IV-Exklusiv
Montag, 14. November 2016

MINT-Qualitätsoffensive von IV und Partnern gestartet

Das neue bundesweit gültige „MINT-Gütesiegel“ holt ausgezeichnete MINT-Schulen vor den Vorhang und unterstützt die Profilbildung im naturwissenschaftlich- technischen Bereich. „MINT-Coaching“ wird interessierte Schulen dabei unterstützen, sich zu MINT-Schulen weiterzuentwickeln. Die Industriellenvereinigung (IV) war zentrale Impulsgeberin der Initiative und versteht ihr Engagement als Fortsetzung und Intensivierung ihres langjährigen Schwerpunktes zur Sicherstellung des Innovationsnachwuchses in Österreich.

Bildungsministerin Hammerschmid, IV-Präsident Kapsch, Präsident Fouquet (Wissensfabrik Österreich) sowie Rektorin Petz (PH Wien) starteten heute mit einer gemeinsamen Pressekonferenz eine Qualitätsoffensive für den naturwissenschaftlich-technischen Schulunterricht. Gemeinsame Zielsetzung der Projektpartner ist es, die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) aufzuwerten und mehr junge Menschen für Bildungs- und Berufswege in diesem Feld zu interessieren.

Mit dem neuen bundesweit gültigenMINT-Gütesiegel“ können künftig Schulen ausgezeichnet werden, die einen besonders innovativen und begeisternden Unterricht anbieten. Mit dem Gütesiegel wird den Schulen die Möglichkeit gegeben, Erfolge in Schulentwicklung und Profilbildung öffentlichkeitswirksam darzustellen und sich in der Bildungslandschaft entsprechend zu positionieren. Das Gütesiegel ist drei Jahre gültig, eine Wiedereinreichung ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich.

An ausgezeichneten „MINT-Schulen“ finden unter anderem folgende Kriterien Berücksichtigung:

  • Verankerung von MINT im Schulprofil
  • Forcierung von anwendungsorientiertem, fächerübergreifenden sowie forschendem Lernen (inkl. Maßnahmen im Bereich Digitalisierung)
  • Einbeziehung außerschulischer Lernorte wie innovativer Unternehmen oder Hochschulen
  • Schaffung von vielfältigen und gleichberechtigte Zugänge für Mädchen und Burschen, um atypischen Bildungs- und Berufsentscheidungen entgegenzuwirken 
  • Einbeziehung der MINT-Berufswelt in den Unterricht
  • Engagement in MINT-Wettbewerben oder MINT-Förderschienen
  • Unterstützung der Professionalisierung der MINT-Pädagoginnen und -Pädagogen
  • Bei technischen Schulen (insb. HTL): Zusammenarbeit mit vorgelagerten Bildungseinrichtungen ab dem Kindergarten, um MINT-Begeisterung zu entfachen

Das MINT-Gütesiegel richtet sich an alle Vollzeit-Schulen in Österreich und wird in 3 Kategorien vergeben: Primarstufe, Sekundarstufe und in der Spezialkategorie „Technische Schulen“ (insb. der HTL). Eine Bewerbung interessierter Schulen ist bis 31.1.2017 unter www.mintschule.at möglich. Nach Prüfung definierter Qualitätskriterien durch eine Fachjury werden erfolgreiche Schulen öffentlichkeitswirksam im Mai 2017 im Haus der Industrie von der Bildungsministerin ausgezeichnet.

In die Qualitätsoffensive sollen aber auch Schulen einbezogen werden, welche die Qualitätskriterien für das neue MINT-Gütesiegel noch nicht erfüllen, jedoch eine Professionalisierung bzw. stärkere Ausrichtung auf den naturwissenschaftlich-technischen Bereich anstreben. Mit dem neuen Programm „MINT-Coaching“ werden im Rahmen schulinterner Fortbildungstage standortspezifisch Ziele und konkrete Umsetzungsschritte auf dem Weg zum MINT-Gütesiegel festgelegt. Das Coaching-Programm wird in der nun folgenden Pilotphase von den Pädagogischen Hochschulen Steiermark, Salzburg und Wien konzipiert und an 6 Schulstandorten umgesetzt und getestet. Nach einer Evaluierung und mit Beginn des Schuljahres 2017/18 wird mit Unterstützung des Bildungsministeriums das österreichweite Rollout beginnen und das neue Konzept sukzessive in die Weiterbildungsprogramme weiterer PHs übernommen werden.

