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Der Aufsteiger fordert den Meister im Halbfinale!
 

Herzlich Willkommen ...


... beim Medien-Newsletter der easyCredit BBL, heute mit Informationen zu den beiden am Sonntag beginnenden Halbfinalserien, in denen jeweils ein spanischer Trainer auf einen Headcoach aus dem früheren Jugoslawien trifft:


FC Bayern München (1) – RASTA Vechta (4)


Titel: München: Deutscher Meister 1954, 1955 (vor Gründung der Bundesliga), 2014 und 2018 – Deutscher Pokalsieger 1968 und 2018 / Vechta: -

Ewige Bilanz: Von den bisherigen sechs Begegnungen entschieden die Bayern fünf für sich, Vechtas einziger Sieg war der Überraschungs-Erfolg in der vergangenen Hauptrunde (dazu unten mehr).

Saison-Duelle: Das Hinspiel am zweiten Spieltag gewannen die Münchener 79:66, aber knapp zwei Minuten vor Schluss hatte Vechta nur mit drei Punkten zurückgelegen. Im Rückspiel im März folgte die Sensation: Das Überraschungsteam aus Vechta, das zuvor schon Berlin und Bamberg geschlagen hatte, wies vor den eigenen Fans die Bayern mit 93:75 in die Schranken und sorgte damit für eine von nur drei Saisonniederlagen des amtierenden Meisters - ein Festtag für die niedersächsische Kreisstadt Vechta und ihre 32.000 Einwohner gegen den weltbekannten Klub.

Playoff-Duelle: Da die Vechtaner dieses Jahr das erste Mal in ihrer Clubgeschichte an der Postseason teilnehmen, ist auch diese Serie ist eine Playoff-Premiere. Die Paarung erinnert allerdings an das Viertelfinale von 2012 zwischen den Artland Dragons und München: Quakenbrück ist nur 26 Kilometer von Vechta entfernt, hat sogar nur 13.000 Einwohner, hatte ähnlich wie Vechta mit Stefan Niemeyer einen potenten Unternehmer als Unterstützer - und besiegte die Bayern 2012 sensationell mit 3-2 (kurz danach stieß übrigens Pedro Calles zu den Dragons - damals noch als Athletiktrainer). Bisher gelang es zwei Klubs, als Aufsteiger das Finale zu erreichen: Bonn 1997 und Köln 2002.

Die härtesten Niederlagen: Für den FC Bayern war die beschriebene 75:93-Schlappe aus dem vergangenen März sicherlich die am wenigsten zu erwartende und deshalb die härteste Niederlage. In Vechta erinnert man sich dagegen äußerst ungern an die Rückrundenpartie aus der Saison 2016/17, bei der die Rastafaris vor den heimischen Fans mit 57:101 unter die Räder kamen. Und auch in der Rückrunde 2013/14 setzte es eine herbe 58:82-Heimniederlage gegen die Bayern.

Die Trainer: An dieser Stelle sei nochmals auf Stefan Kochs Kolumne über den Trainer des Jahres Pedro Calles verwiesen, die es hier zu lesen gibt.

Duelle im Fokus:

Generell ist es das Duell der „Glorreichen Sieben“ des ersatzgeschwächten Aufsteigers aus der Provinz gegen einen weltbekannten Klub, der als Double-Sieger die tiefste Rotation der Liga vorweisen kann.

Danilo Barthel gegen Philipp Herkenhoff: Schon im Viertelfinale gegen Braunschweig bekam es Barthel (10,7 Punkte, 64,7 Prozent Wurfquote, 5,3 Rebounds und 3,7 Assists im Schnitt gegen Braunschweig) in Person von Christian Sengfelder mit einem Nationalmannschafts-Kollegen zu tun, der in allen drei Spielen herausragte. Bei Vechta wartet auf den Münchener mit Philipp Herkenhoff (2 Länderspiele) nun ebenfalls ein junger Nationalspieler, der bisher alle Erwartungen übertroffen hat: Das erst 19-jährige Talent wuchs in der Viertelfinal-Serie gegen Bamberg über sich hinaus und legte in den beiden ersten Spielen mal eben ein Double Double auf (20-11 und 16-10). Im Schnitt kommt Herkenhoff in der Postseason bisher auf 15,8 PTS, 7,3 REB und 51,2 FG% - mal abwarten, ob er das auch gegen den amtierenden Finals-MVP liefern kann, der im Viertelfinale Münchens zuverlässigster Akteur war.

