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30.08.2021

PRessezusammenfassung, 30.08.2021
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IV in den Medien

Neumayer zu Reform des Arbeitslosengeldes: Brauchen ein Gesamtpaket 

Industrie schlägt Entwicklung einer bedarfsorientierten „MINT-Roadmap“ vor

Starker Optimismus prägte Sommerfest der IV-Tirol

IV-OÖ: Innviertel war 2020 die wachstumsstärkste Industrieregion Österreichs

Allgemein

Corona-Kurzarbeit geht weiter zurück

RBI sieht zwar keine Hyperinflation, aber höheres Teuerungspotenzial

Industrie-Aufschwung geht weiter – Lieferprobleme bremsen jedoch

Kanzler Kurz als VP-Obmann wiedergewählt

AMS-Vorstand: „Pensionsschrauben“ sollen gedreht werden

Faßmann hält 1G-Regelung an Unis für möglich

EU will Finanzbildung vorantreiben

IV-Mitglieder in den Medien

SW Umwelttechnik profitierte im Halbjahr von reger Bautätigkeit

BKS Bank: Signifikant höherer Periodenüberschuss im ersten Halbjahr

Windhager eröffnete in Seekirchen neue Erlebnis- und Genusswelt

Alpla kauft steirische Wolf Plastics

SBO-Halbjahresergebnis dreht deutlich in die Gewinnzone

AIT: Versorgung der Industrie zu 100 Prozent mit Erneuerbaren ist möglich 

Papier wird knapp – Preise auf Rekordniveau

Borealis und Greiner Packaging kooperieren mit Schweizer Emmi

Rondo-Verpackung international prämiert

Landwirtschaft steht für die Agrana am Beginn der Wertschöpfungskette

Seele: Vollständige Umstellung auf alternative Antriebe 2045/2050 möglich

 
IV in den Medien

Neumayer zu Reform des Arbeitslosengeldes: Brauchen ein Gesamtpaket 

Für den Herbst hat Arbeitsminister Martin Kocher eine große Debatte über eine Arbeitsmarktreform angekündigt. „Ich glaube, es ist sehr wichtig, über eine Gesamtkonzept zu sprechen“, so der Minister. Dafür plädiert auch die Industriellenvereinigung (IV). „Wir müssen gemeinsam darauf schauen – und zwar möglichst wenig ideologisch, was am meisten Sinn ergibt. Das wäre beispielsweise etwas, worüber man sehr intensiv diskutieren kann“, betonte IV-Generalsekretär Christoph Neumayer. Wenn man das Arbeitslosengeld neu gestalten möchte, müsse man auch über die Gestaltung der Höhe – degressiv oder anderes – sprechen. Neumayer: „Das muss sozusagen ein Kern eines Gesamtpakets sein.“ (27.8. ORF-„ZIB 2“)

Industrie schlägt Entwicklung einer bedarfsorientierten „MINT-Roadmap“ vor

Talente in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) waren schon in der Vergangenheit massiv gefragt. Und diese Nachfrage wird weiter steigen. „MINT-Talente sind die Architekten und damit Gestalter unserer Zukunft“, betonte IV-Vizepräsidentin Sabine Herlitschka bei den Technologiegesprächen in Alpbach. Schon jetzt herrsche eine hohe Dynamik am MINT-Arbeitsmarkt. So liege Österreich beim Jobwachstum von Wissenschaftern und Ingenieuren europaweit auf Rang zwei. Bis 2025 werde mit weiteren 55.500 neuen hochqualifizierten MINT-Jobs gerechnet. Doch noch immer hätten drei von vier Industrieunternehmen Personalengpässe in diesem Bereich. Die IV schlägt daher vor, eine bedarfsorientierte „MINT-Roadmap“ zu entwickeln. Diese solle den Weg zum Ziel der Bundesregierung skizzieren, bis 2030 um 20 Prozent mehr MINT-Graduierte aus HTL, FH und Universitäten sicherzustellen. „Es werden aber auch neue Kommunikationsansätze nötig sein, um die Jugend zu erreichen“, so Herlitschka. Neben zeitgemäßen Kommunikationsformen und -kanälen müssen dabei auch die Botschaften angepasst werden. (29.8. TT S. 30) 

