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Unsere Online-Bibliothek wird eröffnet!



Liebe Freundinnen und Freunde von Archijeunes
 
Sie sind herzlich eingeladen: Seien Sie dabei, wenn wir am 22. April 2021 um 17 Uhr die Türen unserer Online-Bibliothek öffnen. Die kleine Feier findet im virtuellen Raum statt, über diesen Link können Sie teilnehmen. Wir freuen uns auf Sie!

Vor einem Jahr habe ich Ihnen an dieser Stelle unser Bibliotheksprojekt erstmals vorgestellt. Wir haben Sie seither immer wieder zum Stand der Dinge informiert, Ihnen Einblicke in die sich stetig füllenden Regale gegeben und einzelne Trouvaillen vorgestellt. Daher wissen Sie schon, dass die Bandbreite der Medien gross ist. Sie reicht von Bilder- und Fachbüchern, über Filme und Podcasts bis hin zu Spielen und Datenbanken.
 
Es gab viele verschiedene Gründe, warum es uns sinnvoll erschien, eine «Fachbibliothek» zum Thema Baukultur im Allgemeinen und zur baukulturellen Bildung im Speziellen aufzubauen: Zum einen gab es die im Zusammenhang mit der Studie «Baukulturelle Bildung an Schweizer Schulen» erstellte Literaturliste, die als solche nicht in die Arbeit aufgenommen wurde, aber bereits eine stattliche Grundlage bildete. Zum anderen wurde uns ein Teilbestand der physischen Bibliothek der ehemaligen ETH-Fachstelle Architektur und Schule übergeben. Ausserdem erinnere ich mich noch gut an ein Gespräch mit einer Lehrerin für Bildnerisches Gestalten, die mir eindrücklich schilderte, dass sie es bevorzuge, sich ihre eigenen Unterrichtseinheiten zusammenzustellen, sie aber viel Zeit mit der Suche nach geeignetem Material verbringe. Und nicht zuletzt ist da stets die (fast verzweifelte) Frage nach Literaturlisten, gerade kürzlich erst in einem Workshop mit österreichischen KollegInnen.
 
Mit der Online-Bibliothek wollen wir das baukulturelle Lernen fördern und dabei Lehrpersonen und überhaupt allen Interessierten bestmögliche Unterstützung anbieten. Für uns war von Anfang an klar, dass uns eine reine Literaturliste nicht genügt. Die Bibliothek sollte ein praktisches Tool zum Stöbern und Entdecken werden. Ziel der Sammlung ist es, einen Überblick über verschiedene Medien zur baukulturellen Bildung zu ermöglichen und damit eine grundlegende Orientierungshilfe zum Thema baukulturelle Bildung anzubieten. Auch einige französische Titel haben wir bereits eingereiht. Und das Beste: Dies ist erst der Anfang, unsere Bibliothek wird sich ständig weiterentwickeln und wachsen.
 
Es ist uns sehr wichtig, dass wir die Lehrpersonen und Vermittelnden auch wirklich erreichen. Deshalb baten wir sie vorab um ihre Meinung. Im Rahmen eines exklusiven Zugangs gewährten wir ihnen Einblick in unser neues Online-Tool und nahmen Feedback und Inputs auf. Wir möchten uns an dieser Stelle für die rege Teilnahme bedanken. Die zahlreichen Rückmeldungen haben uns sehr motiviert und weitergeholfen!
 
Besonders freut uns auch die grosse Unterstützung zur Realisierung des Vorhabens. Wir bedanken uns bei der Sophie und Karl Binding Stiftung und auch allen weiteren GönnerInnen und Spendenden danken wir ganz herzlich für das Vertrauen in unsere Arbeit.
 
Mit vorfreudigen Grüssen
Kathrin Siebert, Geschäftsführerin Archijeunes
 

Online-Bibliothek:
Wir eröffnen am 22. April!


Am Donnerstag, 22. April 2021 eröffnen wir unsere Online-Bibliothek. Seien Sie herzlich willkommen und treten Sie ein – die Lancierung findet im Internet statt: Mit diesem Link sind Sie dabei. Wir sprechen über die Entstehungsgeschichte des Bibliotheksprojekts, zeigen Schätze aus unserer Sammlung, präsentieren das neue Online-Tool und lassen jene zu Wort kommen, die im Rahmen des Previews bereits Einblick in die Bibliothek nehmen konnten. Es wäre schön, wenn Sie dabei wären! Nach der Plattform, der Studie «Baukulturelle Bildung an Schweizer Schulen», dem Kolloquium «Elemente einer baukulturellen Allgemeinbildung» und dem daraus gewachsenen Buch folgt nun mit der Eröffnung der Online-Bibliothek das nächste grössere Projekt von Archijeunes. Wir reagieren damit auf Wünsche und Fragen, die oft an uns herangetragen wurden: Welches Material gibt es bereits, was wurde schon geschrieben, gesagt oder gezeichnet und wo kann man sich inspirieren lassen?