Nihad Djedovic gegen Austin Hollins: Setzt München Djedovic auf den Topscorer Vechtas an? Hollins ist zweitbester Scorer der Playoffs, schenkte Bamberg im Viertelfinale im Schnitt 22,8 Punkte ein und traf dabei 55,6 Prozent von Downtown (20/36 Dreier) und 53,9 Prozent aus dem Feld generell. Sollte sich Djedovic um Hollins kümmern, müsste Small Forward Vladimir Lucic in der Startformation wohl mit T.J. Bray oder Max DiLeo einen der beiden Aufbauspieler verteidigen – oder baut Münchens Trainer Dejan Radonjic ähnlich wie Bamberg die erste Fünf um, um besser auf Vechtas Small Ball vorbereitet zu sein?

Zahlen, bitte:

Die Bayern nehmen in den Playoffs bisher lediglich 56,3 Feldwürfe pro Partie, womit sie im Team-Vergleich auf dem achten Platz liegen. Vechta dagegen verzeichnet pro Spiel 65,5 Feldwurfversuche und führt damit die acht Playoff-Teams an.

Das gleiche Bild bei den Dreiern: Vechta nimmt in den Playoffs im Schnitt 31,5 Würfe von Downtown (Rang eins), München nur 21,3 (Rang acht).

In einer Sache sind sich beide Mannschaften aber einig: Ihren jeweiligen Gegner behandeln sie fair. Sowohl die Bayern (18,0 Fouls) als auch die Vechtaner (18,3 Fouls) begehen zusammen mit Braunschweig die wenigsten Fouls der Playoff-Teams.

Achtung, Balldiebe! Unter den besten vier „Stealern“ in den Playoffs sind gleich drei Rastafaris: Austin Hollins (2,8 Ballgewinne pro Spiel), Max DiLeo (2,8) und T.J. Bray (2,0).

Mehr zu der Partie hier in unserer offiziellen Vorschau.

EWE Baskets Oldenburg (2) – ALBA BERLIN (3)


Titel: Oldenburg: Deutscher Meister 2009 – Deutscher Pokalsieger 2015 / Berlin: Deutscher Meister 1997, 1998, 1999, 2000, 2001, 2002, 2003, 2008 – Deutscher Pokalsieger 1997, 1999, 2002, 2003, 2006, 2009, 2013, 2014, 2016 – Korac Cup-Sieger 1995

Ewige Bilanz: In der seit 1998 bestehenden Statistik-Datenbank haben die Albatrosse 40 von insgesamt 60 Duellen gewonnen, Oldenburg entschied 20 Spiele für sich.

Playoff-Duelle: Insgesamt trafen beide Teams bisher fünfmal in der Postseason aufeinander - und jedes Mal gewannen die Berliner. Dreimal ging die Serie über fünf Spiele, wie im letztjährigen Viertelfinale. Diese Saison allerdings steht der Heimvorteil erstmals auf Seiten der Donnervögel.

Viertelfinale 2018: 3-2 für Berlin
Viertelfinale 2015: 3-0 für Berlin
Viertelfinale 2011: 3-2 Berlin
Halbfinale 2008: 3-1 für Berlin
Viertelfinale 2006: 3-2 für Berlin

Saison-Duelle: Das Hinspiel entschied Berlin mit 93:84 in Oldenburg für sich (die einzige Heimniederlage der Oldenburger in der Hauptrunde!), im Rückspiel siegten dann aber die Donnervögel 94:78 in fremder Halle.