Den IV-Standpunkt zum Thema finden Sie HIER

Starker Optimismus prägte Sommerfest der IV-Tirol

Traditionell am letzten Donnerstag im August lud die IV-Tirol zu ihrem vierten Sommerfest ins Hotel Astoria Resort nach Seefeld. „Nachdem das Fest im vergangenen Jahr ausfiel, freue ich mich, wieder zum geselligen Treff laden zu dürfen“, erklärte IV-Tirol-Präsident Christoph Swarovski. Gemeinsam mit den IV-Tirol-Vizepräsidenten Max Kloger und Hermann Lindner konnten die Festgäste auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr 2021 anstoßen und in die Zukunft blicken. Bestimmende Themen waren der bevorstehende Herbst sowie die konjunkturellen Aussichten. Dennoch prägte insgesamt ein starker Optimismus die Stimmung beim Sommerfest der IV-Tirol. (28.8. Krone/Tirol 30-31, TT S. 48)

IV-OÖ: Innviertel war 2020 die wachstumsstärkste Industrieregion Österreichs

Rund ein Viertel der österreichischen Industrieproduktion und der Exporte werden laut IV-OÖ in Oberösterreich erwirtschaftet. In der Industrie arbeiten knapp 180.000 Personen. Ein Industrie-Beschäftigter in Oberösterreich generiert eine Bruttowertschöpfung im Ausmaß von jährlich 88.000 Euro. Damit ist es das führende Export-, Industrie- und Technologiebundesland. Der Trend zeigt weiterhin nach oben. „Wir haben Jahr für Jahr an Beschäftigung zugelegt, auch die Wertschöpfung ist stets gestiegen“, berichtet IV-OÖ-Geschäftsführer Joachim Haindl-Grutsch. „Das Innviertel war im vergangenen Jahr die wachstumsstärkste Industrieregion Österreichs.“ Zugleich merkt er an, dass lange Verfahren den raschen Infrastrukturausbau in Oberösterreich verhindern. Im Innviertel etwa sieht Haindl-Grutsch noch dringenden Nachholbedarf bei Straße und Schiene. „Eine erfolgreiche Region mit Industriebetrieben braucht bessere Straßen, vor allem der Bezirk Braunau, das Innviertel braucht aber auch eine bessere Schienenanbindung an den Flughafen München.“ (28.8. WZ S. 9)

Allgemein

Corona-Kurzarbeit geht weiter zurück

Die Corona-Kurzarbeit geht seit dem Wiederhochfahren aller Wirtschaftsbereiche nach monatelangem Lockdown kontinuierlich zurück. Nach Angaben des Arbeitsministeriums sind derzeit in 6.398 Betrieben 45.637 Personen zur Kurzarbeit angemeldet. Rund ein Viertel entfällt auf den Bereich Verkehr und Logistik. In Gastronomie und Hotellerie sind nur noch etwa 8.000 Personen in Kurzarbeit – im Mai waren es noch 90.000. Im Handel sind noch 5.000 Personen betroffen (Mai: 42.000), in der Reisebranche gilt noch für 2.000 Personen das Modell der Kurzarbeit. (28.-29.8. Alle TZ) 

RBI sieht zwar keine Hyperinflation, aber höheres Teuerungspotenzial

Die Experten von Raiffeisen sehen aktuell und in den kommenden Jahren ein höheres Inflationspotenzial als in der vergangenen Dekade. Sie erwarten aber keine galoppierende Inflation, sondern Raten zwischen zwei und drei Prozent. Die gefühlte Inflation werde die statistische Teuerungsrate jedenfalls weiterhin recht deutlich überragen, hieß es. Grund dafür sind statistische Gewichtungen. „In fast allen Kunden-Interaktionen ist die Inflation das Thema Nummer eins, sowohl bei Privat- als auch Firmenkunden. Wir erwarten aber keine Hochinflationsphase, sehen keinerlei Anzeichen für eine Hyperinflation. Wir sehen aber sehr wohl höhere Inflationsraten“, sagte Raiffeisen-Research-Chef Gunter Deuber. In den nächsten Monaten dürften die Konsumentenpreise laut Deuber und RBI-Chefanalyst Peter Brezinschek in Europa an der Drei-Prozent-Marke kratzen. An eine in den kommenden Jahren höhere Teuerung glauben die Fachleute, weil einige zuletzt strukturell und global preisdämpfende Effekte abflauen dürften. (28.8. Alle TZ)

