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10.03.2022

Pressezusammenfassung, 10.03.2022
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IV in den Medien

IV-OÖ: „Ohne russisches Gas wäre der Schaden schnell groß“

Allgemein

EU-Sondergipfel berät über Vorgehen gegen Russland, Sanktionen und Wirtschaftshilfen

EU weitet Sanktionen aus

E-Control: Gas aus Russland derzeit unverzichtbar für Österreich

Österreichs Exporte gestiegen, Außenhandelsdefizit gewachsen

Menz warnt vor dramatischen Energiekosten

Pkw-Neuzulassungen sind im Februar deutlich zurückgegangen

Pensionskassen im Vorjahr mit 7,65 Prozent Performance

IV-Mitglieder in den Medien

Engel Austria spendet 100.000 Euro Soforthilfe

Boehringer-Geschäftsführer: Patente auszusetzen wäre kontraproduktiv

Verbund schließt Erneuerbaren-Investition in Spanien ab

Ukraine/Russland: Heimische Unternehmen reagieren auf aktuelle Entwicklungen

Erholungsschub an europäischen Börsen

Krieg in der Ukraine treibt Getreidepreise in die Höhe

Neuer Vorstandsvorsitzender für Lenzing

Steyr Automotive besichtigte schwedisches Start-up

Pfahnl und Backaldrin in Russland vertreten

IV in den Medien

IV-OÖ: „Ohne russisches Gas wäre der Schaden schnell groß“

„Wenn das russische Gas nicht mehr fließt, wäre der Schaden innerhalb kürzester Zeit groß“, erklärt IV-OÖ-Geschäftsführer Joachim Haindl-Grutsch. Russisches Gas habe derzeit für die Industrie essenzielle Bedeutung, und bisher sei es verlässlich nach Europa geflossen. Zwar werde in manchen Unternehmen überlegt, auf welche Maschinen oder Unternehmensteile man im Notfall verzichten könne. „Aber echte Notfallpläne in dem Sinn gibt es nicht, weil ein Ausfall sehr rasch wirken würde“, sagt Haindl-Grutsch. Die Ultima Ratio im Fall einer massiven Verknappung ist das Energielenkungsgesetz. Dieses sieht vor, dass Haushalte vorrangig versorgt werden müssen, gefolgt von den Gaskraftwerken. Die Folgen wären dramatisch, mit der Gasverknappung käme es zu einem Reißen der Lieferketten in ganz Europa. (OÖN S. 9)

Allgemein

EU-Sondergipfel berät über Vorgehen gegen Russland, Sanktionen und Wirtschaftshilfen

Das heute beginnende Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs wird vom Krieg in der Ukraine überschattet. Laut Experten wird in der abschließenden „Erklärung von Versailles“ die Stärkung der eigenen Verteidigungskapazitäten und der Rüstungsindustrie sowie mehr Schutz vor Cyber-Attacken stehen. Zudem wollen die EU-Staaten den Beginn einer Abkehr von russischen Gas-, Öl-, und Kohleimporten beschließen. Dazu hatte sich etwa der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz kritisch geäußert: „Die Versorgung Europas mit Energie für die Wärmeerzeugung, für die Mobilität, die Stromversorgung und für die Industrie kann im Moment nicht anders gesichert werden.“ Weiteres Ziel des Gipfeltreffens ist es, eine robustere wirtschaftliche Basis der EU aufzubauen und weniger von Importen in Schlüsselbereichen wie jenen der Elektrochips, Pharmaprodukte und Lebensmittel abzuhängen. (Alle TZ)

EU weitet Sanktionen aus

Die EU-Staaten haben sich angesichts des Kriegs in der Ukraine auf eine erneute Ausweitung der Sanktionen gegen Russland und Belarus verständigt. Wie die EU-Kommission am Mittwoch mitteilte, werden 14 weitere russische Geschäftsleute auf die Liste derjenigen Personen kommen, deren Vermögenswerte in der EU eingefroren werden und die nicht mehr einreisen dürfen. Russland droht der EU indes mit harten Gegenmaßnahmen. Zudem hat die Ratingagentur Fitch ihre Bewertung für die Kreditwürdigkeit von Russland noch tiefer gesenkt. Die Bonitätsnote werde um sechs Stufen auf „C“ von zuvor „B“ zurückgenommen. (Alle TZ)