Die IV war zentrale Impulsgeberin der Initiative, denn noch immer sind 8 von 10 Industrieunternehmen mit Rekrutierungsproblemen in Zukunftsbereichen, wie Technik, Produktion oder F&E konfrontiert. Globale Trends wie die Digitalisierung der Wirtschaft (Industrie 4.0) werden auch in Österreich zu einer weiteren Zuspitzung der Rekrutierungssituation sorgen, jedoch auch ein höheres Maß an Technikmündigkeit der Gesellschaft erfordern. Der größte Hebel für mehr Technikaffinität und mehr MINT-Begeisterung liegt in der Bildung, der mit der heute vorgestellten Initiative zentral aktiviert werden soll.  

Ausschreibung MINT-Gütesiegel 2017-2020 | Bewerbung bis 31. Jänner 2017 unter www.mintschule.at

Kontakt: Wolfgang Haidinger

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Stellung des Europäischen Regulators zur Trennung der Strompreiszone wohl EU-rechtswidrig

Am vergangenen Dienstag (8. November) gaben die Vertreter der europäischen Strom-Regulierungsbehörden grünes Licht für einen Entscheidungsentwurf der EU-Regulierungsbehörde ACER, die in der Bewertung der Kapazitätsberechnungsregionen auch eine Trennung der deutsch-österreichischen Strompreiszone vorsieht. Die Industriellenvereinigung (IV) kritisiert diese Entscheidung scharf und steht damit gemeinsam an breiter Front aus Industrie, Wirtschaft und der nationalen Regulierungsbehörde E-Control.

Im Vorfeld dieser Entscheidungsfindung hat die IV ein Rechtsgutachten der Anwaltssozietät Clifford Chance Deutschland LLP an ACER übersendet. Damit legt die IV nicht nur ihre klare Perspektive dar, sondern weist auch auf schwerwiegende prozessuale und sachbezogene rechtliche Fehler hin - und zwar im Entscheidungsentwurf und dem gesamten gegenständlichen Prozess. Diese Einschätzung wurde an die in ACER repräsentierten nationalen Regulatoren übermittelt, wobei Clifford Chance Deutschland auch klar auf die Möglichkeit hingewiesen hat, dass im weiteren Verlauf wohl auch Schadenersatzforderungen der Marktteilnehmer geltend gemacht werden könnten.

Die IV teilt die Einschätzung der E-Control, dass laut geltendem europäischem Recht die Entscheidung über etwaige neue Preiszonen – "bidding zones" – nur im Rahmen des parallel laufenden Review Prozess durch den Verband der Europäischen Übertragungsnetzbetreiber (ENTSO-E) möglich ist, nicht aber durch ACER. Eine solche Entscheidung wird für Mitte 2017 erwartet. Der gegenwärtige Versuch von ACER hier Fakten schaffen zu wollen, ist somit sachlich nur als unkorrekt und falsch zu bewerten. Dies wurde auch durch die Generaldirektion Energie der EU-Kommission und das Gericht der Europäischen Union im Grundsatz bestätigt, zuletzt auch in der Fragebeantwortung an das Europäische Parlament vergangene Woche.

Studien renommierter deutscher energiewirtschaftlicher Berater – wie Frontier Economics, Consentec oder Energynautics – belegen eindeutig, dass es derzeit einen Engpass innerhalb Deutschlands, nicht jedoch an der Grenze zu Österreich gibt. Eben diese technischen Netzengpässe können und dürfen nicht willkürlich an Staatsgrenzen verschoben werden, sondern müssen dort behoben werden, wo sie tatsächlich auftreten. Jede andere Lösung steht im Widerspruch zur EU-Warenverkehrsfreiheit, da dies der Schaffung einer generischen Handelsbarriere gleichkommt.

