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Erfolgreicher Abschluss des diesjährigen Zurich Pride Festivals: 
35'000 Besucher für
«Gleichstellung ohne Grenzen»

Zürich, 21. Juni 2015 – Erfreuliche BIlanz für das Zurich Pride Festival: Trotz der unsicheren Wetterlage konnte das Zurich Pride Festival 35'000 Besucherinnen und Besucher auf dem Kasernenareal und dem Zeughaushof begrüssen. Zur Demonstration am Samstag kamen 16'000 Menschen, darunter auch elf Botschaften aus der ganzen Welt. 

Fröhliches Zurich Pride Festival

Vom Freitagabend bis Samstagabend fand auf dem Kasernenareal und dem Zeughaushof das Zurich Pride Festival statt. Mit einem Showprogramm, zahlreichen Bars, Verpflegungs-, Versorgungs- und Infoständen wurde ein umfangreichses Programm für die Besucher geboten. Unter anderem traten die 90er-Kultband «Snap!» («The Power» und «Rhythm is a dancer») und die Gewinner vom «Best Talent Award» bei den Swiss Music Awards «Yokko» auf der Showbühne auf. Das Festival stiess auch dieses Jahr auf grosse Resonanz: 35'000 Besucherinnen und Besucher fanden den Weg aufs Kasernenareal.

Elf Botschaften am Demonstrationsumzug

Mit einer einmaligen Sensation startete der diesjährige Demonstrationsumzug: Das Zurich Pride Team eröffnete die Demonstration mit elf Botschaften, welche den Umzug anschliessend bis zum Demonstrationsende anführten. Die Botschafterinnen und Botschafter marschierten an vorderster Front mit ihren Familien und Kindern und hielten den Demonstrationsbanner mit dem Motto «Gleichstellung ohne Grenzen». Getreu diesem Motto waren denn auch Botschafter aus der ganzen Welt vertreten, um zu demonstrieren, dass Gleichstellung keine Frage eines Staates ist. Anwesend waren folgende Botschaften: 

USA: Suzi LeVine, Botschafterin
Kanada: Jamieson Weetman, Botschaftsrat
EU: Richard Jones, Botschafter
Grossbritannien: David Moran, Botschafter
Schweden: Magnus Hartog-Holm, Botschafter
Norwegen: Thomas Hauff, Botschafter
Finnland: Jari Luoto, Botschafter
Montenegro: Maja Jovovic Schmidt, Konsulin
Bosnien-Herzegowina: Boro Bronza, Botschafter
Israel: Yigal B. Caspi, Botschafter
Spanien: Luis Calvo Merino, Generalkonsul
EDA-Vertreter: Philippe Flück, Konsul

Der Umzug setzte sich um 14.30 vom Helvetiaplatz Richtung Werdmühleplatz in Bewegung. Die zahlreichen Wagen und  Fussgruppen verschiedener Vereine, Organisationen und Institutionen aus der LGBT (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender)-Community präsentierten sich den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern und forderten absolute Gleichstellung. Am Demonstrationsumzug nahmen 16'000 Menschen teil. Wir sind hoch erfreut, dass trotz dem durchzogenen Wetter eine so grosse Menge an Menschen unserem Demonstrationszug beiwohnten. Die Parade verlief friedlich und ohne negative Vorkommnisse.

Flammende Reden für absolute Gleichstellung

Die Eröffnungsreden der Demonstration wurden von Aline Trede, Nationalrätin der Grünen, und US-Botschafterin Suzy LeVine gehalten. Mit ihrer engagierten, kämpferischen Rede für absolute Gleichstellung feuerte Aline Trede die Menge zum Demonstrieren an. Dabei geisselte Trede die diskriminierende CVP-Initiative und rief der Menge zu, dass wenn das konservative Irland die Ehe für alle öffne, dann sei es höchste Zeit, dass die Schweiz dies auch könne. Die amerikanische Botschafterin Suzi LeVine erinnerte daran, dass einer ihrer ersten Auftritte als Botschafterin in der Schweiz die Teilnahme am letztjährigen Pride-Umzug gewesen sei. Sie freue sich sehr, heute als an diesem wichtigen Anlass teilnehmen zu dürfen und ermutigte die Anwesenden, weiter für Gleichstellung weltweit zu kämpfen und schloss mit dem Satz: «niemand von uns ist frei, bis alle von uns frei sind.» Zuvor hatten die vier nationalen Dachorganisationen, der Dachverband Regenbogenfamilien, Pink Cross, LOS und TGNS die Anwesenden begrüsst. Anschliessend heizte Drag Queen Gloria Viagra der versammelten Menge ein und forderten die Anwesenden eindringlich dazu auf, lautstark für ihre Rechte zu demonstrieren. Nach der Demonstration ging das Programm auf dem Kasernenareal beim Zurich Pride Festival weiter. Unter anderem hielten BDP-Nationalrätin Rosmarie Quadranti, SP-Nationalrat Daniel Jositsch und Ehrengast, das amerikanische Supermodel und Gleichstellungskämpfer Alex Minsky flammende Voten für die rechtliche Gleichstellung von LGBTs und ernteten für ihre entschlossenen Forderungen für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft tosenden Applaus. 