E-Control: Gas aus Russland derzeit unverzichtbar für Österreich

Forderungen nach einem Importstopp von Erdgas aus Russland erteilt die Energieregulierungsbehörde E-Control eine Absage. Derzeit sei russisches Gas für Österreich unverzichtbar, es stellt immerhin rund 80 Prozent der von uns verbrauchten Gasmengen, erinnert E-Control-Vorstand Wolfgang Urbantschitsch. Die Gasflüsse aus Russland würden zur Zeit uneingeschränkt weitergehen. „Die Idee, für ein bis zwei Wochen auf Gaslieferungen aus Russland zu verzichten, ist nicht zu Ende gedacht, denn es fehlt komplett der Gedanke, wie es danach weitergehen sollte“, so Urbantschitsch. Österreich könne seine „hohe Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen nicht von heute auf morgen verringern – auch nicht von einem Jahr auf das Nächste". (WZ S. 11, Österreich S. 8, TT S. 20)

Österreichs Exporte gestiegen, Außenhandelsdefizit gewachsen

2021 brachte eine kräftige Belebung der Exporte um rund 16 Prozent auf ein Volumen von 165,5 Mrd. Euro. Doch die Importe gingen um 23 Prozent auf knapp 178 Mrd. Euro noch weitaus stärker in die Höhe. Das geht aus vorläufigen Daten der Statistik Austria hervor. Zu dieser Entwicklung kommt aktuell der eskalierende Krieg in Osteuropa hinzu. Russland und vor allem die Ukraine gehören zwar vom Anteil am Gesamtvolumen des heimischen Außenhandels her zu den kleineren Handelspartnern. Die Auswirkungen der russischen Invasion in der Ukraine bzw. die westlichen Wirtschaftssanktionen werden hierzulande dennoch durchschlagen, da Österreich bei einigen wenigen Importprodukten überproportional auf diese beiden Länder angewiesen ist. „Österreichs Außenhandel boomt", erklärte Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas mit Blick auf die starke Belebung der internationalen Handelsaktivitäten im abgelaufenen Jahr. Mit dem Exportplus von 16,1 Prozent gegenüber 2020 übertraf das Volumen auch deutlich das Niveau vor der Pandemie. (Alle TZ)

Menz warnt vor dramatischen Energiekosten

Zur Diskussion über eine mögliche Aussetzung der geplanten CO2-Abgabe, fordert der Obmann der Bundessparte Industrie, Siegfried Menz, „bei den Energiepreisen politische Maßnahmen jetzt zu überdenken“. Die Energiekosten seien ohnehin dramatisch, „gravierende und weitreichende negative Konsequenzen“ drohten. Das könne zu Produktionsstilllegungen mit Kurzarbeit und Jobverlusten führen. Außerdem würde Kapital vernichtet, das Betriebe zur Finanzierung der Energiewende bräuchten. „Der Industriestandort Österreich ist gefährdet“, so Menz. (WZ S. 10, NVB S. 15)

Pkw-Neuzulassungen sind im Februar deutlich zurückgegangen

Die Auto-Neuzulassungen sind im Februar im Jahresvergleich um 18,9 Prozent bzw. 3.760 Pkw zurückgegangen. Insgesamt wurden im Vormonat 16.103 Pkw neu zugelassen. Deutlich weniger Neuzulassungen gab es sowohl bei benzinbetriebenen (minus 31,5 Prozent) als auch bei dieselbetriebenen Fahrzeugen (minus 27,4 Prozent). Auch Neuzulassungen von Diesel-Hybrid-Pkw entwickelten sich mit minus 7,2 Prozent rückläufig. Zuwächse wurden dagegen bei rein elektrisch angetriebenen Autos (15,5 Prozent) und bei Pkw mit Benzin-Hybridantrieb (8,4 Prozent) beobachtet. Die Pkw-Neuzulassungen mit alternativen Antrieben erreichten einen Anteil von 39 Prozent, während es ein Jahr zuvor 29,4 Prozent waren. (Presse S. 16, Standard S. 18)

Pensionskassen im Vorjahr mit 7,65 Prozent Performance

2021 haben die heimischen Pensionskassen im Durchschnitt eine Performance von 7,65 Prozent in der Veranlagung erzielt. Die Zahl der Anwartschafts- und Leistungsberechtigten wuchs um 2,0 Prozent auf 1,015 Millionen Personen. Das von fünf überbetrieblichen und drei betrieblichen Kassen verwaltete Vermögen legte um 8,0 Prozent auf 26,98 Euro zu. Das gab die Finanzmarktaufsicht (FMA) bekannt. (Presse S. 17, NVB S. 17) 

