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Russlanddeutsche Kulturtage 2019 |  Serenadenkonzert | Deutsch-polnisches Schulbuchprojekt  | Brünner Persönlichkeiten | King Skate | Bild- und Textgeschichten. Czernowitz — Düsseldorf | Im Schatten Europas  | NRW-Schülerwettbewerb »Begegnung mit Osteuropa«

Russlanddeutsche Kulturtage 2019

In Kooperation mit: Landsmannschaft der Deutschen aus Russland
 01. Oktober – 19.00 Uhr

ZwischenHeimaten

Lesung mit Artur Rosenstern, Irina Peter und Larissa Mass

Heimatverlust und das Gefühl des Fremdseins, aber auch die Suche nach einer neuen Heimat oder mehreren Heimaten sind in unserer von Migration geprägten Gegenwart aktueller denn je. Aufgrund ihrer wechselhaften und leidvollen Geschichte haben die Deutschen aus Russland einen besonderen Bezug dazu entwickelt. Das Gefühl immer DAZWISCHEN zu stehen und nie richtig anzukommen, spiegelt sich oft in den Texten von Autorinnen und Autoren russlanddeutscher Herkunft wider. Der Literaturkreis der Deutschen aus Russland stellt seinen aktuellen Sammelband vor, in dem das Thema Heimat in einer bunten Mischung aus literarischen Formen und verschiedenen Blickwinkeln beschrieben wird.
05. Oktober – 15.00 Uhr

Kulturschicht. Die Deutschen im Altai

Film und Gespräch mit Boris Schwarzmann, Katja Beil und Waldemar Hooge

Der Film von Boris Schwarzmann erzählt von den Deutschen, die mehr als zweihundert Jahre auf dem Altai lebten. Begleitet vom Protagonisten des Films, einem enthusiastischen Historiker, erfahren die Zuschauer viele unbekannte Fakten über den Einfluss der Deutschen auf das kulturelle, wissenschaftliche und soziale Leben im Russischen Imperium des 18. bis 20. Jahrhunderts.
07. Oktober – 19.00 Uhr

Mein Leben in Deutschland begann mit einem Stück Bienenstich

Lesung mit Viktor Funk

Lange hat er geglaubt, zur deutschen Gesellschaft dazu zu gehören, bis er Marie trifft. Sie stammt aus Rumänien und betont das gern. Er hat dagegen seine Vergangenheit versteckt. Die Beziehung mit ihr weckt Erinnerungen an seine Kindheit: endlose Tage in der sowjetischen Provinz in Kasachstan mit Großvater und Vater beim Angeln und dann die ersten, schwierigen Jahre in Deutschland. Hier hat er lange nicht verstanden, warum er nicht mehr von Lenin erzählen kann, warum das, woran er als Kind geglaubt hat, nun falsch sein soll. Und nun spitzt sich diese Krise mit Marie zu. Sie wirft ihm vor, sich selbst zu verraten, um ein »Deutscher« zu sein. Doch in seinem Pass steht die Staatsangehörigkeit, die er immer haben wollte: »Deutsch«. Viktor Funk behandelt in seinem Debütroman Identitätskrisen junger Menschen mit Migrationshintergrund. Mit den großen Fragen »Wo gehöre ich hin?«, »Wo ist meine Heimat?« und »Was darf ich aus meiner Vergangenheit mitbringen?« trifft der Autor das Gefühl einer ganzen Generation.
18. Oktober – 19.00 Uhr

Bye bye Baby

Film und Gespräch mit Julia Boxler

In ihrem ersten Dokumentarfilm kehrt die Regisseurin Julia Boxler, eine aus Kasachstan stammende Deutsche, 2014 zum ersten Mal zurück in ihr Geburtsland – 18 Jahre, nachdem sie es als Kind mit ihrer Familie verlassen hatte. Von der Hauptstadt Astana reiste Boxler mit Auto und Zug durch das ganze Land bis in ihre Heimatstadt Kökschetau, dann weiter zum Altai-Gebirge nach Semipalatinsk und in die Steppe, das »Zentrum Eurasiens«. Auf ihrer sehr persönlichen Reise in die eigene Vergangenheit zeigt sie Kasachstan als ein Land verschiedener Kulturen und Religionen, Legenden und mystischer Geschichten. Gleichzeitig ist der Film ein Versuch, wieder eine Verbindung zu Kasachstan aufzubauen, das nach der Auswanderung komplett aus ihrem Leben verschwunden war.
08. Oktober – 19.00 Uhr

Herbstliches Serenadenkonzert

Klaus-Peter Riemer (Flöte) und Miyuki Brummer (Klavier)

Mit Werken von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Frédéric Chopin und weiteren Komponisten.
 

Deutsch-polnisches Schulbuchprojekt 
»Europa – Unsere Geschichte«

Eine  Lehrwerkreihe für den Geschichtsunterricht in Deutschland und Polen. Sie soll zum Perspektivenwechsel anregen und gegenseitiges Verstehen und Empathie fördern.

10. Oktober – 16.00 bis 18.00 Uhr
Fortbidung für Lehrkräfte aus Nordrhein-Westfalen
Kurzvorträge zur Entstehung und Konzeption des Unterrichtswerks sowie in deutsch-polnische Kooperationen im Bildungsbereich. Anschließend Workshop.