Unverständnis in 100 Jahren

Daniel Jositsch zeigte sich überzeugt davon, dass die Gesellschaft in 100 Jahren zurück blicken wird und darüber staunen wird, dass sie sich als demokratisch und rechtsstaatlich betrachtete, während sie gleichgeschlechtlichen Paaren die Ehe verweigerte. Gleichzeitig zog Jositsch Parallelen zwischen Rassismus und Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung und rief die Teilnehmenden auf Stop zu sagen, wenn Menschen diskriminiert würden. Gleichzeitig freute sich Jositsch über den Erfolg von letzter Woche, als der Ständerat sich für ein Verbot von Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung aussprach. Jositsch hatte dies bereits im Jahre 2009 gefordert, war damals im Nationalrat damit aber unterlegen. Trotz dem plötzlich eintretenden Regen harrten die Besucherinnen und Besucher bei seiner Rede aus und honorierten sie mit Jubelrufen und einem langanhaltenden, frenetischen Applaus. 

«Packen wir es an!»

Rosmarie Quadranti  freute sich über die durch das Stimmvolk angenommene Ehe-Öffnung für homosexuelle Paare in Irland. Gleichzeitig erinnerte sie die Teilnehmenden daran, dass Homosexualität in noch über 80 Ländern der Welt unter Strafe gestellt ist. Quadranti warnte  vor wertkonservativen Strömungen in der Schweiz, welche sich beispielsweise im Kampf gegen den Lehrplan 21 stark mache oder einen Verein «für eine traditionelle Familie» gegründet habe. Als BDP Nationalrätin wisse sie, was es bedeutet, angefeindet zu werden. «Packen wir es an» rief sie der Menge zum Schluss zu. 

Kampf gegen CVP-Initiative

Mehrere Rednerinnen und Redner wandten sich denn auch in ihren Ansprachen gegen die diskriminierende CVP-Initiative zur «Abschaffung der Heiratsstrafe», welche in Tat und Wahrheit nichts weiter als einen diskriminierenden Ehebegriff in der Verfassung verankern will. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmern zeigten durch ihren Applaus und Zwischenrufe deutlich auf, dass die Community diese Initiative entschlossen bekämpfen wird. 

Positives Schlussfazit - Dank an Stadtrat Wolff

Trotz der unsicherer, teils regnerischen Wetterlage war das diesjährige Zurich Pride Festival ein voller Erfolg: Mit 16'000 Demonstrationsteilnehmern und -besuchern, elf anwesenden Botschaften und 35'000 Festivalbesuchern konnte die diesjährige Ausgabe an den Erfolg des letzten Jahres anknüpfen. Dem Zurich Pride Festival ist bewusst, dass dieser Erfolg nicht zuletzt auch der Lokalität, dem Kasernenareal, zu verdanken ist. Wir danken dem Polizeivorsteher Richard Wolff an dieser Stelle ausdrücklich für die Erteilung der entsprechenden Bewilligung. Wir freuen uns über die Treue, die uns von den Menschen geschenkt wird und werden unseren Kampf für «Gleichstellung ohne Grenzen» weiterführen. 

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite www.zurichpridefestival.ch ..
Für Rückfragen und Interviews stehen Ihnen gerne unser Präsident David Reichlin und Alan Sangines Vizepräsident und Leiter Politik jederzeit zur Verfügung. Bildmaterial finden Sie auf unserer Facebookseite: www.facebook.com/Prideofzurich/

David Reichlin, Präsident
078 772 02 33 | david.reichlin@zhpf.ch
 
Alan Sangines, Vizepräsident und Leiter Politik
076 414 04 06 | alan.sangines@zhpf.ch

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079 629 31 31 | curdin.baselgia@zhpf.ch

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079 719 84 82 | michel.imhof@zhpf.ch

 
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