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Die kommenden filmphilharmonischen Konzerte: HITCHCOCK & HERRMANN, LOVE STORIES und mehr! (Februar 2016)

LIEBE? ALLES GESCHICHTE...

Kongenial. Zum Scheitern verdammt. Taktvoll. Leidenschaftlich. Wie viele Arten von zwischenmenschlichen Beziehungen kennen wir wohl? Die seit Langem währende Romanze zwischen Film und Musik hat zahlreiche Sprösslinge hervorgebracht, und in diesem Februar feiert die EUROPÄISCHE FILMPHILHARMONIE einige dieser ziemlich unterschiedlichen Beziehungen: die zwischen Alfred Hitchcock und Bernard Herrmann, zwischen Norman Bates und seiner Mutter, zwischen Hollywood und Babelsberg, zwischen Scarlett O'Hara und Rhett Butler und natürlich auch die zwischen Romeo und Julia.

Die Zusammenarbeit zwischen dem amerikanischen Komponisten Bernard Herrmann und dem "Master of Suspense", dem britischen Regisseur Alfred Hitchcock, gilt sicherlich zu Recht als eine der einflussreichsten und elektrisierendsten künstlerischen Partnerschaften aller Zeiten. Ihr gemeinsames Schaffen begann angenehm mit IMMER ÄRGER MIT HARRY (1955) und endete elf Jahre später abrupt mit DER ZERRISSENE VORHANG (1966). Regisseur und Komponist, die sich beide durch ihre kämpferischen Egos auszeichneten, forderten die in Hollywood geltenden Filmmusikkonventionen mit Klassikern wie VERTIGO (1958), DER UNSICHTBARE DRITTE (1959) und PSYCHO (1960) heraus und erneuerten dadurch die Art, Filme zu vertonen. Wir sind stolz darauf, dass das Melbourne Symphony Orchestra unter der Leitung von Benjamin Northey am vergangenen Wochenende unser grundlegend überarbeitetes Hitchcock-Herrmann-Programm aus der Taufe gehoben hat. Die Programmfolge enthält viele unvergessliche live-to-projection-Sequenzen, beispielsweise das Finale aus DER MANN, DER ZUVIEL WUSSTE (1956) mit den beeindruckenden Aufnahmen aus der Londoner Royal Albert Hall - so packend wie ein Hitchcock-Film und so fesselnd wie Bernard Herrmanns Musik. Das Konzertprogramm widmet sich allen Kindern dieses Paares: von den wagnerianischen Anklängen in VERTIGO und MARNIE (1964) zu der brutalen und gewaltigen Musik für DER ZERRISSENE VORHANG, die letztlich von Hitchcock zugunsten einer etwas gefälligeren Filmmusik abgelehnt wurde. Es freut uns, dass wir nun auch diese Musik in Verbindung mit den Filmbildern in den Konzertsaal bringen können.
Vertigo
Zahlreiche Liebesgeschichten auf der Leinwand - seien sie unbeschwert, bewegt oder gar tragisch - wirken besonders stark durch das faszinierende Band, das nur Musik zwischen dem Publikum und den Protagonisten zu knüpfen vermag. Unser ebenfalls überarbeitetes Programm LOVE STORIES kommt passend zum diesjährigen Valentinstag in die Athener Konzerthalle Megaron. Vladimiros Simeonidis und das Staatsorchester Athen erweisen unwiderstehlichen und herzzerreißenden Filmmusiken aus den vergangenen Jahren die Ehre. Enthalten sind einige der großartigsten Geschichten, die aufs Notenpapier gebracht wurden, wie Max Steiners VOM WINDE VERWEHT (1939), Maurice Jarres DOKTOR SCHIWAGO (1965), John Barrys JENSEITS VON AFRIKA (1985), sowie vertrauliche Geschichten von Liebe und Trennung wie Nino Rotas LA STRADA (1954), Michel Legrands DIE REGENSCHIRME VON CHERBOURG (1964), Henry Mancinis FRÜHSTÜCK BEI TIFFANY (1961).

