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04.07. | Lesung  zum 70. Todestag von Egon Erwin Kisch
05.07. | Vortrag  Der Dreißigjährige Krieg und die deutsche Dichtung
05.07. | Ausstellung  Briefmarken der Deutschen Demokratischen Republik 1949 bis 1957
09.07. | Werkstattbericht  Erinnerungen und Entwicklungen in Siebenbürgen
24.07. | Lesung  Hans Pleschinski »Wiesenstein«

Vorankündigung: Studienfahrt zum Europäischen Parlament (Anmeldeschluss: 31. Juli 2018)
Laufende Ausstellungen:

Struktur und Architektur (bis 20.07.)

Das postindustrielle Erbe Oberschlesien

In fremder Erde ruhen (bis 13.07.)

Zwangsarbeiter auf Düsseldorfer Friedhöfen

 »Überprüfbare Wahrheit ist es, was die Arbeit des Reporters so gefährlich macht.«

Lesung zum 70. Todestag von Egon Erwin Kisch

Mi,
04.07.
19.00 Uhr

 
Seine Heimatstadt Prag hat ihn geprägt bis zuletzt, obwohl er später in aller Welt zuhause war. In Prag wurde Egon Erwin Kisch (1885–1948) schon in jungen Jahren zum berühmten »rasenden Reporter«, der den betulichen Journalismus des frühen 20. Jahrhunderts mit Hochgeschwindigkeit revolutionierte. Kisch arbeitete (nahezu) »in Echtzeit« und investigativ, war zur Berichterstattung immer persönlich vor Ort, nutzte Automobil, Flugzeug, Telefon und Telegraphie in einer Zeit, in der seine Journalistenkollegen meist noch in den Redaktionsstuben saßen und Agenturmeldungen auswerteten. Nicht von ungefähr trägt noch heute einer der wichtigsten Preise für journalistischen Nachwuchs seinen Namen. Die Lesung zeigt, dass Kisch nicht nur rasant, sondern auch mit Humor und stets auf hohem literarischen Niveau schrieb. Lesung mit Dr. Katja Schlenker und Prof. Dr. Winfrid Halder. In Kooperation mit: Literaturbüro NRW

Der Dreißigjährige Krieg und die deutsche Dichtung

Vortrag von Dr. Bärbel Beutner

Do,
05.07.
19.00 Uhr

 
Dem antiken Philosophen Heraklit (ca. 520 – ca. 460 v. Chr.) wird der Satz zugeschrieben, wonach der »Krieg der Vater aller Dinge« sei. So umstritten dies seit jeher auch ist, so steht doch fraglos fest, dass Krieg und Gewalt schon immer tiefe Spuren auch in Literatur und bildender Kunst hinterlassen haben. Für den Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) gilt dies allemal, denn unbeschadet der Tatsache, dass sein Beginn inzwischen 400 Jahre zurückliegt, gehören noch immer einige literarische Zeugnisse aus seiner Zeit zum »Kanon« der deutschen Dichtung. Autoren wie Andreas Gryphius (1616–1664) oder Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau (1616–1679) sollen selbst in Zeiten »verkürzter Lehrinhalte« des G 8-Gymnasiums den heutigen Lernenden als Exempel für Sprachmächtigkeit nahegebracht werden. Der Vortrag der Germanistin Dr. Bärbel Beutner beleuchtet den besonderen Rang und vorrangige Inhalte der vom Dreißigjährigen Krieg inspirierten Barockdichtung anhand verschiedener Beispiele; neben Gryphius und Hoffmann von Hoffmannswaldau wird etwa auch Simon Dach (1605–1659) berücksichtigt.
In Kooperation mit: BdV-Landesverband Nordrhein-Westfalen

05.07.
bis
04.09.

