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Nachrichten aus dem INJUversum | Nr. 74, 15. April 2021

Wie können Menschen mit Eigensinn und Energie ihren jeweils individuellen Weg gehen? Das beschäftigt uns bei INJU schon lange und fast täglich. Dazu gehört auch die Frage, was dieser Anspruch mit einem ständigen Druck, besser, schneller, effizienter zu werden, (nicht) zu tun hat.
Daher hat es uns gefreut, dass ein kritischer Blick auf Selbstoptimierung gerade in aller Munde zu sein scheint: Drei Empfehlungen zum Hören, Schauen und Lesen stellen wir Euch heute vor - außerdem unseren Senf zum Thema und eine Runde INJUpedia zum besseren Verständnis, was Druck und Dauerstress im Körper anrichten.
 
AUFBLÜHEN STATT ABPLAGEN

Letztens hat ein Freund bedauert, dass er nach einem Jahr Pandemie noch immer kein Buch geschrieben hat - immerhin hätte er noch nie so viel Zeit gehabt. Ausgelöst hat das bei ihm vor allem Schuldgefühle: Warum bin ich nur so träge?!?
Dass er mit der Lethargie nicht allein ist, können wir aus dem INJU-Alltag bestätigen: Selten so wenige E-Mails bekommen... Irgendwie gehen da Anspruch und Wirklichkeit auseinander: Mehr Zeit heißt halt nicht unbedingt mehr Leistung.
Zu dieser Alltagsdiagnose passt, dass uns Selbstoptimierung - und ihre Grenzen - gerade auf allen Kanälen begegnen.
1. Im ZDF spricht unter anderem die Soziologin Anja Röcke darüber, wie das ständige Besser-Sein-Wollen einen Konkurrenzdruck erzeugt, der in dauerhaftem Stress und unsolidarischem Verhalten mündet.
2. Im Spiegel macht ein Gruppentherapeut die Selbstoptimierung für eine wachsende Einsamkeit verantwortlich. Das gesellschaftliche Drängen, immer einzigartiger, singulärer zu werden, kann nämlich genau dazu führen, dass man am Ende vereinzelt und im Singular dasteht. 
Das berührt eine Frage, die uns bei INJU intensiv beschäftigt: Wie kann ich das, was in mir steckt, pflegen und fördern, ohne in einen Strudel der ständigen Selbstbearbeitung und -kasteiung zu geraten?
Auf den Punkt gebracht hat es 3. ein über-80-jähriger Personalentwickler in einer ORF-Sendung über das Älterwerden: Selbstoptimierung fragt, was jemand nicht kann; das soll dann korrigiert, verbessert, kompensiert werden. Er plädiert (wie wir) für Potentialentfaltung: Die nämlich betont, was sowieso in einem steckt - obwohl das vielleicht unter einem Haufen verinnerlichter Ansprüche verschütt gegangen ist.
Die meisten Schritte pro Tag zu gehen, die meisten Sprachkurs-Punkte abzuräumen oder die meisten Literaturklassiker zu lesen gehört wahrscheinlich nicht zu den ureigenen Talenten. Bei der Potentialentfaltung geht es um eine andere Art des Wachstums: die eigenen Leidenschaften und Fertigkeiten zu finden und zu fördern. Das kann dann auch ein Ehrenamt, Musikmachen oder Kronkorkensammeln (FLASH-Augen gefällig?) sein - nicht zwangsläufig der Direktorenposten oder ein messbarer Rekord.
Potentialentfaltung ist dementsprechend  nicht so konkurrenzgetrieben wie die Selbstoptimierung: Meine Leidenschaft wird nicht weniger, wenn andere ihr genauso intensiv nachgehen - im Gegenteil. Und oft ist das Ausleben eines Talents oder Potentials auch gar nicht quantifizierbar, sondern nur als Sinn und Freude am Tun erlebbar. Wenn meine Passion dennoch zu messbarem Erfolg führt - super! Der Clou auf dem Weg zur Glückseligkeit scheint uns aber auch da zu sein, dass ich sie als Passion betreibe und nicht als Erfolgsgarant.
Für alle, die's genau wissen wollen, hier noch mal alle unsere Selbstoptimierungs-Kritik-Entdeckungen im Überblick:
1. ZDF Aspekte "Keine Angst vor der Angst" vom 26. 3. 2021 (ab Min. 3:58)
2. Bettina Musall: "Wir alle fürchten den abwertenden Blick der anderen" im Spiegel, 28. 3. 2021 (leider hinter der Paywall)
3. Ö1 Radiokolleg "Gewonnene Jahre" vom 13. 4. 2021 (verfügbar bis 20. 4.)
4. empfehlen wir als PS für besonders Theorie- und Lesehungrige noch den Mega-Schinken Resonanz des Soziologen Hartmut Rosa, der viel des hier Angeschnittenen vertieft und in eine große Theorie der Weltbeziehung einbettet. 
DIE GEGENSPIELERIN DER ZELLE

Unter dem Druck, den man sich mit dem Daueroptimierungsdrang selbst aussetzt, leidet auch der Körper - selbst, wenn man ganz gesundheitsbewusst mehrere Stunden Sport pro Tag treibt. Denn Stress - egal, ob emotionaler oder durch Körperüberlastung entstehender - sorgt für Entzündungen. Und wenn die Zelle die Heldin unserer Gesundheit ist, dann sind Entzündungen sozusagen der Erz-Schurke. Warum genau Entzündungen im Körper entstehen, wie man ihnen vorbeugt und welche Ernährung einen "anti-inflammatory lifestyle" unterstützt, erfahrt Ihr in unserem Blog-Beitrag. Kleiner Vorgeschmack: Auch kleine Laster können was Gutes haben!
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Die Avantgarde-Kosmetik-Macherin Melanie dal Canton hat INJU in ihren bezaubernden neuen Laden in Berlin-Prenzlauer Berg aufgenommen. Was sie als "Wunderkammer für Objekte zum alltäglichen Gebrauch" beschreibt, ist ein regelrechter Tempel der Qualität und Schönheit - dementsprechend sicher sind wir, dass sich SHIELD zwischen handbemaltem Porzellan, Goldschmiedekunstwerken und Original-Düften blendend aufgehoben fühlt. Ähnlich farbenfroh wie unser INJU Space ist MDC next door außerdem. Wir sind stolz, in diese erlesene Sammlung zu gehören, und auch der Vogue gefällt's!
 
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