IV-Mitglieder in den Medien

Engel Austria spendet 100.000 Euro Soforthilfe

In den österreichischen Werken und in vielen Niederlassungen des Spritzgießmaschinenbauers mit Stammsitz in Schwertberg sind binnen kürzester Zeit Hilfsaktionen für die vom Krieg in der Ukraine betroffenen Menschen angelaufen. Als Soforthilfe hat Engel Austria 100.000 Euro an die Organisationen Ärzte ohne Grenzen, Nachbar in Not und Rotes Kreuz überwiesen. Zugleich wird ukrainischen Flüchtlingen in osteuropäischen Niederlassungen geholfen, wo sich Engel-Mitarbeiter um Flüchtlinge annehmen. „Wir sind überwältigt und stolz, wie selbstverständlich sich so viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einbringen und auch Kunden und Partner unsere Initiativen unterstützen“, sagt Stefan Engleder, CEO der Engel Gruppe. (NVB S. 17)

Boehringer-Geschäftsführer: Patente auszusetzen wäre kontraproduktiv

Patente auszusetzen wäre kontraproduktiv, weil sowohl Unternehmen als auch private Investoren ihre Investments in die Forschung zurückfahren würden, wenn ohne Patentschutz keine soliden Rahmenbedingungen mehr gegeben wären“, betont Philipp von Lattorff, Geschäftsführer von Boehringer Ingelheim Austria und Pharmig-Präsident. Ein Medikament marktreif zu erforschen, beanspruche im Schnitt 12 Jahre. Ein Patent laufe 20 Jahre. „Es bleiben also acht Jahre, um das Produkt zu vermarkten und seine Investitionen, die man 10, 12, 15 Jahre zuvor getätigt hat, zurückzubekommen. Das sei ein hohes Risiko. (Kurier S. 12-13)

Verbund schließt Erneuerbaren-Investition in Spanien ab

Der Verbund hat seine zweite Erneuerbaren-Investition in Spanien abgeschlossen. Erworben werden 70 Prozent an vier Windparks und einer Photovoltaik-Anlage mit 171 Megawatt (MW) Gesamtleistung von Capital Energy. Die im Bau befindlichen Anlagen sollen schrittweise zwischen dem zweiten Quartal 2022 und dem ersten Quartal 2023 in Betrieb gehen, teilte das Unternehmen mit. Die fünf Anlagen sollen jährlich fast 400.000 Megawattstunden (MWh) nachhaltig erzeugte Energie liefern – das entspricht dem Verbrauch von fast 150.000 spanischen Haushalten. (Presse S. 17, SN S. 16, Kleine Zeitung S. 28)

Ukraine/Russland: Heimische Unternehmen reagieren auf aktuelle Entwicklungen

Zahlreiche internationale Unternehmen haben ihre Geschäftsbeziehungen mit Russland auf den Prüfstand gestellt oder bereits gekündigt. Auch in Österreich reagieren die Betriebe auf die aktuellen Entwicklungen. Der börsennotierte Feuerwehrausrüster Rosenbauer hat seine Geschäfte mit Russland bereits gestoppt. „Wir haben unsere Lieferungen eingestellt“, sagt Rosenbauer-Sprecher Tiemon Kiesenhofer. Das berichtet auch ein Sprecher des oberösterreichischen Flugzeugbauers FACC: „Wir haben mit Eintreten der Sanktionen alle unsere Lieferungen nach Russland eingestellt.“ Das Russland-Geschäft von FACC ist mit rund einer Million Euro „sehr gering“, die Lieferkette des Flugzeugbauers sei nicht betroffen. Auch Swarovski hat angekündigt, die Russland-Geschäfte vorerst auszusetzen. Mayr-Melnhof ist der größte Faltschachtelproduzent in der Region St. Petersburg sowie Marktführer in der Russischen Föderation. „Wir produzieren dort Konsumgüter-Verpackungen“, sagt Mayr-Melnhof-Sprecher Stephan Sweerts-Sporck. „Die Produktion läuft, aber es ist mit Stillständen in der Verpackungsproduktion zu rechnen. Zugleich haben wir alle Karton-Lieferungen nach Russland gestoppt.“ Das Russland-Exposure betrage weniger als zehn Prozent. Die Russland-Sanktionen sind auch für Palfinger wichtiges Thema. Zur Umsetzung der Sanktionen hat das Unternehmen eine Taskforce eingesetzt, die sich um alle Aspekte der Sanktionen und die rechtlichen Maßnahmen kümmert. Das Tiroler Unternehmen Egger ist mit zwei Produktionsstandorten in Russland vertreten, mit insgesamt mehr als 1.000 Mitarbeitern. „Beide Werke produzieren derzeit und kommen den Lieferverpflichtungen nach. Auch die Versorgung mit Rohstoffen ist momentan gesichert, wenn auch zu stark gestiegenen Preisen“, heißt es seitens Egger. (Kurier S. 9) 

