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#Diagonale17  #FestivalOfAustrianFilm
Medienmitteilung,
30. März 2017

Franz-Grabner-Preis: die Preisträger

Im Rahmen der 20. Diagonale in Graz wurde heute erstmalig der Franz-Grabner-Preis in den Kategorien Kinodokumentarfilm und Fernsehdokumentarfilm verliehen. Die mit jeweils € 5.000 dotierte Auszeichnung wurde von Familie Grabner, der Diagonale sowie den Preisstiftern AAFP, Film Austria und ORF im Andenken an den ORF-Journalisten Franz Grabner (1955–2015) initiiert. Prämiert wurde ein im ethischen und moralischen Sinne verantwortungsvoller und glaubwürdiger Umgang der Filmschaffenden mit ihrem Medium.

Als bester Kinodokumentarfilm setzte sich Unten von Djordje Čenić und Hermann Peseckas durch. 

Unten erzählt vom Fremdsein und den Versuchen dazuzugehören, von Klassengegensätzen und dem Alltag einer jugoslawischen Arbeiterfamilie in Linz, von der Tragik der Kriege in Ex-Jugoslawien verbunden mit der Familiengeschichte, von politischen und persönlichen Zerrissenheiten. Die offene und lockere Erzählweise von Unten, das scheinbar mühelose Verweben von subjektiv Erlebtem und historischen Fakten, das Aufgreifen und Bewältigen einer komplizierten Thematik, die in dieser Weise noch kaum behandelt wurde und die persönliche Suche und Konfrontation, an der das Publikum teilnehmen darf“, gab laut Jury den Ausschlag für die Entscheidung.

Ebenfalls nominiert waren Ein Deutsches Leben von Christian Krönes, Olaf S. Müller, Roland Schrotthofer und Florian Weigensamer sowie Future Baby von Maria Arlamovsky.

Preisträger in der Kategorie Fernsehdokumentarfilm ist Menschen und Mächte – Flucht in die Freiheit von Andreas Pfeifer und Andreas Novak. 

„In einer Zeit der brutalen Abschottung, einer fragwürdigen, sogenannten ‚Grenzsicherung’ und populistischer Rhetorik ist dieser Fernsehfilm ein Statement gegen die Geschichtsvergessenheit, die sich in der aktuellen Diskussion über das Flüchtlingsthema manifestiert. Sorgfältig ausgewähltes, zum Teil bisher unbekanntes Archivmaterial verstärkt den Eindruck der historischen Rolle, die die Grenze zwischen Ungarn und Österreich als politischer Schnittpunkt im Laufe der jüngeren Geschichte immer wieder innehatte“, lobte die Jury in ihrer Begründung.

Weiters nominiert waren Adams Art von Lenzo Reinhard sowie Kreuz und Quer – Eine fast unmögliche Freundschaft von Peter Beringer.
 
„Der Franz-Grabner-Preis würdigt Dokumentarfilmschaffen mit hellwacher Grundgesinnung und humanistischer Haltung. Eine Auszeichnung als Plädoyer für möglichst diverse Blicke auf diese eine, unsere Welt. Ein Preis, der zurzeit dringlicher ist als je zuvor und dabei im besten Fall den Zeitgeist kritisch hinterfragt“, so die Diagonale-Intendanten Sebastian Höglinger und Peter Schernhuber. 

ORF-TV-Kulturchef Martin Traxl: „Franz Grabner war der Inbegriff gesellschaftspolitischen Engagements mit hohem aufklärerischem Anspruch. In seinem Sinne wollen wir TV- und Kinodokumentationen würdigen, die sich durch humanistische Botschaften und den Mut zum persönlichen Zugang auszeichnen – Filme, die gerade in einer Zeit brüchiger Gesellschaften eine besondere Bedeutung haben.“

Mit der Bewertung der nominierten Filmproduktionen war eine fünfköpfige Expert/innenjury befasst, bestehend aus Karin Berger (Filmemacherin, AT), Susanne Biermann (Redakteurin Arte, FR), Hans Robert Eisenhauer (Geschäftsführer Ventana Film- und Fernsehproduktion, Berlin, DE), Irene Klünder (Geschäftsführerin Haus des Dokumentarfilms, Europäisches Medienforum Stuttgart, DE) und Paul Pauwels (Direktor EDN – European Documentary Network, Kopenhagen, DK). 

Die Preisträgerscreenings finden am Sonntag, dem 2. April, im Schubertkino 2 statt. 
Menschen und Mächte – Flucht in die Freiheit wird um 16 Uhr, Unten um 17 Uhr gezeigt.

Weitere Infos unter www.diagonale.at/franzgrabnerpreis.
Fotos von der Preisverleihung hier und im Anhang: 
Preisträger Djordje Cenic, Andreas Pfeier und Andreas Novak
Gruppenfoto mit den Preisträgern, dem Franz-Grabner-Board und Mitgliedern der Jury

Wir gratulieren allen Preisträgern herzlich!

Ihr Diagonale-Presseteam
Franz Jud
Matthias K. Heschl
Edith Huemer
Samira Saad
Diagonale
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