Die IV wird auch künftig weitgehende Aktivitäten setzen zur Abwehr der drohenden Auftrennung des bestintegrierten Strommarkts innerhalb der EU. Gerade durch die Vernetzung und Koordinierung der heimischen Stakeholder konnten klare Akzente gesetzt und die Diskussion versachlicht werden. Angesichts des politisch proklamierten Ziels einer Europäischen Energieunion bedarf es einer klaren politischen Ansage und eines eindeutigen Bekenntnisses zum Erhalt des gemeinsamen Marktgebietes.

Kontakt: Michael Fuchs

Aktuelle Studie bestätigt erneut: Großer Verbesserungsbedarf in Österreich bei Nachhaltigkeit im Pensionssystem

Österreich liegt laut aktueller Studie von Mercer in Kooperation mit Agenda Austria nur auf Platz 18 von 27 ausgewählten Ländern. Ersichtlich wird, dass das österreichische Pensionssystem unverändert großen Verbesserungsbedarf in Sachen Nachhaltigkeit hat. Die Industriellenvereinigung (IV) fordert Strukturreformen, insbesondere wirksame Einschränkung frühzeitiger Pensionsmöglichkeiten.

Der Melbourne Mercer Global Pension Index 2016  beschäftigte sich dieses Jahr vor allem mit der Frage, inwieweit die Pensionssysteme der einzelnen Länder auf finanziellen Druck wegen der raschen Alterung der Bevölkerung vorbereitet sind. Es wurden dabei die Pensionssysteme von 25 Ländern untersucht und auf deren Abschneiden nach den Indikatoren Angemessenheit, Nachhaltigkeit und Integrität bewertet. Mit einem Gesamtindex von 51,7 (von 100 möglichen Punkten) hat sich das österreichische Pensionssystem im Vergleich zum Vorjahr (52,2) leicht verschlechtert.

Die schlechten Ergebnisse für Österreich sind vor allem durch die mangelnde Nachhaltigkeit begründet. In diesem Bereich, in dem auch die Finanzierung des Pensionssystems betrachtet wird, hat Österreich in der Studie verloren (16,0 Punkte, 2015: 17,2,). Dahinter liegt nur noch Italien mit 13,5 Punkten. Im Gegensatz zu Modellen in anderen Ländern, wie zum Beispiel in Schweden, gibt es im österreichischen System keine automatische Anpassung an demografische Entwicklungen. Deswegen fordert die Industriellenvereinigung tiefgreifende Strukturreformen. Insbesondere braucht es neben der wirksamen Einschränkung frühzeitiger Pensionsmöglichkeiten, eine raschere Angleichung des gesetzlichen Frauenpensionsalters an jenes der Männer und die Implementierung eines Nachhaltigkeitsmechanismus, der die steigende Lebenserwartung automatisch berücksichtigt.

Kontakt: Helwig Aubauer , Eva Landrichtinger

EU-Kommission verabschiedet Erweiterungspaket

Die Europäische Kommission hat das jährliche Erweiterungspaket verabschiedet. Darin wird beurteilt, wie weit die Länder des westlichen Balkans und die Türkei bei der Umsetzung wichtiger politischer und wirtschaftlicher Reformen vorangekommen sind. Die Industriellenvereinigung (IV) verweist auf die schrittweise Verbesserung der wirtschaftlichen Lage in diesen Regionen. Dennoch stehen alle Erweiterungsländer auf wirtschaftlicher und sozialer Ebene vor großen strukturellen Herausforderungen.

Die derzeitige Erweiterungsagenda betrifft die Länder des westlichen Balkans und die Türkei. Aufgenommen wurden Beitrittsverhandlungen mit den Kandidatenländern Türkei (2005), Montenegro (2012) und Serbien (2014), jedoch noch nicht mit der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien (seit 2005 Kandidatenland) und Albanien (Kandidatenstatus seit 2014). Bosnien und Herzegowina sowie das Kosovo sind potenzielle Beitrittskandidaten.

