Copy
03.02.  | Audio-visuelle Lesung Lebensläufe aus dem Ruhrgebiet
14.02.  | CZ-Film Generation »N« – Deutschböhme
15.02.  | Buchvorstellung Nationalismus im Osten Europas
18.02.  | Benefizkonzert für das Kinderhospiz »Regenbogenland«
19.02.  | Vortrag Das Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte
22.02.  | Ausstellungseröffnung  Briefmarken des Saarlandes 1947 bis 1957
22.02.  | Vortrag  Die Ostfront im Ersten Weltkrieg
27.02.  | Vortrag  »Josef Sudek: Topographie der  Trümmer«
​28.02.  | Film Verlorene Dörfer in Masuren

»Manchmal ess ich morgens Brot« – Lebensläufe aus dem Ruhrgebiet

Eine audio-visuelle Lesung

Sa,
03.02.
19.00 Uhr

 
Talal (Jg. 1967) aus Essen war Mathematikprofessor, in einem anderen Leben, im Irak. Heute hilft er Flüchtlingen. Haeng-Ja (Jg. 1947) aus Bochum isst mittlerweile manchmal morgens Brot – undenkbar, als sie vor fast 50 Jahren aus Korea ins Ruhrgebiet kam. Bergmannssohn Uwe (Jg. 1950) aus Dortmund floh vor 60 Jahren mit seiner Familie aus der DDR. Heute hat Uwe eine Dauerkarte fürs Westfalenstadion. Bridget (Jg. 1963) wurde in Kamerun geboren und bleibt vor allem in Bochum, weil ihr Mann hier glücklich ist.
Zwischen Halden und Heimat, Stadion und Strukturwandel hat sich Dokumentarfilmerin Undine Siepker (»Ali sein Garten«) auf die Suche nach Menschen und ihren Geschichten gemacht. Gefunden hat sie Erstaunliches, Tragisches, Schönes – und große Weisheit. Gelebte Ruhrgebietsgeschichte in Bild und Text: Anekdoten, Plädoyers, schmerzhafte Erinnerungen und gelebte Fragen verschmelzen zu einer großen audio-visuellen Erzählung. Die Schauspieler leihen den Protagonisten ihre Stimmen, geben ihre Erzählung, die verdichtete Geschichte ihres Lebens wieder, während die Protagonisten selbst diese in Videoaufnahmen ergänzen und sich den großen und winzig kleinen Fragen des Lebens widmen.
Im Anschluss an die Vorführung beantworten die Regisseurin Undine Siepker und die Mitwirkenden Fragen aus dem Publikum und erzählen vom Entstehen des Projekts. Foto: Kandalowski-Gieseler
Deutsch-polnische Grenze in Ahlbeck-Świnoujście

Generation »N« – Deutschböhme

Tschechischer DokFilm am Mittwoch

Mi,
14.02.
19.00 Uhr

 
CZ 2016, 86 Min., OmU, Regie: Veronika Kupková, Olga Komarevtseva
Veronika Kupková und Olga Komarevtseva lassen in ihrem Film vertriebene und daheimgebliebene Sudetendeutsche von ihren Erfahrungen nach 1945 erzählen. Die vier betagten Zeitzeugen erinnern sich vor der Kamera an ihre bewegten, manchmal unglaublichen Schicksale. So konnte die Familie von Pauli Luft nur deshalb im Land bleiben, weil sie bei den Nachkriegstransporten der Deutschen aus der Tschechoslowakei einfach vergessen wurde. Und Simeon Schlosser verlor seine Heimat gleich zweimal: das erste Mal, als er vertrieben wurde, das zweite Mal, als seine Heimatstadt für einen Talsperrenbau geflutet wurde. Für ihren Film haben die beiden jungen Frauen aus Tschechien und Russland, die als Projektmanagerinnen in einer internationalen Freizeit- und Begegnungsstätte arbeiteten, den Deutsch-tschechischen Journalistenpreis 2017 in der Kategorie Multimedia erhalten. »Dank ihrer Eigeninitiative und der bewegenden menschlichen Aussagen der Protagonisten des Films haben die Autorinnen das Thema sowohl einem deutschen als auch einem tschechischen Publikum nähergebracht«, heißt es in der Begründung der Jury.
Im Anschluss beantworten die Regisseurinnen die Fragen des Publikums in einem Videogespräch.
In Kooperation mit: Tschechisches Zentrum Düsseldorf
Deutsch-polnische Grenze in Ahlbeck-Świnoujście

Nationalismus im Osten Europas. Was Kaczyński und Orban mit Le Pen und Wilders verbindet.