Die härtesten Niederlagen: Für die Oldenburger setzte es im Oktober 2001 eine bittere Niederlage mit 33 Punkten (72:105 in Berlin). In jener Saison lief es ohnehin nicht gut für die Donnervögel, die nach der Hauptrunde auf dem vorletzten Platz landeten und dem Gang in die zweite Liga erst in der Abstiegsrunde knapp entgingen. Im Viertelfinale 2011 stand es nach vier Partien 2-2, im entscheidenden fünften Spiel jedoch brach Oldenburg komplett ein und holte sich eine 68:99-Auswärtsklatsche ab, womit der Finaltraum platzte. Der spätere Oldenburger Julius Jenkins wurde mit 19 Punkten Topscorer.

Alte Bekannte: Für Oldenburgs Marko Bacak geht es gegen seine Geburtsstadt und seinen ehemaligen Verein; er lief 2014/15 für die Zweitvertretung der Albatrosse in der Regionalliga auf. Auch Vojdan Stojanovski wird sich an alte Zeiten erinnern, denn von 2013 bis 2015 war der Oldenburger Shooting Guard ein Berliner, wurde 2014 Pokalsieger und Deutscher Vizemeister.

Die Trainer: Ein Duell zweier sehr ungleicher Trainer-Karrieren: Auf der einen Seite Berlins Coach Aíto Garcia Reneses, der bereits als Spieler für den FC Barcelona aktiv war, dessen Trainerkarriere bei namhaften Erstliga-Clubs und der spanischen Nationalmannschaft ihren Lauf nahm und der sportlich beinah alles erreicht hat (u.a. Olympia-Silber 2008, neunmaliger Spanischer Meister, fünffacher Spanischer Pokalsieger und viermaliger Trainer des Jahres in Spanien). Auf der anderen Oldenburgs Trainer Mladen Drijencic, dessen Durchbruch erst deutlich später gelang. Der 54-Jährige kam 1994 als Kriegsflüchtling aus Bosnien-Herzegowina nach Deutschland und arbeitete sich als Trainer stetig nach oben. Über die Stationen Oberliga, Regionalliga, Jugend-Nationalmannschaft und ProB ging es Anfang 2015 schließlich an die Seitenlinie der EWE Baskets, mit denen er prompt Pokalsieger wurde.

Duelle im Fokus:

Philipp Schwethelm gegen Niels Giffey: Das Duell der deutschen Flügelspieler. Wer kann sich durchsetzen: Der frühere Nationalspieler Schwethelm (49 Länderspiele) oder der aktuelle DBB-Forward Giffey (61 Länderspiele)?

Rasid Mahalbasic gegen Johannes Thiemann: Da Landry Nnoko und Dennis Clifford zuletzt verletzt ausfielen, könnte es gut sein, dass sich Nationalmannschafts-Center Thiemann um Oldenburgs Mister Triple Double kümmern muss. Gegen Rasid Mahalbasic gilt es, ein weiteres Triple Double zu verhindern – denn die haben bei den vergangenen vier Malen stets für den Oldenburger Sieg gesorgt. Mahalbasic legte in den drei Viertelfinalpartien im Schnitt 13,7 Punkte (68,2 FG%), 11,3 Rebounds und 7,0 Assists auf.

Will Cummings gegen Peyton Siva: Natürlich treffen hier auch der bisherige MVP Luke Sikma und der aktuelle MVP Will Cummings aufeinander, aber im direkten Duell wird sich Oldenburgs Aufbau wohl mit Peyton Siva messen dürfen, der auch ligaweit für seine Schnelligkeit gefürchtet wird. Cummings legte in den drei Viertelfinalpartien im Schnitt 27,3 Punkte und 4,7 Assists auf, netzte 54,2 Prozent seiner Feldwürfe ein und zog 7,7 Fouls im Schnitt – mehr als jeder andere Akteur der ersten Playoffrunde.

Karsten Tadda gegen Joshiko Saibou: Zwei Nationalspieler, die beide gerne mit nach China zur WM möchten, im direkten Guard-Duell.