Industrie-Aufschwung geht weiter – Lieferprobleme bremsen jedoch

Österreichs Industrie erholt sich weiter kräftig, doch lässt der Schwung wegen der Lieferketten-Probleme etwas nach. Deshalb ist der Bank-Austria-Einkaufsmanagerindex im August zum zweiten Mal hintereinander gesunken, er befindet sich aber noch immer auf hervorragendem Niveau. Das Tempo der Produktionsausweitung hat sich durch die Lieferprobleme und ein schwächeres Neugeschäft verlangsamt, der Jobaufbau jedoch hat sich im August beschleunigt. Die unmittelbaren Geschäftsaussichten sieht man in der Industrie weiter positiv, der Erwartungsindex für die Produktion in den kommenden zwölf Monaten hat sich verbessert, erklärten die Ökonomen der Bank Austria. Die 61,8 Punkte des Einkaufsmanagerindex lägen deutlich höher als es in bisherigen Industrie-Erholungsphasen der Fall war. Für die kommenden Monate könne von einer recht stabilen Fortsetzung des Industrieaufschwungs ausgegangen werden. (28.8. Krone S. 12, Volksblatt S. 20, TT S. 24, VN D2)

Kanzler Kurz als VP-Obmann wiedergewählt

Bundeskanzler Sebastian Kurz ist beim ÖVP-Parteitag in St. Pölten mit 99,4 Prozent der Delegierten-Stimmen als Parteichef bestätigt worden. Neben Kurz wurden auch seine Stellvertreter gewählt. Inhaltlich hat sich der Kanzler bei seiner Rede aktuellen Themen gewidmet. Er formulierte fünf Bereiche, von denen er glaube, „dass sie für unser Land wirklich wichtig sind“: Entlastung, Arbeit, Ökologisierung, Digitalisierung und Migration. In Sachen Corona appellierte Kurz einmal mehr an die Menschen, sich impfen zu lassen. Die Rechnung sei einfach: Je mehr Geimpfte, umso weniger Erkrankte. Die Steuern auf kleine und mittlere Einkommen sollen weiter gesenkt werden. (29.8. Alle TZ) 

AMS-Vorstand: „Pensionsschrauben“ sollen gedreht werden

Um in Österreich weiterhin genug Arbeitskräfte zu haben, werde man auch an den „Pensionsschrauben“ drehen müssen, erklärte AMS-Vorstand Johannes Kopf. Vor allem bei Frauen in Teilzeit oder durch einen späteren Pensionsantritt gebe es hier Potenzial. Allerdings werde der Wirtschaftsstandort auch künftig von der Zuwanderung zum Arbeitsmarkt profitieren. Kopf: „Wir werden auch weiterhin Zuwanderung haben – und brauchen.“ Seit dem Jahr 2009 sei das Arbeitskräftepotenzial aus Beschäftigten und Arbeitslosen von 3,654 auf 4,178 Millionen Menschen angestiegen. Gewachsen sei sowohl die Zahl der Inländer als auch der Zuwanderer. Die Wirtschaftsleistung sei parallel dazu um 70 Mrd. Euro gewachsen. (30.8. OÖN S. 14, Volksblatt S. 15; 29.8. Alle TZ; 28.8. Kleine S. 22-23)

Faßmann hält 1G-Regelung an Unis für möglich

Eine 1-G-Regelung an den Hochschulen, also Zutritt nur für Corona-Geimpfte, hält Bildungsminister Heinz Faßmann für möglich. Die gesetzlichen Vorgaben bzw. das Hausrecht würden dies erlauben, so der Minister an Rande der Alpbacher Technologiegespräche zu einem Vorstoß einzelner Rektoren. Bezüglich der Durchsetzbarkeit zeigte er sich aber skeptisch: Er halte viel von einer systematischen 3G-Regel. Zuletzt haben der Rektor der Uni Klagenfurt, Oliver Vitouch, und der Rektor der Uni Salzburg, Hendrik Lehnert, für eine 1-G-Regelung plädiert. (28.8. Alle TZ)

