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18.11.2021

iv-exklusiv: Corona-Maßnahmen müssen in Unternehmen praxisnah und unbürokratisch handhabbar sein
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Die Bundesregierung hat sich am heutigen Donnerstag über weitere Corona-Maßnahmen mit der Industriellenvereinigung und Sozialpartnern beraten. IV-Präsident Georg Knill und IV-Generalsekretär Christoph Neumayer haben dabei auf die zentralen Herausforderungen in den Unternehmen hingewiesen. Für die Industrie ist entscheidend, dass klare Entscheidungen und Maßnahmen zur Reduktion der COVID-19-Ausbreitung verständlich und nachvollziehbar sowie praktikabel und möglichst unbürokratisch handhabbar sein müssen.

Die Prioritäten aus Sicht der Industrie, die jetzt berücksichtigt werden müssen:

  1. 3G-Regel am Arbeitsplatz solange bis die notwendige Infrastruktur für flächendeckende und niederschwellige PCR-Testungen in allen Bundesländern zuverlässig zur Verfügung steht.

  2. Keine flächendeckende Einführung der FFP2-Maskenpflicht am Arbeitsplatz. Gerade Produktionsbereiche haben in der Regel ein entsprechendes Raumvolumen, sind gut durchlüftet und unterliegen einer festen Arbeitsplatzzuteilung.

  3. Homeoffice muss weiterhin individuell und freiwillig auf betrieblicher Ebene vereinbart werden können.

  4. Kindergärten und Schulen müssen – sofern noch nicht anders beschlossen – offen gehalten werden. Ein flächendeckender Schul-Lockdown würde gravierende Folgen für Gesellschaft und Wirtschaft mit sich bringen.

  5. Reisefreiheit für berufliche Zwecke (z.B. Pendler, Montageteams) aufrechterhalten: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Industriebetrieben müssen problemlos ihren Arbeitsplatz erreichen können – zusätzliche bürokratische oder finanzielle Belastungen für betroffene Menschen und Unternehmen müssen um jeden Preis vermieden werden.

  6. Anerkennung von Nicht-EMA-Impfstoffen ermöglichen (u.a. um die Einreise ausländischer Arbeitskräfte zu erleichtern.)

Für die Industrie ist dabei entscheidend, dass die Produktion und die tägliche Arbeit in den Betrieben aufrecht bleiben muss und so gering wie möglich beeinträchtigt werden darf. Gerade die Unternehmen in der Industrie betreiben seit Beginn der Pandemie einen massiven Aufwand für den Schutz und die Gesundheit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Über die nächsten Entscheidungen und Maßnahmen zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie in Österreich werden Sie an dieser Stelle gewohnt zeitnah informiert.