10. Oktober –18.30 Uhr
Diskussion
Mit Prof. em. Dr. Hans Henning Hahn (Vertreter des Expertenrats im Projekt des Schulbuchs), Daniel Bernsen (Integrierte Gesamtschule Pellenz), Katarzyna Jez (Georg Eckert-Institut) und Margarete Polok (Leiterin der Bibliothek des GHH). Moderation: Dr. Sabine Grabowski (GHH)
In Kooperation mit: Georg Eckert Institut und Polnisches Institut Düsseldorf
  23. Oktober – 15.00 Uhr

Deutsche Brünner Persönlichkeiten aus sechs Jahrhunderten

Ausstellungseröffnung

Brno/Brünn ist heute die zweitgrößte Stadt Tschechiens und das historische Zentrum Mährens. Die Ausstellung zeigt das Leben, Wirken und Schaffen von deutschen Bürgern der Stadt Brno/Brünn. Über sechs Jahrhunderte bereicherten diese Menschen das wirtschaftliche, wissenschaftliche und kulturelle Leben der Stadt. Die Lebensläufe von in Brno/Brünn Geborenen bzw. mit der Stadt verbundenen Persönlichkeiten zeigen den wechselseitigen Austausch und die gute Kooperation über Länder- und Staatsgrenzen hinweg. Ausstellungseröffnung mit Rudolf Landrock und Rüdiger Goldmann. Laufzeit der Ausstellung: 24. Oktober bis 8. November 2019 im Foyer Eichendorff Saal
23. Oktober – 19.00 Uhr

King Skate

Tschechischer DokFilm am Mittwoch
CZ 2018, 82 Min., OmeU, Regie: Šimon Šafránek

Der erste lange Dokumentarfilm über das Aufkommen des Skateboarding in der Tschechoslowakei erzählt eine packende Geschichte von Sehnsucht nach Freiheit im Einheitsgrau der 1970er- und 1980er-Jahre. Der tschechische Regisseur Šimon Šafránek und sein Team sind durch die ganze Republik gereist, um die Helden jener Zeit vor der Wende ausfindig zu machen. Die positive Stimmung des Films, der Anfang dieses Jahres als bester tschechischer Dokumentarfilm 2018 mit dem Böhmischen Löwen geehrt wurde, ist ansteckend und springt auch auf diejenigen über, die noch nie auf einem Skateboard gestanden haben.
In Kooperation mit: Tschechisches Zentrum Berlin
29. Oktober – 19.00 Uhr

SPUREN. Bild- und Textgeschichten. Czernowitz — Düsseldorf

Ausstellungseröffnung

Ganz besondere Bande bestehen zwischen dem legendären Czernowitz und Düsseldorf: Vor allem die Geschichte der jüdischen Gemeinde Düsseldorf ist eng mit der Bukowina und dem historischen Czernowitz verbunden. Bis heute haben viele Mitglieder der Gemeinde dort ihre Wurzeln und praktizieren regen Austausch mit dem heutigen ukrainischen Chernivsti. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs lebten in Czernowitz ca. 45.000 Juden. Weniger als die Hälfte von ihnen überlebte den Holocaust. Viele von ihnen, u. a. die Dichter Paul Celan und Rose Ausländer sowie Persönlichkeiten wie Isidor Evian, verließen nach dem Krieg die Stadt. In Fotos und Texten dokumentiert die ukrainische Künstlerin Kseniya Marchenko den Alltag der in Czernowitz lebenden sowie in der Nachkriegszeit nach Düsseldorf ausgewanderten jüdischen Familien. Laufzeit der Ausstellung: 30. Oktober 2019 bis 13. Januar 2020
In Kooperation mit: Jüdische Gemeinde Düsseldorf
30. Oktober – 19.00 Uhr

Im Schatten Europas. Ostdeutsche Kultur zwischen Duldung und Vergessen

Buchvorstellung und Gespräch mit Klaus Weigelt

Der gebürtigen Königsberger Klaus Weigelt – jahrzehntelang Mitarbeiter der Konrad-Adenauer-Stiftung – nimmt in seinem neuen Buch pointiert Stellung zu den zentralen Fragen der Erhaltung und Pflege der ostdeutschen Kultur.
28. Oktober - 22. November

NRW-Schülerwettbewerb »Begegnung mit Osteuropa« zu Gast im GHH Ausstellung der Landessiegerarbeiten 2019

AUSSTELLUNG

Unter dem Motto »Europa – Zukunft braucht Geschichte« startete 2019 zum 66. Mal der Schülerwettbewerb. 4.024 Kinder und Jugendliche aus Nordrhein-Westfalen und aus 16 mittel-, ost- und südosteuropäischen Staaten haben sich daran beteiligt und 1.612 Beiträge eingereicht. Im Juni wurden die diesjährigen 50 Preisträgerinnen und Preisträger – 40 aus NRW und 10 aus Ländern des östlichen Europa – als Landessieger auszeichnet. Das GHH zeigt diese herausragenden Arbeiten, die sich kreativ mit vielfältigen Aspekten der deutsch-osteuropäischen Beziehungen in Geschichte und Gegenwart auseinandersetzen.
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