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#Diagonale17  #FestivalOfAustrianFilm
Medienmitteilung,
3. April 2017

Jubiläumsausgabe untermauert
Stellenwert als Enthusiast/innenfestival

Mit 31.200 Besucher/innen knüpft die Diagonale’17 nahtlos am letztjährigen Publikumszuspruch an und festigt ihre Position als in der Region verankertes Enthusiast/innenfestival, das von Branche und Publikum über die Grenzen Österreichs hinaus geschätzt wird. Im zwanzigsten Jahr in Graz und im zweiten Jahr des Intendantenduos Sebastian Höglinger und Peter Schernhuber vertraute die Diagonale weiterhin auf eine Balance zwischen Stabilität und neuen Impulsen sowie ein verstärktes Kooperieren mit lokalen Initiativen und Partnern. Das in der Eröffnungsrede als Forum der Neugier und des Austauschs postulierte Festival setzte heuer mehr denn je auf Begegnung und konstruktive Konfrontation in und rund um die Kinosäle: Im Rahmen des breit aufgestellten Diagonale Film Meetings beleuchteten Vertreter/innen unterschiedlichster Sparten und Funktionen die Popularität und das Potenzial des österreichischen Films im Inland. Die neue Diskussionsschiene Diagonale im Dialog brachte – unterstützt vom neuen Hauptsponsor Steiermärkische Sparkasse – unterdes illustre Persönlichkeiten wie Josef Hader, Elisabeth Scharang, Alexander Horwath, Birgit Kohler, Ulrich Seidl, Veronika Franz und Veit Heiduschka zu ausgedehnten Gesprächen in die Festivalkinos.


„Unser Ziel im zweiten Jahr war es, den erfreulichen Publikumszuspruch zu stabilisieren. Dass das Interesse noch einmal sanft gesteigert werden konnte, freut uns über die Maßen. Denn im besten Fall ist ein Festival keine lose Aneinanderreihung von Filmen, sondern bietet Narrative, die vom Publikum auch aktiv nachvollzogen und befragt werden. Es schafft Resonanzen, erlaubt Widersprüche und Korrespondenzen – zwischen den Filmen und über die Leinwand hinaus. Das ist gelungen. Die Diagonale war auch heuer Zusammenkunft und Treffpunkt – angesiedelt irgendwo zwischen Diskurs und Hedonismus. Als Festival des österreichischen Films fungiert sie als Vermittlerin zwischen der heimischen Filmlandschaft und ihrem Publikum, das den Ausnahmezustand Festival zur Lektüre – oder im Fall unserer historischen Programme – zur Relektüre der Filmbilder nützt. Fazit: Zufriedenheit“, so Sebastian Höglinger und Peter Schernhuber.

Das diesjährige Wettbewerbsprogramm präsentierte einen spannenden Mix aus etablierten und neuen Figuren, zeugte einmal mehr von eigenständigen Tonalitäten und markanten Handschriften im heimischen Filmschaffen – von Genrekino bis Biopic, von Publikumslieblingen bis Neuentdeckungen. Der Wettbewerb versammelte u. a. Erzählungen vom interkulturellen Zusammenleben zwischen globalen Grätzeln und lokalen Grenzen, setzte sich im Zeichen von Coming-of-Age mit jugendlicher Identitätssuche jenseits gängiger Rollenklischees auseinander und brachte gesellschaftspolitisch engagiertes Kino nach Graz. Genreübergreifende Kurzfilmprogramme und Vorfilme trugen dem Trend des Ineinanderfließens der Filmgattungen Rechnung. So wurden im Wettbewerb der Diagonale’17 experimentelle Arbeiten, Musikvideos, Spiel- und Dokumentarfilme zueinander positioniert.
 
