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Liebe Freundinnen und Freunde von Archijeunes
 
Am LAB-Symposium «Baukulturvermittlung als gesellschaftliche Verantwortung» im letzten September in Zug haben wir im «Offenen Brief an Bundesrat Alain Berset» gefordert, dass Baukultur in der Struktur des Schweizerischen Bildungssystems verankert wird. Auf Einladung von Archijeunes haben sich nun im Mai VertreterInnen von i2a, Ville-en-tête, der Konferenz Bildschulen Schweiz, dem K'werk Zug und Archijeunes getroffen, um dieser Idee Taten folgen zu lassen. Diskutiert wurde unser Vorschlag, dass sich schweizweit alle Institutionen, die sich für baukulturelle Bildung engagieren, regelmässig zusammenfinden: Um sich über ihre Tätigkeiten auszutauschen, sich gegenseitig zu unterstützen und ein politisches Lobbying für baukulturelle Bildung von Kindern und Jugendlichen aufzubauen. Mit Erfolg: Am 13. September soll im i2a, dem istituto internazionale di architettura, in der Villa Saroli in Lugano der «Lange Tisch Baukulturelle Bildung» gegründet werden. Gemeinsam wollen wir unsere Kräfte bündeln, um der Forderung Nachdruck zu verleihen, Baukultur im Schweizer Bildungscurriculum zu verankern.
 
save the date!
Das im April-Newsletter von Archijeunes angekündigte Kolloquium «Elemente einer Baukulturellen Allgemeinbildung» steht. Es findet statt am Freitag 8. November 2019 in der Semper-Aula im Hauptgebäude der ETH Zürich. Am Donnerstag 7. November wird es dazu einen einführenden Abendvortrag geben. Das detaillierte Programm werden wir im September publizieren.

Nun wünsche ich Ihnen schöne Sommertage.

Herzliche Grüsse
Thomas Schregenberger, Präsident Archijeunes
 

Raumplanung: Die Karten werden neu gemischt

Archijeunes-Geschäftsleiterin Kathrin Siebert traf Ende Mai die Spitzen der Raumplanungsverbände Espace Suisse und Fédération Suisse des Urbanistes (FSU). Der Bereich der Raumplanung interessiert uns sehr, werden doch gerade auf dieser Ebene Entscheidungen mit sehr langfristiger Wirkung gefällt. Zur Zeit tut sich in der Raumplanung viel: Die Übergangsfrist zur Umsetzung der ersten Etappe der Revision des Raumplanungsgesetzes (RPG 1) in den Kantonen lief am 30. April ab. Jetzt geht es ums Eingemachte, wenn die Gemeinden involviert werden! Espace Suisse richtet anlässlich dieses Meilensteins am 4. Juli einen Kongress in Solothurn aus.
Vermutlich diesen Herbst wird die zweite Etappe der Revision (RPG 2) in den parlamentarischen Betrieb eingespiesen. Bei RPG 2 geht es um das Bauen ausserhalb der Bauzone – ein heisses Eisen, soviel ist gewiss. Ausserdem lancierten vier Verbände aus dem Bereich Heimat- und Landschaftsschutz Ende März eine Volksinitiative, die den Grundsatz der Trennung von Baugebiet und Nichtbaugebiet in der Verfassung verankern will. Was harmlos klingt (gilt das nicht schon seit Langem?) hat mehr Sprengkraft als auf den ersten Blick ersichtlich. Wenn der Trennungsgrundsatz Verfassungsrang hat, werden es Ausnahmen schwer haben.
Am Treffen in Bern beschlossen Espace Suisse, FSU und Archijeunes eine enge Zusammenarbeit. Zu den bereits bestehenden Lektionen auf unserer Plattform («Was ist Raumplanung» oder «Raumplanung-Lebensräume») sollen so bald wie möglich weitere Lerneinheiten stossen. Wir freuen uns und sind gespannt, was die Zukunft noch alles bringt!

Ab in die Ferien – mit Baukultur!

Die Sommerferien stehen vor der Tür. Und damit die Gelegenheit, eines der spannenden Angebote der baukulturellen Bildung zu nutzen. Zum Beispiel in Sent: Das Zentrum für Gegenwartskunst Nairs veranstaltet dort eine Schnitzeljagd, bei der die Kinder das Dorf auf neue Weise kennenlernen. Oder in Zürich: Da soll doch tatsächlich ein Kinderhotel gebaut werden! Die erfahrene Architektin und Vermittlerin Barbara Toussas leitet mit ihrer Organisation spacecake den Workshop. In Lugano hat das i2a wieder ein vielfältiges Sommerprogramm für Kinder und Jugendliche auf die Beine gestellt. Das umtriebige Architekturforum Ostschweiz organisiert ein Sommer Camp Architektur in St. Gallen, Frauenfeld und Rapperwil-Jona – und im Zentrum Architektur Zürich findet das ZAZ Sommeratelier «Wir bauen eine Stadt Neu-Chaotikon» auf Initiative von Archijeunes und der Bildschulen Schweiz statt. Wissen Sie noch von anderen Sommerprogrammen? Wir nehmen Hinweise gerne entgegen.
 

Die «Strategie Baukultur» des Bundes ist da

Es ist soweit: Die Strategie Baukultur als ein Ergebnis der Kulturbotschaft 2016–2020 liegt zur informellen Anhörung vor. Unter der Federführung des Bundesamts für Kultur (BAK) erarbeiten fünfzehn Bundesstellen gemeinsam eine interdepartementale Strategie Baukultur. Die Anfangs Juni publizierte Strategie entstand in einem breiten Mitwirkungsverfahren: Das BAK veranstaltete mehrere so genannte «Stakeholder-Dialoge», zu denen auch Archijeunes eingeladen wurde. Wir brachten unsere Anliegen ein und freuen uns natürlich, dass die Vermittlung von Baukultur ganz oben auf der Agenda des BAK steht. Einige Erkenntnisse aus unserer Studie «Baukulturelle Bildung an Schweizer Schulen» sind in die Strategie Baukultur eingeflossen. Alle interessierten Kreise sind eingeladen, Ihre Bemerkungen abzugeben. Die Anhörung findet parallel zur Vernehmlassung der neuen Kulturbotschaft 2021–2024 statt und dauert bis zum 20. September 2019.
Luftaufnahmen 1946 und heute

Wie sich die Schweiz doch verändert hat! Wir wissen zwar alle, dass der weitaus grösste Teil der Bausubstanz in diesem Land erst nach dem Zweiten Weltkrieg erstellt wurde. Aber so richtig fassen können wir es nicht. Das Bundesamt für Landestopografie (Swisstopo) präsentiert nun einzigartige Luftaufnahmen von 1946: Kurz nach Ende des Krieges überflogen amerikanische Bomber die Schweiz und fotografierten systematisch jeden Winkel des Landes – mit Erlaubnis des Bundesrates. Die Bilder zeigen eine verschwundene, nur spärlich überbaute Schweiz, die noch stark agrarisch geprägt war. Besonders augenfällig wird die Veränderung angesichts heutiger Aufnahmen. Eine Webseite von Swisstopo erlaubt den schnellen Vergleich mit einem Schieberegler. Schauen Sie doch mal vorbei und staunen Sie!
Archijeunes
Baukulturvermittlung für Kinder und Jugendliche

Postfach 907
4001 Basel
office@archijeunes.ch
Ein gemeinsames Projekt
von SIA und BSA

   






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Archijeunes · Pfluggässlein 3 · Basel 4001 · Switzerland

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