In dem am 9. November vorgestellten Fortschrittsbericht wird vor allem die bisherigen Bemühungen Tiranas gelobt. Eine im Juli beschlossene Reform sieht unter anderem vor, dass Kandidaten für Ämter im Justizapparat künftig von internationalen Experten begutachtet und dem Parlament zur Ernennung vorgeschlagen werden. Auch könne Albanien „solide Erfolge" in der Bekämpfung von Korruption und Organisiertem Verbrechen verbuchen. Brüssel empfiehlt zum ersten Mal Beitrittsgespräche mit Albanien. Für die endgültige Eröffnung von Beitrittsgesprächen bedarf es jedoch der Einstimmigkeit unter den 28 EU-Staaten. Die EU-Kommission zeigt sich schwer besorgt über die jüngsten Entwicklungen in der Türkei (vor allem in den Bereichen Grundrechte und Meinungsfreiheit). Die Kommission hält dennoch an den Beitrittsverhandlungen mit Ankara fest. Türkische Überlegungen zur Wiedereinführung der Todesstrafe wären laut EU-Kommission jedoch nicht mit der EU und mit den internationalen Verpflichtungen der Türkei vereinbar.

Konkrete Ergebnisse der Fortschrittsberichte:

  • Rechtsstaatlichkeit: Generell wurden Anstrengungen unternommen, um die Rechtsrahmen und Rechtsinfrastrukturen zu modernisieren. Es bestehen in den Justizsystemen der meisten Länder nach wie vor Effizienzprobleme und Mängel in den Bereichen Unabhängigkeit und Rechenschaftspflicht. In den letzten Jahren haben alle Länder ihre Rahmen für die Bekämpfung von Korruption und organisierter Kriminalität ausgebaut.
  • Die Grundrechte sind in den Erweiterungsländern nach wie vor größtenteils gesetzlich verankert. Im westlichen Balkan sind zwar weiterhin Defizite in der Praxis festzustellen, doch im Großen und Ganzen ist die Lage stabil. In der Türkei sind in diesem Bereich Rückschritte zu verzeichnen, und bei der praktischen Verwirklichung sind vielfach erhebliche Defizite festzustellen. Nach dem Putschversuch vom Juli wurde der Notstand ausgerufen. Im Anschluss an den Putschversuch wurde der Vorwurf zahlreicher schwerer Verletzungen des Verbots von Folter und Misshandlung und der Verfahrensrechte erhoben.
  • Im Hinblick auf die Meinungsfreiheit und die Medienfreiheit besteht in den meisten Erweiterungsländern weiterhin Anlass zu besonderer Besorgnis, wenn auch in unterschiedlichem Maße. Wie bereits in den vergangenen beiden Jahren waren in diesem Bereich keine Fortschritte zu verzeichnen. Vor allem in der Türkei sind laufende und neue Kriminalfälle gegen Journalisten, Schriftsteller oder Nutzer sozialer Medien, der Entzug von Akkreditierungen, eine hohe Zahl von Verhaftungen von Journalisten sowie die Schließung zahlreicher Medientitel im Gefolge des Putschversuchs im Juli Anlass zu ernsthafter Sorge.
  • Die Migrationskrise war einer der wichtigsten Punkte der politischen Agenda des vergangenen Jahres. Sie verdeutlichte erneut die strategische Bedeutung der Erweiterungspolitik in der Region. Die faktische Schließung der Westbalkanroute durch die betroffenen Länder hat in Verbindung mit der Erklärung EU-Türkei vom 18. März zu klaren Ergebnissen vor Ort geführt: Die Zahl der irregulären Migranten und Asylsuchenden, die auf den griechischen Inseln ankommen, ist erheblich gesunken (von mehreren Tausend pro Tag auf durchschnittlich weniger als einhundert pro Tag). Auch die Zahl der Todesfälle auf See ist infolgedessen deutlich zurückgegangen.
  • Das ordnungsgemäße Funktionieren der demokratischen Institutionen stellt nach wie vor für eine Reihe von Ländern eine wesentliche Herausforderung dar. Die zentrale Rolle, die den nationalen Parlamenten für die Demokratie zukommt, muss noch in der politischen Kultur verankert werden.
  • Reform der öffentlichen Verwaltung: eine gute Verwaltung, auf Zugang zu Informationen und zur Verwaltungsgerichtsbarkeit muss noch besser geschützt werden.