Babelsberg. Inbegriff des Films im aufkommenden 20. Jahrhundert - bis viele der besten Vertreter der Branche vor den Nationalsozialisten fliehen mussten und in Hollywood eine neue Traumfabrik begründeten. Wie groß der Verlust in Deutschland war, zeigt sich ebenso im ernst-dramatischen wie im heiteren Fach: Ob DIE DREI VON DER TANKSTELLE oder METROPOLIS - es ließen sich viele große Erfolge benennen, bei denen insbesondere auch die hohe Kunst der Filmmusik zu bewundern ist. Doch die Studios in Babelsberg verloren durch den Aufstieg der rechten Kräfte ihre besten Protagonisten. Nach 1933 setzte der Exodus aus der einstigen Filmmetropole ein. Für viele Regisseure, Produzenten, Schauspieler und Komponisten begann in den USA ein neues Leben. Nicht wenigen gelang es im Exil nicht mehr, den Anschluss zu finden und künstlerisch befriedigend tätig zu werden. Andere hatten Glück und schafften es, in Hollywood neu Fuß zu fassen. Es sind Namen wie Erich Wolfgang Korngold, Franz Waxman und Billy Wilder, die für diese Zeit stehen und die für ihre Produktionen nicht selten mit den begehrten Oscars ausgezeichnet wurden. Das neue Konzertprogramm VON BABELSBERG NACH HOLLYWOOD wurde für das diesjährigen Kurt-Weill-Fest in Dessau entwickelt und legt besonderen Wert auf die Komponisten Werner Richard Heymann, Friedrich Hollaender und Walter Jurmann, die mit Evergreens wie "Liebling, mein Herz lässt dich grüßen", "Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt" und "Veronika, der Lenz ist da" das Tonfilmschaffen in Deutschland in den frühen 1930er-Jahren zur Blüte brachten.
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5. und 6. Februar 2016 @ Melbourne, Australien
Filmmusikkonzert HITCHCOCK & HERRMANN - Weltpremiere
Melbourne Symphony Orchestra
Melbourne Symphony Orchestra Chorus
Dirigent: Benjamin Northey
Moderation: Phillip Sametz

8. und 9. Februar 2016 @ München, Deutschland
Filmmusikkonzert JAGD AUF 007 - EINE NACHT MIT JAMES BOND - Weltpremiere
Münchner Symphoniker
Tertia Botha und Dennis LeGree, Gesang
Dirigent: Christian Schumann

11. Februar 2016 @ Hamburg, Deutschland
FilmKonzert THE GOLD RUSH - GOLDRAUSCH
Hamburger Symphoniker
Dirigent: Stefanos Tsialis

12. Februar 2016 @ Berlin, Deutschland
FilmKonzert DER MÜDE TOD - Weltpremiere
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Dirigent: Frank Strobel

13. Februar 2016 @ Porto, Portugal
FilmKonzert ROMEO UND JULIA
Orquestra Sinfónica do Porto
Dirigent: Adrian Prabava

14. Februar 2016 @ Athen, Griechenland
Filmmusikkonzert LOVE STORIES - Weltpremiere
Athens State Orchestra
Dirigent: Vladimiros Simeonidis

27. Februar 2016 @ Dessau, Deutschland
Filmmusikkonzert VON BABELSBERG NACH HOLLYWOOD - Weltpremiere
Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz
Dirigent: Frank Strobel
Moderation: Manfred Callsen

29. Februar 2016 @ Dortmund, Deutschland
FilmKonzert CITY LIGHTS - LICHTER DER GROSSSTADT
Dortmunder Philharmoniker
Dirigent: Gabriel Feltz
Konzerteinführung: Ulrich Wünschel
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FOTOS:
ALFRED HITCHCOCK pictures, PSYCHO (© Deutsche Kinemathek)
BERNARD HERRMANN pictures (@ The Bernard Herrmann Estate)
VERTIGO (© Deutsches Filmmuseum Frankfurt)

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