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/ Freiwilligenarbeit in Europa und der Schweiz
3 Fragen an Francesca Albanello, EVS Coordinator

1. Was ist ein Europäischer Freiwilligendienst und wer kann daran teilnehmen?
Der Europäische Freiwilligendienst steht allen Jugendlichen zwischen 17 und 30 Jahren offen. Es werden keine speziellen Vorkenntnisse verlangt. Die jungen Erwachsenen erhalten die Möglichkeit während einem Zeitraum von 2 und 12 Monaten ins Ausland zu reisen und in einem bestehenden gemeinnützigen Projekt mitzuwirken. Durch das Eintauchen in eine neue kulturelle Welt erlernen sie viele neue Fähigkeiten und können sich durch die wertvolle Auslanderfahrung persönlich weiterentwickeln und eine neue Sprachen lernen bzw. ihre Sprachkenntnisse verbessern. Die Aufgaben des Einsatzes werden möglichst den Interessen und Fähigkeiten der Freiwilligen angepasst. Zudem erhalten sie die Möglichkeit, während ihres EVS-Einsatzes ein eigenes Projekt zu entwickeln. Der Europäische Freiwilligendienst (European Voluntary Service, EVS) wird unterstützt durch die Schweizer Übergangslösung zu Erasmus+. Zuständig für die Umsetzung ist Movetia, die Schweizerische Stiftung für die Förderung von Austausch und Mobilität. 

2. Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und der EU im Bereich der Freiwilligenarbeit?
Der Europäische Freiwilligendienst ist, wie oben erwähnt, Teil des Bildungsprogramms „Erasmus+“. Seit 2014 ist die Schweiz nicht mehr Programmland von Erasmus+ und wird seither von der EU als Drittland behandelt. Damit Teilnehmende aus der Schweiz weiterhin an Mobilitätsaktivitäten partizipieren können, verabschiedete der Bundesrat eine mit Schweizer Geldern finanzierte Übergangslösung, die 2020 ausläuft. Diese Lösung ist mit zahlreichenden Hürden verbunden. Beispielsweise erhalten die Freiwilligen, die über das Schweizer Programm einen EVS-Einsatz leisten, keinen Zugang zu gewissen EVS-Benefits wie beispielsweise den kostenlosen Online-Sprachkursen, die von der EU zur Verfügung gestellt werden. Da die Schweiz nun kein Programmland sondern Partnerland von Erasmus+ ist, erhalten wir ebenfalls keinen Zugang zur EVS-Datenbank. Das heisst, dass die Suche nach Projektpartnern sowie einem neuen EVS-Platz für Teilnehmenden aus der Schweiz mit einem enormen Mehraufwand verbunden ist. 

3. Das EVS läuft 2020 aus und wird durch das European Solidarity Corps abgelöst. Welche Massnahmen muss die Schweiz ergreifen, damit sie auch ab 2021 weiterhin am Programm teilnehmen kann?

Auf EU-Ebene wurde das EVS Programm bereits im 2017 vom European Solidarity Corps abgelöst. Neu ist es nicht mehr Teil von Erasmus+, sondern funktioniert seither unabhängig davon. In der Schweiz wird das EVS-Programm bis 2020 weitergeführt. Was danach kommt, weiss niemand, denn das Nachfolgeprogramm ist durch diese Ausgangslage weder im Fall einer Assoziierung der Schweiz an Erasmus+ noch in einer Schweizer Lösung automatisch vorgesehen. Die Schweiz sollte sich baldmöglichst bemühen, den Beitritt der Schweiz zum European Solidarity Corps zu ermöglichen und diesbezüglich Verhandlungen mit der EU aufnehmen, welche unter anderem ein unabhängiges Abkommen zum Ziel haben. Die Schaffhauser SP-Nationalrätin Martina Munz reichte am 14. Juni 2019 zusammen mit 19 Mitunterzeichnenden zu eben dieser Thematik ihre Motion 19.3614 ein. Der Bundesrat beantragt dem Parlament die Abweisung der Motion.

Hier finden Sie das ganze Interview online.
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Freiwillige vor
Zum Vertiefen

Europäisches Solidaritätscorps
Webseite des Solidaritätskorps

Movetia
Webseite der nationalen Agentur für Austausch und Mobilität

Europäisches Jugendportal
Webseite der EU mit Informationen für junge Menschen 

Eurodesk Schweiz
Webseite mit Informationen für Interessierte in der Schweiz
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Dienstag, 15. Oktober
18.30 - 19.45 Uhr

Universität Zürich, Rämistrasse 59
Kleine Aula RAA-G-01
Europainstitut Zürich

«Karl der Grosse – ein erster Europäer?»
Öffentliche Vorträge von Prof. Dr. Dr. med. Frank Rühli: «Karl der Grosse – eine medizinische Analyse»; Prof. Dr. Sebastian Scholz: «Zur historischen Bedeutung von Karl dem Grossen»; Dr. Julian Führer: «Karl der Grosse und Zürich / die Schweiz».
Weitere Informationen finden Sie hier.

Eintritt frei. Platzzahl beschränkt. Keine Anmeldung erforderlich.
Donnerstag, 17. Oktober
15.30 - 21.30 Uhr

Auditorium Maximum (1. OG)
Universität Bern, Hauptgebäude
Hochschulstrasse 4
Osteuropa-Studien Bern-Fribourg

30 Jahre «Wende» in Osteuropa und 10 Jahre Osteuropa-Studien Bern-Fribourg
Die interdisziplinären Osteuropa-Studien Bern-Fribourg nehmen ihr erfolgreiches 10-jähriges Bestehen zum Anlass, um mit ihren Alumni und Studierenden sowie VertreterInnen aus Politik, Gesellschaft, Wissenschaft und Medien Bilanz zu ziehen. Den Auftakt macht die Keynote des ehemaligen polnischen Staatspräsidenten Aleksander Kwaśniewski (1995-2005). In der anschliessenden Podiumsdiskussion mit dem Titel «Kontakt, Konflikt, Kapital – Die Schweiz und das östliche Europa» wird über die vergangene, aktuelle und künftige Rolle Osteuropas in Europa diskutiert und sein Verhältnis mit der Schweiz reflektiert.
Weitere Informationen finden Sie hier.

Eintritt frei. Platzzahl beschränkt. Keine Anmeldung erforderlich.
Dienstag, 29. Oktober
18.15 Uhr

Alte Universität Basel 
Am Rheinsprung 9
Hörsaal -101

 
Europainstitut Basel

Demodernization in Post-Soviet Societies: The Case of Ukraine
Vortrag von Prof. Dr. Mykhailo Minakov, URIS-Stipendiat an der Universität Basel und Senior Fellow am Kennan Institute, Woodrow Wilson International Center for Scholars. Prof. Dr. Mykhailo Minakov forschtin den Bereichen politische Philosophie, politische Theorie und Geschichte der Moderne in Osteuropa und Westeurasien.
Weitere Informationen finden Sie hier.

Vortragssprache ist Englisch. Eintritt frei. Platzzahl beschränkt. Keine Anmeldung erforderlich.
Das Beste zum Schluss...
Quelle: Rytis Daukantas auf politico.eu
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