Plattform:
Landschaftswissen


Wir sagen es immer wieder: Alles dreht sich um das Wissen. Oder anders formuliert: Wissen – beziehungsweise Bildung – ermöglicht Teilhabe. Deshalb freut es uns sehr, dass die Universität Zürich zusammen mit der Pädagogischen Hochschule Zürich ein Projekt gestartet hat, in dessen Mittelpunkt das Wissen steht. Hier geht es um das Landschaftswissen. Wie die «Baukultur» hat auch die «Landschaft» eine bemerkenswerte Karriere hinter sich – und noch eine grosse Zukunft vor sich. Obwohl natürlich alle «für» die Landschaft sind, wird sie im gleichen Moment bewundert und malträtiert. Die im 19. Jahrhundert geformte Idealvorstellung einer Landschaft ist auch im 21. Jahrhundert immer noch sehr präsent in unseren Köpfen. Grund genug, sich also mehr Wissen anzueignen und früh damit zu beginnen. Die Webseite landschaftswissen.ch macht hier einen ersten wichtigen Schritt.

Projekt:
Maladière Moderne


Von all den Bauten und Anlagen der Schweizer Landesausstellung 1964 in Lausanne ist nicht viel übriggeblieben. Zu den Überresten der grossen Schau gehört ein kleiner, runder Pavillon neben dem riesenhaften Kreisel am Autobahnende im Südwesten der Stadt Lausanne. Dieser Zeuge der damaligen (unbeschwerten) Modernität wird in den kommenden Monaten reaktiviert. Der Künstler Bruno Aeberli und die beiden Kollektive corridor und Ville en Tête organisieren gemeinsam die Veranstaltungsreihe «Maladière Moderne», die Ende März startet und bis in den Juli hinein dauert. Sowohl corridor wie auch Ville en Tête sind sehr aktiv im Bereich der Baukulturvermittlung, besonders an Kinder und Jugendliche. Es erstaunt deshalb nicht, dass zum Programm von «Maladière Moderne» einige Veranstaltungen extra für Kinder vorgesehen sind, etwa ein Atelier moulages am 24. April oder Rundgänge auf der Baustelle des Théâtre de Vidy von Max Bill, das zur Zeit gerade umgebaut wird. Und ja, das Théâtre du Vidy ist natürlich auch einer der wenigen noch bestehenden Zeugen der Expo 64.

Workshop:
Bodenverbrauch


Die «Bodenfrage» – so hiess sie bei Hans Bernoulli vor bald achtzig Jahren noch – die «Bodenfrage» ist aktueller denn je. In mehrfacher Hinsicht: Zum einen beschäftigen steigende Miet- und Kaufpreise die Menschen, zum anderen wird Boden «verbraucht», «konsumiert», indem er ineffizient überbaut wird, zum Beispiel mit Einfamilienhäusern. Deshalb ist die legendäre Bodenfrage eine eminent politische Frage. Das Architekturzentrum Wien AzW, das unter der seit 2017 amtierenden Direktorin Angelika Fitz politischen Themen nicht aus dem Weg geht, zeigt noch bis Mitte Juli 2021 eine Ausstellung mit dem programmatischen Titel «Boden für alle». Darin stellen sich die Kuratorinnen die Frage, ob «angesichts der drohenden Klimakatastrophe und steigender Wohnungspreise der bisherige Weg mit maximalen Kompromissen und minimalen Anpassungen noch tragbar» sei. Wie immer beim AzW wird die Schau von einem Rahmenprogramm begleitet, darunter unter anderem der Workshop «Bodenverbrauch», der auch für Schülerinnen und Schüler geeignet ist.

Neuerscheinung:
Kinder der Moderne


Über die Graphic novel «Eileen Gray. A House Under the Sun» berichteten wir vor einigen Monaten in diesem Newsletter bereits. Es handelt sich dabei um eine Erzählung zu einem berühmten Haus – hier das Haus E.1027 der britischen Architektin Eileen Gray. Doch die Geschichte wird anders erzählt als sonst, vor allem aus einer anderen Perspektive. Die Journalistin Sabine von Fischer hat nun kürzlich in einem NZZ-Artikel weitere Bücher zusammengetragen, die diesen Perspektivenwechsel thematisieren. Im Zentrum ihrer kleinen Tour d’horizon steht «Kinder der Moderne» des Architektenpaares Julia Jamrozik und Coryn Kempster, die für ihre Recherche berühmte Häuser wie etwa Ludwig Mies van der Rohes Villa Tugendhat in Brünn oder Le Corbusiers Unité d’Habitation in Marseille besuchten. Sie sprachen mit Menschen, die früher in diesen Häusern wohnten und oft waren diese Menschen noch Kinder, als sie sich durch diese Räume bewegten. Wir ahnen es: Kinderaugen sehen ganz andere Dinge als das, was später in den Geschichtsbüchern stehen wird. Sabine von Fischer haben wir es zu verdanken, dass sie dieses besondere Buch für uns alle entdeckt hat.
Archijeunes
Baukulturelle Bildung für Kinder und Jugendliche


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Ein gemeinsames Projekt
von SIA und BSA

   






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