 

Briefmarken der Deutschen Demokratischen Republik 1949 bis 1957

Teil 7 der Ausstellung (vor der Bibliothek) »Große Mächte in kleinen Formaten«

Mo,
09.07.
19.00 Uhr

 

Erinnerungen und Entwicklungen in Siebenbürgen – ein Interviewfilm

Werkstattbericht von Manuel Stübecke

Die Siebenbürger Sachsen leben seit dem 12. Jahrhundert als deutschsprachige Minderheit in Rumänien. In den Jahren 2013 bis 2015 entstanden 15 Interviews mit Vertretern dieser rumäniendeutschen Minderheit. Die Interviewpartner teilen ihre Erinnerungen und Erfahrungen und damit die Geschichte, wie aus einer Gemeinschaft mit über 300.000 Menschen binnen des 20. Jahrhunderts ein Gruppe von etwa 11.000 Personen wurde. Das Projekt wird vom Regisseur vorgestellt und es werden Ausschnitte aus dem reichhaltigen Material gezeigt. Manuel Stübecke, der Autor und Regisseur des Films, wurde in den späten 1980ern in Westfalen geboren. Bereits als Austauschschüler verbrachte er ein Jahr in Bukarest. Sein Studium brachte ihn zurück nach Rumänien, wo er in den Jahren 2014 bis 2016 als Pressesprecher der Evangelischen Akademie Siebenbürgen tätig war und an der Hermannstädter Universität ein Masterstudium absolvierte.
In Kooperation mit: Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland – Landesgruppe Nordrhein-Westfalen

 Hans Pleschinski »Wiesenstein«

Lesung im Rahmen des deutsch-niederländischen Festivals »Literarischer Sommer« 

Di,
24.07.
19.00 Uhr

 
Im Februar 1945 verlässt der deutsche Großschriftsteller und Nobelpreisträger Gerhart Hauptmann mit seiner Frau das durch Bombenangriffe zerstörte Dresden. Der schwerkranke Autor war dort zur Erholung im Sanatorium und hatte die schweren Angriffe auf die Stadt miterlebt. Nun will das Ehepaar zurück nach Schlesien, wo die beiden mit der Villa »Wiesenstein« einen prächtigen Rückzugsort im Riesengebirge besitzen. Dort wollen sie in einer hinreißend schönen Landschaft ein immer noch luxuriöses Leben führen – inmitten der Barbarei. Aber war es die richtige Entscheidung? Überhaupt im Dritten Reich zu bleiben? Und was war der Preis dafür? Können sie und ihre Entourage unbehelligt leben, jetzt, da der Krieg allmählich verloren ist, russische Truppen und polnische Milizen kommen und das alte Schlesien untergeht? In seinem Roman erzählt Hans Pleschinski episodenreich und spannend von den letzten Lebensmonaten des Schriftstellers Gerhart Hauptmann, vom Ende des Krieges, dem Verlust von Heimat, von der großen Flucht und vergegenwärtigt so eine Welt, die verloren ist.
Hans Pleschinski, geboren 1956 in Celle, arbeitet am Theater, in Kunstgalerien, bei Film und Hörfunk. Zu seinen Buchveröffentlichungen zählt unter vielen anderen der Bestseller »Königsallee« über einen Aufenthalt Thomas Manns in Düsseldorf.
Moderation: Maren Jungclaus, Literaturbüro NRW; In Kooperation mit: Literaturbüro NRW
Anmeldeschluss: 31. Juli 2018

01.10.
bis
04.10.

 

Das Europäische Parlament in Straßburg

Studienfahrt mit Dr. Sabine Grabowski

Die deutsch-französischen Beziehungen gehören zum Herzstück der Europäischen Union. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Versöhnung von Deutschen und Franzosen ein Grundstein des europäischen Einigungsprozesses, und sie ist es bis heute. Die Studienfahrt führt über Stationen der Konfrontation im Elsass zum Miteinander im Europäischen Parlament in Straßburg. Besucht werden das Fort Wilhelm II in Mutzig, Hochkönigsburg, Colmar, Straßburg und das Hambacher Schloß.
Nähere Auskünfte bei Dr. Sabine Grabowski, grabowski@g-h-h.de, 0211-1699113.
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