkins, aus seiner misslichen Lage als Monster-Attraktion in einem Londoner Jahrmarkt befreit. Es stellt sich heraus, dass sich hinter Merricks furchteinflössender Gestalt ein freundlicher, intelligenter und sensibler Mann verbirgt.
 
Nachdem alle Studios abgelehnt hatten, las der Produzent Mel Brooks das Drehbuch und war – auch nachdem er Lynchs Erstlingswerk „Eraserhead“ gesehen hatte - Feuer und Flamme. Er gründete eigens für die Dreharbeiten die Produktionsfirma "Brooskfilm" und da er fürchtete, das Publikum könnte den Film für einen seiner albernen Parodien bekannter Filme halten, wollte er nicht, dass sein Name auf Plakaten und in den Credits auftauchte. Der Film erhielt 8 Oscar- und 4 Golden Globe-Nominierungen, konnte sich aber in keiner Kategorie durchsetzen.
 
John Hurt erschien an seinen Drehtagen jeweils um 5 Uhr morgens auf dem Set, verbrachte bis zu 8 Stunden in der Maske, drehte dann bis 22.00 Uhr und es brauchte danach nochmals 2 Stunden, um ihn von der Maske wieder zu befreien.
 

BLUE VELVET, ein surrealistischer Mysterythriller, wurde 1986 gedreht und spielt in einer Kleinstadt der USA. Der Collegestudent Jeffrey Beaumont findet hinter der idyllischen, kleinbürgerlichen Fassade der Kleinstadt die dunklen Abgründe der menschlichen Existenz: Gewalt, Sadismus und Korruption. In der Rolle von Jeffrey spielt Kyle MacLachlan, der später auch in der legendären Serie „Twin Peaks“ die Hauptrolle des FBI-Agenten Dale B. Cooper übernahm. In weiteren Rollen sehen wir Isabella Rossellini, Dennis Hopper und Laura Dern.

Inspiriert wurde Lynch durch das gleichnamige Lied von Bobby Vinton und er arbeitete mehrere Jahre lang am Drehbuch.

Auffällig sind die teilweise intensive Verwendung der Farben Blau, Rot und Weiss sowie die surrealen Traumsequenzen, ein wiederkehrendes Merkmal in Lynchs Filmen. "Blue Velvet" löste sowohl begeisterte Kritiken als auch wütende Proteste aus.

 
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Arthouse Kinos · Nägelihof 1 · Zurich 8001 · Switzerland