Die Industriellenvereinigung (IV) betont, dass der Anstieg der Investitionen und die Schaffung von mehr Arbeitsplätzen durch den Privatsektor ein Anzeichen dafür sind, dass sich die wirtschaftliche Lage in diesen Regionen schrittweise verbessert hat. Alle Erweiterungsländer stehen jedoch auf wirtschaftlicher und sozialer Ebene vor großen strukturellen Herausforderungen, zu denen auch wenig effiziente öffentliche Verwaltungen, Effizienzprobleme und Mängel bzw. Verletzungen in den Bereichen Rechtsstaatlichkeit und Einhaltung der Grundrechte und die hohe Arbeitslosigkeit (vor allem Jugendarbeitslosigkeit) gehören.

Den Link zum Dokument finden Sie hier .  

Kontakt: Evangelia Pipergia

Autonomie für Pädagogische Hochschulen: Langfristige IV-Forderung in Angriff genommen

Die Bundesregierung hat angekündigt, die Pädagogischen Hochschulen in die Autonomie zu entlassen. Damit wird eine langjährige Forderung der Industriellenvereinigung (IV) im Hochschulbereich in Angriff genommen.

Aus Sicht der Industrie ist die Autonomie für Pädagogische Hochschulen, die derzeit nachgeordnete Dienststellen des Bundes sind, ein überfälliger und unverzichtbarer Schritt, um eine reibungslose Kooperation zwischen Pädagogischen Hochschulen und Universitäten bei der Umsetzung der PädagogInnenbildung Neu sicherzustellen. Die Autonomie ermögliche ein produktives und im Sinne einer qualitätsvollen Ausbildung notwendiges Zusammenspiel der Hochschulen auf Augenhöhe.

Die IV erwartet sich von der Autonomie der Pädagogischen Hochschulen zudem Profilschärfungen in Forschung und Lehre sowie Vereinfachungen bei den bürokratischen Abläufen. Wie auch bereits die Erfahrungen gezeigt haben, war die Entlassung der Universitäten in die Autonomie wesentlich, um die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Universitäten auf nationaler sowie internationaler Ebene zu stärken. Damit die Pädagogischen Hochschulen nun folgen können, braucht es aus Sicht der IV jedenfalls die notwendigen Instrumente, wie Leistungsvereinbarungen, Entwicklungs- und Organisationspläne sowie begleitende Professionalisierungsmaßnahmen für die handelnden Personen. Auch müssten alle positiven und negativen Erfahrungen mit der Universitätsautonomie bei allen vergleichbaren Entwicklungen unbedingt mitberücksichtigt werden. Schlussendlich sollten alle Ausgliederungspläne schlüssig in ein umfassendes Konzept für den österreichischen Hochschulraum eingebettet werden.

Kontakt: Gudrun Feucht

IV vergibt Pater Johannes Schasching SJ Preis zum 11. Mal

Bereits zum 11. Mal hat die Industriellenvereinigung (IV) in Kooperation mit der Katholischen Privatuniversität Linz (KU) den „Preis zur Förderung des Dialogs zwischen Wirtschaft, Ethik und Religion“ vergeben.

Der Preis wird alle zwei Jahre für Studierende sowie junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich in ihren Arbeiten mit dem Verhältnis der Wirtschaft zu Ethik, Religion oder Kirchen auseinandersetzen, ausgeschrieben. Der Preis folgt den Ideen von Johannes Schasching „sachgerecht, menschengerecht und gesellschaftsgerecht zu wirtschaften“. Daher wurde der Preis heuer im Andenken an diesen herausragenden Vertreter der Katholischen Soziallehre in Pater Johannes Schasching SJ-Preis unbenannt. 18 Arbeiten wurden dieses Jahr eingereicht.

Der mit insgesamt 7.500 Euro dotierte Preis wurde an sechs Preisträger überreicht.