An sechs Tagen präsentierte die Diagonale’17 insgesamt 191 Filme und Videos im Rahmen von 133 Vorstellungen in vier Festivalkinos. Der Wettbewerb umfasste 106 Filme. 63 Filme feierten im Rahmen der Diagonale’17 ihre Premiere, 37 davon als Uraufführung. Traditionell war ein Großteil der Regisseur/innen persönlich bei den Vorführungen und den begleitenden Filmgesprächen anwesend. Einen Höhepunkt markierte die der Integrationsfigur Andi Winter gewidmete Reihe Zur Person. Als „Working-Class“-Spotlight widmet sich das Programm der vermeintlich zweiten Reihe sowie dem multidisziplinären Wirken von Winter. Im Rahmen einer Lecture gab Winter außerdem Einblicke in seine Arbeitsweise als Colorist. Mit dem historischen Spezialprogramm 1000 Takte Film suchte die Diagonale’17 erfolgreich nach Einflüssen von Popkultur auf den österreichischen Film und vice versa. Vielfältige Bezüge innerhalb des Programms eröffnete die Festivalschiene In Referenz, die österreichisches Kino mit sich selbst und mit ausgewählten internationalen Positionen in Dialog treten ließ: Für die nunmehr zweite internationale Masterclass für Filmschaffende war die US-Regisseurin Ana Lily Amirpour bei der Diagonale zu Gast. In einer exklusiven Preview präsentierte sie ihr neues, international gefeiertes Genrekino-Highlight The Bad Batch noch vor dem US-Kinostart in Graz.
 
Insgesamt wurden im Rahmen der Diagonale Preise im Wert von rund € 195.000 vergeben. Bei der Preisverleihung am 1. April wurden 17 Filmpreise vergeben, darunter die mit je € 21.000 dotierten Großen Preise des Landes Steiermark für den besten österreichischen Kinospielfilm sowie Kinodokumentarfilm und der Diagonale-Preis Innovatives Kino der Stadt Graz. Als bester österreichischer Spielfilm wurde Die Liebhaberin von Lukas Valenta Rinner ausgezeichnet. Den Großen Diagonale-Preis Dokumentarfilm gewann Ivette Löckers spannungsgeladenes Familienporträt Was uns bindet. Der Preis Innovatives Kino der Stadt Graz ging an Pferdebusen von Katrina Daschner. Die diesjährigen Diagonale-Schauspielpreise in Kooperation mit der VdFS gingen an Verena Altenberger für ihre „außerordentliche Hingabe und Furchtlosigkeit“ in Die beste aller Welten und an Philipp Hochmair für seinen von „lustvoller Körperlichkeit und sublimer Charakterzeichnung“ geprägten Auftritt in KATER. Mit dem Publikumspreis der Kleinen Zeitung wurde Adrian Goiginger für sein autobiografisches Langfilmdebüt Die beste aller Welten bedacht. Bereits bei der Eröffnung wurde Johannes Krisch mit dem Großen Diagonale-Schauspielpreis in Form eines Kunstwerks der Fotografin Stefanie Moshammer für Verdienste um die österreichische Filmkultur gewürdigt. Erstmalig wurde im Rahmen der Diagonale der Franz-Grabner-Preis in den Kategorien Kino- und Fernsehdokumentarfilm vergeben. Die Auszeichnung in der Kategorie Kinodokumentarfilm erhielten Djordje Čenić und Hermann Peseckas für ihre autobiografische Zeitreise Unten, in der Kategorie Fernsehdokumentarfilm wurde Menschen und Mächte – Flucht in die Freiheit von Andreas Pfeifer und Andreas Novak als ein „Statement gegen die Geschichtsvergessenheit“ gewürdigt. Weiters wurden in Graz die Carl-Mayer- und Thomas Pluch Drehbuchpreise verliehen.
 
„Die ausgezeichneten Filme der Diagonale’17 bezeugen den Mut und die Experimentierfreude im österreichischen Film und würdigen markante Handschriften und Haltungen, die das Kino in seinen Spielarten ausloten – und nebenbei mit Gesellschafts- und Erzählnormen brechen. Zwischen Buenos Aires und dem Lungau produziert bzw. situiert weisen sie den österreichischen Film als grenzenlos aus. Sie betonen Diversität als Potenzial: inhaltlich, formal, aber auch produktionsseitig, wie der Preis für Innovative Produktionsleistung exemplarisch belegt, der ex aequo an die Arbeiten Bauer unser, Mister Universo und WILDE MAUS ging“, so Sebastian Höglinger und Peter Schernhuber.
 
Wir bedanken uns für Ihr reges Interesse und freuen uns auf ein Wiedersehen bei der Diagonale’18 in Graz. Schön, dass Sie da waren!
 
Mit herzlichen Grüßen
 
Ihr Diagonale-Presseteam
Franz Jud
Matthias K. Heschl
Edith Huemer
Samira Saad


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Diagonale
Festival des
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Festival of
Austrian Film

Graz, 28. März–
2. April 2017
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