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Tschechischer DokFilm  |  Vortrag Geschichte der Tschechoslowakei  |  Konzertlesung Rose Ausländer  |  Vortrag Max Brod  |  Exkursionen
Laufende Ausstellung (bis 28.02.):

»Wenn ihr wollt, ist es kein Märchen«

Lebenswege jüdischer Palästina-Auswanderer aus dem östlichen Europa

Hranice práce / The Limits of Work

Tschechischer DokFilm am Mittwoch
CZ 2017, 71 Min., OmeU, Regie: Apolena Rychlíková

Mi,
16.01.
19.00 Uhr

 
Gesetzwidrige Arbeitsbedingungen und niedrige Löhne sind auch in Tschechien für viele Menschen tägliche Realität. Fast ein Fünftel der Beschäftigten arbeitet für einen Stundenlohn, der gerade für einen Becher Kaffee reicht. Die Journalistin Saša Uhlová probierte im Selbstversuch, wie sich dies anfühlt, und sie traf die Menschen, die auf die mies bezahlten Jobs angewiesen sind. Mit einer versteckten Kamera dokumentierte sie die Arbeit vor Ort. Saša Uhlová arbeitete einen Monat in einer Krankenhauswäscherei, einer Geflügelfabrik und an einer Supermarkt-Kasse sowie am Fließband und in der Abfallentsorgung. Überall wurde in Schichten gearbeitet, die Arbeit war hart, die Arbeitsbedingungen mies oder gesetzeswidrig. Und doch traf sie auf Menschen mit einem erstaunlichen Arbeitsethos, der häufig in persönlichen Zwangslagen begründet war. Der Film, der zum Zyklus »Český žurnál« gehört, wurde beim Internationalen Dokumentarfilmfestival Jihlava sowohl von der Jury und als auch von den Zuschauern als bester tschechischer Dokfilm 2017 geehrt. In Kooperation mit: Tschechisches Zentrum Düsseldorf

1918-1938-1968 – Wendepunkte in der Geschichte der Tschechoslowakei

Vortrag von Dr. Miroslav Kunštát

Do,
24.01.
19.00 Uhr

 
Die 1918 auf den Trümmern der Habsburgermonarchie gegründete Tschechoslowakei schwebte von Beginn an als verhältnismäßig kleiner Staat in der Gefahr, im Ringen der größeren europäischen Mächte um eine hegemoniale Stellung zwischen die Fronten zu geraten. Neben der schwierigen äußeren Stellung hatte sie zudem als multiethnisches Gebilde mit großen inneren Problemen zu kämpfen. Der Prager Historiker Miroslav Kunštát resümiert die großen Entwicklungslinien der tschechoslowakischen Geschichte im 20. Jahrhundert und richtet den Blick auf die Bedeutung von deren historischen Erbe in der heutigen Tschechischen Republik.
Abb.: Einwohner von Prag mit tschechoslowakischer Flagge vor einem sowjetischen Panzer
In Kooperation mit: Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde DGO e. V.

Rose Ausländer: »Wirf deine  Angst in die Luft ...«

Konzertlesung

So,
27.01.
18.00 Uhr

 
Veranstaltungsort: Maxhaus, Schulstr. 11
Anlässlich des Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Holocaust/Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert eine Vielzahl von Kooperationspartnern an die aus Czernowitz stammende Literatin Rose Ausländer, die 1988 in Düsseldorf verstarb. Das Programm »Wirf deine Angst in die Luft« beinhaltet die berühmtesten Gedichte der Dichterin, gesprochen von Alicia Fassel, ergänzt durch die Originalstimme von Rose Ausländer, eingespielt in O-Ton-Aufnahmen. Die von Jan Rohlfing eigens auf die Gedichte komponierte Musik greift die Inhalte und Stimmungen der Texte auf und stellt sie bildhaft und atmosphärisch, dicht und intensiv dar. Die Musik stellt sich dabei ganz in den Dienst der Sache und eröffnet dem Publikum die tiefe Emotionalität der Lyrik Rose Ausländers, in der die Dichterin Verfolgung, Ghetto, Flucht, Verlust der Muttersprache, Staaten- und Heimatlosigkeit verarbeitet.
Nach der Begrüßung durch eine/n Vertreter/in der Landeshauptstadt Düsseldorf wird Herbert Rubinstein – wie Rose Ausländer geboren in Czernowitz – Worte des Gedenkens sprechen, ebenso Roman Franz, Vorsitzender des Landesverbandes der Sinti und Roma NRW.
Der Eintritt ist frei, eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Einlass ab 17.30 Uhr
Eine Veranstaltung der Mahn- und Gedenkstätte in Kooperation u. a.  mit der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus

Max Brod – Ein Leben für Kafka?

Vortrag von Michael Serrer

Di,
29.01.
19.00 Uhr

 
Max Brod wurde 1884 in Prag geboren. Als er 1902 Franz Kafka kennenlernte, fand dieser in ihm einen Freund und Förderer: Brod erkannte das Talent Kafkas und bestärkte ihn in seinem Schreiben. Er selbst wurde in diesen Jahren zu einem erfolgreichen Autor, Herausgeber und Kritiker – und zu einer wichtigen Figur in Prager Kunst- und Kulturkreisen. Er verhalf auch anderen Künstlern zum Durchbruch, mit Kafka aber verband ihn eine intensive Freundschaft. Als dieser 1924 jung starb, hinterließ er dem Freund nahezu alle unveröffentlichten Manuskripte (darunter die Romanfragmente »Der Prozess« und »Das Schloss«) und beauftragte ihn, sie zu verbrennen. Brod editierte und veröffentlichte sie stattdessen und verhalf Franz Kafka so posthum zu Weltruhm. Als er 1939 vor dem NS-Regime nach Palästina floh, nahm er Kafkas Vermächtnis mit und rettete es ein weiteres Mal vor der Vernichtung. Michael Serrer (Literaturbüro NRW) wird Arbeiten von Brod vorstellen und aus dem Leben des großen Literaturvermittlers berichten.
In Kooperation mit: Literaturbüro NRW
Begleitprogramm zur Ausstellung: »Wenn ihr wollt, ist es kein Märchen.« Lebenswege jüdischer Palästina-Auswanderer aus dem östlichen Europa.
Exkursionen
Do, 24.01. 09.40 bis 17.00 Uhr

Malerfürsten – eine Ausstellung in der Bundeskunsthalle Bonn

Tagesexkursion mit Dr. Sabine Grabowski
detaillierte Beschreibung
14.04. bis 19.04.

Zwischen Backsteingotik und DDR-Vergangenheit

Jugendstudienreise nach Rügen und Hiddensee
detaillierte Beschreibung
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Fr: 10.00 – 14.00 Uhr
Sa auf Anfrage
Sonn- und feiertags geschlossen
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