EU will Finanzbildung vorantreiben

Mehr Finanzbildung könne die „finanzielle Gesundheit“ der Bürger verbessern und Armut verhindern. Darauf hat Mairead McGuinness, EU-Kommissarin für Finanzdienstleistungen, Finanzstabilität und Kapitalmarktunion, beim Forum Alpbach hingewiesen. Nur Bildung schon vom ganz jungen Alter an führe dazu, dass die Menschen ihre eigenen Entscheidungen auch im Finanzbereich treffen können, sagte sie bei einer Diskussion. Die Privathaushalte in der EU haben acht Billionen Euro auf Bankkonten liegen. Das Nullzins-Umfeld führt aber zum realen Geldverlust. Dennoch schlichten nur wenige ihr Geld in andere Anlagen um. Erste-Group-Chef Bernhard Spalt gab zu bedenken, dass Menschen immer mehr sparen, wenn die Zeiten unsicher sind. Finanzbildung brauche es in allen Bereichen. „Politiker müssen ein Framework schaffen, in dem sicher investiert werden kann“, forderte Spalt. (30.8. Standard S. 11, OÖN S. 14, Volksblatt S. 15)

IV-Mitglieder in den Medien

SW Umwelttechnik profitierte im Halbjahr von reger Bautätigkeit

Die börsenotierte Kärntner SW Umwelttechnik hat im ersten Halbjahr von der guten konjunkturellen Situation und regen Bautätigkeit profitiert, wenngleich das Unternehmen derzeit die weltweite Verknappung von Baustoffen und damit verbundene Kostensteigerungen deutlich spürt. Der Umsatz stieg in den ersten sechs Monaten um vier Prozent auf 43,9 Mio. Euro, der Nettogewinn erhöhte sich von 2,9 auf 3,8 Mio. Euro. Besonders positiv hat sich der Geschäftsbereich Hochbau und Wohnen entwickelt. Die hohe Bautätigkeit durch Gewerbe und Industrie führte in diesem Geschäftssegment im ersten Halbjahr zu einem Umsatz von 26,1 Mio. Euro, was 59 Prozent des Gesamtumsatzes entspricht. Insgesamt geht Klaus Einfalt, Vorstandsmitglied der SW Umwelttechnik, von einer Geschäftstätigkeit auf hohem Niveau bis zum Jahresende aus. (28.8. Volksblatt S. 21)

BKS Bank: Signifikant höherer Periodenüberschuss im ersten Halbjahr

Die börsenotierte BKS Bank kann sich über ein ausgezeichnetes Halbjahresergebnis freuen. So wurde ein Periodenüberschuss von 36,6 Mio. Euro (2020: 19,6 Mio. Euro) erwirtschaftet. Erstmals überschritt das Geldinstitut bei der Bilanzsumme die Marke von zehn Mrd. Euro. Dazu beigetragen hat laut Vorstandsvorsitzender Herta Stockbauer die stark ansteigende Konjunktur. „Zwar litten viele Unternehmen im ersten Halbjahr noch unter den Covid-19-bedingten Einschränkungen, dennoch war die Investitionsbereitschaft erfreulich hoch“, sagte Stockbauer. Zuwächse gab es sowohl bei Unternehmens- als auch bei Privatfinanzierungen. Für das Gesamtjahr erwartet Stockbauer eine Fortsetzung des Kreditwachstums. Die große Insolvenzwelle sei bisher ausgeblieben, Entwarnung könne aber noch nicht gegeben werden. (28.8. Kleine S. 25)

Windhager eröffnete in Seekirchen neue Erlebnis- und Genusswelt

Der Salzburger Heizungsspezialist Windhager hat sich, so der Eigentümer Gernot Windhager, zum 100-jährigen Firmenjubiläum einen lang gehegten Traum erfüllt: Am 20. August wurde im Beisein zahlreicher Gäste die neue Ausstellungs- und Erlebniswelt World of Windhager (WOW) auf dem Firmenstandort in Seekirchen eröffnet. „Wir wollen alle unsere großen und kleinen Besucher für die Themen Energie und Umwelt aber auch für das Unternehmen Windhager begeistern“, bekräftigte Geschäftsführer Stefan Gubi. Mehr als vier Mio. Euro wurden in die Errichtung der WOW investiert. Ein weiterer wichtiger Bestandteil davon ist die Genusswelt: Der moderne Gastronomiebereich, der über ein großes Auditorium verfügt, bietet einen Rahmen für Vorträge und Veranstaltungen. Windhager zählt mit 500 Mitarbeitern, eigenen ausländischen Niederlassungen und einem internationalen Partner-Netzwerk zu Österreichs führenden Heizkesselherstellern. Produziert wird ausschließlich in Seekirchen. (28.8. Kurier/Karriere-Teil S. 23)