Buchvorstellung und Gespräch mit Reinhold Vetter

Do,
15.02.
19.00 Uhr

 
Nationalistische und rechtspopulistische Kräfte haben derzeit in vielen europäischen Ländern eine Stärke, die noch vor wenigen Jahren kaum jemand für möglich gehalten hätte. Den Ursachen wie auch den Gemeinsamkeiten dieser Entwicklung, die nicht zuletzt die Europäische Union vor ungeahnte Herausforderungen stellt, geht Reinhold Vetter in seinem neuen Buch nach. Er ist ein ausgewiesener Kenner: Der studierte Politologe war viele Jahre als Korrespondent des ARD-Hörfunkprogramms und dann des Handelsblattes in Warschau und Budapest tätig. Er schreibt regelmäßig für die Neue Zürcher Zeitung.
In Kooperation mit: Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde e. V. ; Abb.: Mitglieder der ungarischen Jobbik sammeln sich gegen ein Treffen des Jüdischen Weltkongresses in Budapest 2013; Bild wikipedia

Benefizkonzert für das Kinderhospiz »Regenbogenland« Düsseldorf

 

So,
18.02.
15.30 Uhr

 
mit Takao Hoshino (Bariton), Satsuki Wakabayashi (Klavier) und dem Japanischen Kinderchor –  Lieder aus Japan und von Johannes Brahms, Walzer von Frédéric Chopin u.a.; Mit freundlicher Unterstützung von Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus, Bürgerverein Düsseldorf- Lörick e.V., Japanisches Generalkonsulat Düsseldorf und Japanische internationale Schule e.V. in Düsseldorf

Das Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte unter neuer Leitung

Vortrag und Gespräch mit Kornelius Ens M. A.

Mo,
19.02.
19.00 Uhr

 
Das Museum in Detmold kann inzwischen auf eine mehr als zwei Jahrzehnte umspannende Entwicklung zurückblicken. Seit der Eröffnung 1996 hat es sich zum zentralen Geschichtsort für alle diejenigen entwickelt, die Interesse an Geschichte und Kultur der Deutschen haben, die einst nach Russland ausgewandert sind und deren Nachkommen heute – nach vielfacher Verfolgung in der Sowjetunion – zumeist wieder in Deutschland leben. Das Museum hat bemerkenswerte Modernisierungsetappen zurückgelegt: 2009 entstand ein Neubau, 2011 eröffnete die neu konzipierte Dauerausstellung. Im März 2017 trat Kornelius Ens M. A. die Nachfolge der Museumsleiterin Dr. Katharina Neufeld an. Der studierte Historiker und evangelische Theologe erläutert den gegenwärtigen Stand und die Zukunftsperspektiven des Museums.
 

Briefmarken des Saarlandes 1947 bis 1957

 

22.02.
bis
09.03.

 
Teil 4 der Ausstellung (vor der Bibliothek) »Große Mächte in kleinen Formaten«

Die Ostfront im Ersten Weltkrieg.

Die Aktualität eines (fast) vergessenen Kriegsschauplatzes.