  • Kategorie 1 (Dissertationen und Habilitationen): MMag. Dr. Stephan Pühringer, The strange non-crisis of economics. Economic crisis and crisis policies in economic and political discourses
  • Kategorie 2 (Bachelor- und Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Projektarbeiten): Olayinka Victoria Makinwa, MA, MSc, BA, Race, Gender and Entrepreneurship Perceptions of Self within the Social Construct of the 21st Century Afropolitan Identity
  • Kategorie 3 (Seminararbeiten, Zeitschriftenbeiträge, Essays): Market Design and Moral Behavior (für die Fachzeitschrift Management Science),
    • Univ. Prof. MMag. Dr. Matthias Sutter, Uni Innsbruck
    • Univ. Prof. Dr. Michael Kirchler, Uni Innsbruck
    • Univ. prof. DDr. Jürgen Huber, Uni Innsbruck
    • MMag. Matthias Stefan, PhD, Uni Innsbruck

Im Rahmen der Preisverleihung setzten sich Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und kirchlichen Organisationen bei einer Podiumsdiskussion und im World Café unter dem Motto „Gewinn – Gemeinwohl – Gewissen. In welcher Welt wollen wir leben?" mit der Frage auseinander, wie in Zeiten von Unsicherheiten, Krisen, raschen, sozialen Veränderungen und einer wahrgenommenen Spaltung der Gesellschaft ein notwendiges Maß an Solidarität, Vertrauen und Teilhabe sichergestellt werden kann.

Am Podium diskutierten Michael Chalupka, Direktor der Diakonie Österreich, der Industrielle und Präsident des Forums Christlicher Führungskräfte Veit Schmid-Schmidsfelden, Pater Christian Marte, Direktor des Kardinal König Hauses und Lisa Maria Sommer, Teach for Austria-Fellow und Gründerin des Sozialunternehmens „More than One Perspective“.

Kontakt: Barbara Coudenhove-Kalergi

Tipps und Termine

Verleihung des österreichischen Gründerpreises - Phönix 2016, 22. November 2016, Haus der Industrie

Das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft lädt in Kooperation mit der Industriellenvereinigung (IV) zur Verleihung des österreichischen Gründerpreisen „Phönix 2016“ und zur NCP-IP Wissenstransferveranstaltung „Potenziale im Wissenstransfer“ am Dienstag, 22. November 2016, ab 14.00 Uhr ins Haus der Industrie ein.

Der österreichische Gründerpreis „Phönix 2016“ unterstützt Start-ups, Spin-offs und Prototypen durch die Auszeichnung von wirtschaftlich erfolgreich umgesetzten Forschungs- und Entwicklungsergebnissen. Dieses Jahr wurde der österreichische Gründerpreis erstmals in den Kategorien Spin-off, Prototypen, Business, Startups International und Frauen ausgeschrieben.

Die Einladung sowie das Detailprogramm zu den Veranstaltungen finden Sie hier .
Ihre Anmeldung senden Sie bitte bis 14. November 2016 an: wissenschaftskommunikation@bmwfw.gv.at .

IMPRESSUM
Vereinigung der Österreichischen Industrie (Industriellenvereinigung), Schwarzenbergplatz 4, 1031 Wien, Tel.: +43171135-0, Fax: +43171135-2910, info@iv-newsroom.at, www.iv-net.at, zvr.: 806801248, livr-n.: 00160, EU-Transparenzregister Nr.: 89093924456-06
Vereinszweck gemäß § 2 Statuten: Die Industriellenvereinigung (IV) bezweckt, in Österreich tätige industrielle und im Zusammenhang mit der Industrie stehende Unternehmen sowie deren Eigentümer und Führungskräfte in freier und demokratischer Form zusammenzufassen, ihre Interessen besonders in beruflicher, betrieblicher und wirtschaftlicher Hinsicht auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene zu vertreten und wahrzunehmen, industrielle Entwicklungen zu fördern, Rahmenbedingungen für Bestand und Entscheidungsfreiheit des Unternehmertums zu sichern und Verständnis für Fragen der Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung zu verbreiten.