Alpla kauft steirische Wolf Plastics

Der Vorarlberger Kunststoffverpackungs- und Recyclingspezialist Alpla mit Sitz in Hard übernimmt die steirische Wolf Plastics Group. Das 1973 gegründete Unternehmen Wolf Plastics mit Sitz in Kammern beliefert Mittelständler und internationale Großkunden der Bau-, Lebensmittel- und Chemieindustrie mit Eimern, Kanistern und Flaschen. Mit drei Produktionsbetrieben in Österreich, Ungarn und Rumänien ist Wolf mit seinen derzeit 210 beschäftigten Mitarbeitern in seiner Sparte Marktführer in Zentral- und Südosteuropa. „Wolf Plastics verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in Produktbereichen, in denen wir noch stärker vertreten sein möchten, um unser Portfolio zu erweitern und in Zentral- und Südosteuropa weiter zu wachsen“, sagte Alpla-CEO Philipp Lehner. (28.8. Krone/WiMa)

SBO-Halbjahresergebnis dreht deutlich in die Gewinnzone

Der österreichische Ölfeldausrüster Schoeller-Bleckmann Oilfield (SBO) hat sich im ersten Halbjahr 2021 weiter vom Corona-bedingten Auftragseinbruch erholt. Der Umsatz steigt seit mehreren Quartalen kontinuierlich an. CEO Gerald Grohmann erwartet, dass die Öl- und Gasförderer ihre Investitionen im kommenden Jahr wieder kräftig hochfahren werden. „Das Halbjahresergebnis hat zwar noch einen etwas geringeren Umsatz als das vorjährige Halbjahr, aber doch schon deutlich in die Gewinnzone gedreht“, so Grohmann. „Und das ist insofern erfreulich, als ja das erste Quartal 2020 noch ein ganz normales, sehr starkes Quartal war und die Covid-Welle uns und die ganze Industrie erst im zweiten Quartal voll getroffen hat.“ SBO hat in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 137,2 Mio. Euro an Auftragseingängen verbucht und damit fast das Niveau des ersten Halbjahres 2020 (144,5 Mio. Euro) erreicht. (28.8. Krone/WiMa)

AIT: Versorgung der Industrie zu 100 Prozent mit Erneuerbaren ist möglich 

Ein Drittel der gesamten Energie in Österreich fließt in die Industrie. Ohne die Mitarbeit der Industrie ist die Klimaneutralität daher nicht erreichbar. 2018 wurde deshalb der Arbeitskreis „New Energy for Industry“ (Nefi) gegründet. Zu den Trägern zählen das Austrian Institute for Technology (AIT) und die Montanuniversität Leoben, wo im Nefi-Lab die Innovationszentrale des Projektes angesiedelt ist. Nach drei Jahren Arbeit sind die Forscher sicher: „Die Versorgung der Industrie zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie ist möglich“, so Wolfgang Hribernik vom AIT. Die technischen Lösungen werden in Nefi mit einzelnen Forschungs- und Demonstrationsprojekten untermauert. „Sie sollen zeigen, was funktioniert und wie verschiedene Technologien – auch wirtschaftlich – bestehen.“ In bisher 17 Projekte fließen insgesamt 24,6 Mio. Euro. Für AIT-Forscher Hibernik brauche es neben den Technologien auch die richtigen Rahmenbedingungen. So gebe es zwar dank des Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzes (EAG) die Möglichkeit von Energiegemeinschaften, allerdings nur im selben Netzabschnitt. „Bei Betrieben kann es aber sein, dass dieses Kriterium nicht erfüllt wird.“ (28.8. Kleine S. 24-25)

Papier wird knapp – Preise auf Rekordniveau

Eigentlich freuen sich die heimischen Druckereibetriebe über volle Auftragsbücher. „Die Auftragslage ist seit rund drei Monaten eine wirklich gute“, berichtet Branchensprecher Gerald Watzal. Aber eben nur eigentlich. Denn die Druckereien kämpfen darum, überhaupt an Papier für ihre Aufträge zu kommen. Man habe auch bereits Aufträge ablehnen müssen. Die Lieferzeiten für größere Mengen würden aktuell bei rund sechs bis sieben Wochen liegen. Gründe dafür gibt es viele: Gestiegene Rohstoffpreise, weniger Altpapier, eine wieder höhere Nachfrage – und Hamsterkäufe. Außerdem sind auch die Problematik im Suezkanal und schwer verfügbare Container Brandbeschleuniger für die Papierlieferengpässe, weil Druckkapazitäten aus Asien deswegen zurückkommen. Gleichzeitig wird Zellstoff „global gehandelt und gekauft“, und „die Nachfrage in Asien und den USA saugt sehr viel Menge auf“, so Thomas Salzer, Geschäftsführer der Salzer Papier GmbH. Dennoch sieht er, dass zumindest die Steigerung im Zellstoff- und auch Energiebereich „nicht mehr so stark“ ist. Salzer: „Ich denke, dass hier ein Plafond erreicht ist“. (30.8. Kurier S. 8)