Vortrag von Prof. Dr. Winfrid Halder

Do,
22.02.
18.00 Uhr

 
Veranstaltungsort: Westpreußisches Landesmuseum Warendorf, Klosterstraße 21, Warendorf
Im kollektiven Gedächtnis der Deutschen hat der Erste Weltkrieg einen festen Platz. Allerdings ist meist nur die Erinnerung an die Westfront präsent: Die Schrecken des Grabenkrieges sind nicht zuletzt durch besonders wirkungsmächtige Bücher – wie etwa Erich Maria Remarques »Im Westen nichts Neues« – vielen noch immer gegenwärtig. Die einstigen Schlachtfelder, z. B. bei Verdun, sind bis heute Anziehungspunkte für historisch Interessierte. Demgegenüber ist die Erinnerung an die Ostfront zwischen 1914 und 1918 weit weniger ausgeprägt. Wenn überhaupt, dann wird noch an den überraschenden deutschen Sieg über russische Truppen nahe des ostpreußischen Tannenberg (südlich des heutigen Olsztyn in Polen) im Spätsommer 1914 erinnert. Die folgenden Kampfhandlungen bis 1918 scheinen dagegen weitgehend vergessen zu sein – obwohl sie teilweise nicht minder heftig und verlustreich verliefen wie die »Materialschlachten« im Westen. Und obwohl die strategische Bedeutung der Ostfront für den Gesamtverlauf und die Ergebnisse des Ersten Weltkriegs keineswegs geringer war als die der Westfront. Bis heute wirken etwa manche Grenzfragen und -streitigkeiten nach, die sich aus der territorialen Umgestaltung des östlichen Mitteleuropa im Gefolge des Ersten Weltkriegs ergaben. Insofern sind einige Konsequenzen des »großen Krieges« bis heute aktuell. Abb.: Russische Gefangene nach der Schlacht bei Tannenberg

»Josef Sudek: Topographie der Trümmer« – Entstehung und Hintergründe

Vortrag von Mariana Kubištová

Di,
27.02.
19.00 Uhr

 
Im Vortrag zur Ausstellung »Josef Sudek: Topographie der Trümmer. Prag 1945« spricht die Kunsthistorikerin Mariana Kubištová über die Entstehung und den historischen Kontext der umfangreichen Fotoserie von Josef Sudek, in der er die Schäden dokumentiert, die der Zweite Weltkrieg in Prag hinterlassen hat. Die komplette Serie besteht aus fast 400 Fotografien mit dokumentarischem, vor allem jedoch künstlerischem Charakter. Mariana Kubištová (geb. 1981) absolvierte ein Studium der Kunstgeschichte an der Prager Karls-Universität. Seit 2005 beschäftigt sie sich mit Architekturfotografie. Diese war auch das Thema ihrer Magisterarbeit und Dissertation. Von 2011 bis 2012 leitete Mariana Kubištová das Forschungsprojekt »Josef Sudek als Fotograf der Zwischenkriegsarchitektur«, 2016 bereitete sie eine Ausstellung zum selben Thema für das Kunstgewerbemuseum in Prag vor, wo sie seit 2010 als Kuratorin für die Design-Sammlung beschäftigt ist. In Kooperation mit: Tschechischen Zentrum Düsseldorf; Abb.: The Institut of Art History, The Czech Academy of Sciences

Verlorene Dörfer in Masuren 

Filmvorführung

Mi,
28.02.
18.00 Uhr

 
In einem deutsch-polnischen Kooperationsprojekt des Gerhart-Hauptmann-Hauses haben Studierende aus Düsseldorf und Allenstein/Olsztyn im Sommer 2017 zwei Friedhöfe der verlorenen Dörfer Klein und Groß Pasken/Paski Małe i Wielkie in Masuren wieder sichtbar gemacht und das Schicksal ihrer früheren Bewohner erforscht. Der Filmemacher Daniel Raboldt aus Düsseldorf hat die Arbeiten in den masurischen Wäldern und die Recherchen in den Archiven mit der Kamera dokumentiert. Sein Dokumentationsfilm präsentiert ein außergewöhnliches internationales Begegnungsprojekt zwischen Rheinland und Masuren. Abb.: Aufräumarbeiten auf dem Friedhof in Klein Paasken (Paski-Mały)
Website
Email
Facebook
Kontakt
Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus •
Deutsch-osteuropäisches Forum
Bismarckstraße 90
40210 Düsseldorf
Zu Kontakten hinzufügen
Öffnungszeiten Ausstellungen
Mo und Mi: 10.00 – 17.00 Uhr
Di und Do: 10.00 – 19.00 Uhr
Fr: 10.00 – 14.00 Uhr
Sa auf Anfrage
Sonn- und feiertags geschlossen
© 2018 Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus • Deutsch-osteuropäisches Forum |
Wir freuen uns über Anregungen und Kritik | Newsletter abmelden

Email Marketing Powered by Mailchimp