Erholungsschub an europäischen Börsen

Die Wiener Börse hat am Mittwoch mit sehr deutlichen Zuwächsen den Handel beendet. Der ATX steigerte sich um 7,16 Prozent auf 3.185,96 Einheiten. Inmitten einer sehr starken europäischen Anlegerstimmung wurde am heimischen Aktienmarkt die Vortageserholung beschleunigt. (Alle TZ)

Krieg in der Ukraine treibt Getreidepreise in die Höhe

Der Krieg in der Ukraine wird nicht nur die Getreidepreise treiben, sondern auch die für bislang so unauffällige Lebensmittel wie Sonnenblumenöl. Die Ukraine ist in diesem Bereich fast weltweiter Monopolist. Für Getreide nähert sich der Stichtag der Aussaat, von der abhängt, wie der Weltmarktpreis bei Getreide ausfällt. Und da nütze es auch nichts, wenn man regionale Lieferanten habe, so Bernhard Ölz, denn überall steigen die Preise, wenn es auf dem Weltmarkt einen Mangel gibt. (VN D12)

Neuer Vorstandsvorsitzender für Lenzing

Cord Prinzhorn, der seit September als Interims-CEO fungiert, legt diese Funktion zurück und wechselt zurück in den Aufsichtsrat. Neuer Vorstandsvorsitzender wird ab 1. April Stephan Sielaff, der seit März 2020 das operative Geschäft führt. (SN S. 17, OÖN S. 9, NVB S. 15)

Steyr Automotive besichtigte schwedisches Start-up

Mitarbeiter von Steyr Automotive besichtigten vergangene Woche das schwedische Start-up Volta. Künftig soll man die Auftragsfertigung für den vollelektrischen E-Truck übernehmen. Die Vorarbeiten für die Serienfertigung von 27.000 Elektro-Lkw bis 2025 laufen derzeit. Die Vorserienfertigung bei Steyr Automotive soll im Juni starten, Ende 2022 will man in die Serienproduktion gehen. Der Volta-Truck ist auf eine maximale Nutzlast von 8,6 Tonnen ausgelegt. Auch die Aufbauten wie Cargo- und Kühlboxen sollen in Steyr gemacht werden. Ab 2024 ist geplant, die Produktpalette auf Modelle mit 7,5 bzw. 12 Tonnen zu erweitern. (OÖN S. 31, Krone/OÖ S. 34)

Pfahnl und Backaldrin in Russland vertreten

„Russland ist für uns ein interessanter Markt, der jährlich gewachsen ist", sagt Andreas Pfahnl, Eigentümer von Pfahnl in Pregarten. Das Unternehmen ist seit 2007 dort aktiv, der Anteil am Umsatz liegt zwischen 13 und 16 Prozent. An den Geschäftsbeziehungen will man festhalten, das Volk könne nichts für den Krieg: „Wir fertigen Lebensmittel, keine Konsumgüter. Unsere Partner sind genauso unglücklich über den Krieg wie wir.“ In Twer, 160 Kilometer von Moskau entfernt, plant Pfahnl sein erstes Werk außerhalb Österreichs. 20 Millionen Euro sollen investiert werden. Die Getreidemärkte spielen laut Pfahnl derzeit „verrückt. Vor einem Jahr hat eine Tonne Qualitätsweizen noch 200 Euro gekostet, jetzt sind es 440 Euro." Auch der Astener Backmittel-Spezialist Backaldrin ist in Russland und in der Ukraine mit je einem Werk vertreten: Man sei mit den Töchterunternehmen „in ständigem Austausch“, heißt es. (OÖN S. 10)