Borealis und Greiner Packaging kooperieren mit Schweizer Emmi

Das Schweizer Molkereiunternehmen Emmi kooperiert mit Borealis und Greiner Packaging, um seinen Caffè Latte in Trinkbechern aus chemisch recyceltem Polypropylen anbieten zu können. Produziert werden diese Becher von Greiner Packaging mit Sitz in Kremsmünster. Das chemisch recycelte Material kommt von Borealis mit Sitz in Wien und Innovationszentrum in Linz. Grundsätzlich ermöglicht chemisches Recycling die Rückgewinnung von chemischen Rohstoffen aus Plastikabfällen, die sich sonst nur schwer mechanisch recyceln lassen. „Wir pflegen sowohl mit Emmi als auch mit Borealis eine langjährige und erfolgreiche Partnerschaft. Dieser Erfolg steht im Zeichen unserer Bemühungen, eine Kreislaufwirtschaft zu etablieren“, betonte Vincenzo Crescenza, Key Account Manager bei Greiner Packaging. (30.8. Volksblatt S. 14)

Rondo-Verpackung international prämiert

Die Frastanzer Rondo Ganahl AG, Spezialist für Recycling von Altpapier und die Herstellung von Wellpappe-Rohpapieren sowie von individuellen Verpackungen aus Wellpappe, darf sich über eine internationale Auszeichnung freuen. Der innovative Zapfturm für Fruchtsäfte erhielt den „WorldStar Packaging Award 2021“ in der Kategorie Getränke. Bereits im Oktober des Vorjahres hatte dieser auch den „Wellpappe Austria Award 2020“ erhalten. „Unsere innovative Bag-in-Box-Verpackungslösung ist für Fruchtsäfte aller Art geeignet“, erklärt Karl Pucher, Geschäftsleiter von Rondo am Standort St. Ruprecht in der Steiermark. Der Zapfturm bietet nicht nur vielfältige Individualisierungsmöglichkeiten. Ein wesentlicher Vorteil ist auch die einfache Entsorgung. (28.8. VN D2)

Landwirtschaft steht für die Agrana am Beginn der Wertschöpfungskette

Markus Mühleisen leitet seit Juni das börsenotierte Frucht-, Zucker- und Stärkeunternehmen Agrana mit insgesamt 56 Produktionsstandorten und 9.000 Beschäftigten. Zuletzt führte er das gesamte Geschäft von Arla Foods in Deutschland und Österreich mit den Marken Arla, Castello oder Lurpak. Die Landwirtschaft steht für die Agrana jedenfalls am Beginn der Wertschöpfungskette. „Wir sind hier in Österreich einer der wichtigsten Abnehmer landwirtschaftlicher Rohstoffe“, so Mühleisen. „Wir verarbeiten in unseren Werken jährlich über 2,5 Mio. Tonnen heimische Zuckerrüben, mehr als 300.000 Tonnen Kartoffeln und 1,6 Mio. Tonnen Getreide und Mais.“ Auch auf Mühleisen warten große Herausforderungen. „Flexibilität, Agilität und Teamwork auf Distanz waren und sind eine neue Normalität, mit der wir arbeiten.“ (28.8. Kurier S. 12)

Seele: Vollständige Umstellung auf alternative Antriebe 2045/2050 möglich

Die EU-Kommission hat festgelegt, dass ab 2030 keine Verbrennungsmotoren mehr gebaut werden sollen. Das bedeutet aber noch lange nicht das automatische Ende für Benzin- und Dieselautos auf Österreichs Straßen. Der scheidende OMV-Chef Rainer Seele geht davon aus, dass eine vollständige Umstellung auf alternative Antriebe erst ab etwa 2045/2050 möglich sein wird. Die Zeit für Neuzulassungen und die Lebensdauer der Verbrennungsmotoren von etwa zehn Jahren würden das Projekt verzögern – „länger als wir alle glauben“, sagte Seele. (29.8. TT S. 30; 28.8. Ö1-„Im Journal zu Gast“)