Zahlen, bitte:

Die zwei Offensivmaschinerien der easyCredit BBL: Oldenburg legte in der Hauptrunde im Schnitt 93,4 Punkte auf (Liga-Rang eins), Berlin kam auf durchschnittlich 92,7 Punkte (Liga-Rang zwei). Und auch in den Playoffs sind Berlin und Oldenburg bis hierhin die beiden punktestärksten Teams, allerdings in umgekehrter Reihenfolge: Die Albatrosse kommen bisher auf beachtliche 101,6 Punkte pro Spiel, die Niedersachsen auf 99,6.

Das spiegelt sich auch in den Wurfquoten wider, auch hier liegen die Hauptstädter vorn: Die Albatrosse bringen in den Playoffs starke 56,5 Prozent ihrer Feldwürfe im Korb unter, die Oldenburger stehen mit 54,1 Prozent knapp dahinter (Plätze eins und zwei im Team-Ranking).

Doch es gibt auch Unterschiede: Während die Berliner in der Postseason bisher 46,3 Prozent ihrer Dreier verwerten (erster Rang), kommt Oldenburg nur auf 35,4 Prozent erfolgreiche Dreipunktewürfe (letzter Rang).

Oldenburgs Will Cummings und Berlins Peyton Siva gehören zu den besten Balldieben der Liga: Der MVP kam in der Hauptrunde im Schnitt auf 1,7 Steals pro Partie (Liga-Rang drei), Siva auf 1,6 Steals pro Spiel (Liga-Rang fünf).

Mehr zu der Partie in Kürze hier in unserer offiziellen Vorschau.

Wechselbörse 2019/20


Klar, die Playoffs laufen noch - aber eben nur noch für vier Teams. Die restlichen Clubs beschäftigen sich schon mit der Zukunft und sind zum Teil bereits mit der Kaderplanung für die kommende Spielzeit beschäftigt. Um den Überblick zu behalten, gibt es nun bereits unsere Wechselbörse für die Saison 2019/20, die jeden Tag aktualisiert wird: Wer steht unter Vertrag? Wer ist neu? Wer ist weg? Antworten auf diese Fragen gibt es hier.


Mehr Informationen


Weitere Informationen zu den anstehenden Partien finden sich in den Vorberichten, die es in der Regel zwei Tage vorher hier im Spielplan unter dem Punkt Spielinfo gibt. Dort werden auch statistische und historische Zahlen der Gegner im direkten Vergleich gegenübergestellt.

Im Pressespiegel der easyCredit BBL werden Artikel aus den deutschen Zeitungen und Online-Medien gesammelt und auch die Klubs haben auf ihren Internetseiten Previews zu ihren Partien.
Die Nächsten Spiele
 
 Sonntag, 02.06.2019  



15:00 Uhr: EWE Baskets Oldenburg vs. ALBA BERLIN
(Halbfinale, 1. Spieltag) - Live auf SPORT1 | Vorbericht
 
18:00 Uhr: FC Bayern München vs. RASTA Vechta
(Halbfinale, 1. Spieltag) - Live bei MagentaSport | Vorbericht
 
 Dienstag, 04.06.2019  



20:30 Uhr: RASTA Vechta vs. FC Bayern München
(Halbfinale, 2. Spieltag) - Live bei MagentaSport | Vorbericht
 
 Mittwoch, 05.06.2019  



20:30 Uhr: ALBA BERLIN vs. EWE Baskets Oldenburg
(Halbfinale, 2. Spieltag) - Live auf SPORT1 | Vorbericht
  
Playoffs 2019
 
Playoff-Viertelfinale
  FC Bayern München vs. Basketball Löwen Braunschweig 3 : 0  
  RASTA Vechta vs. Brose Bamberg 3 : 1  
  EWE Baskets Oldenburg vs. Telekom Baskets Bonn 3 : 0  
  ALBA BERLIN vs. ratiopharm ulm 3 : 0  
 
Playoff-Halbfinale
  FC Bayern München vs. RASTA Vechta 0 : 0  
  EWE Baskets Oldenburg vs. ALBA BERLIN 0 : 0  
 
Playoff-Finale
  Finalist 2 vs. Finalist 1 0 : 0  
 
Zum Playoffbaum und Spielplan
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